{"id":1151144,"date":"2026-07-08T06:24:16","date_gmt":"2026-07-08T06:24:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151144\/"},"modified":"2026-07-08T06:24:16","modified_gmt":"2026-07-08T06:24:16","slug":"wuppertaler-ratsfraktionen-wir-stehen-zum-erbe-von-pina-bausch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151144\/","title":{"rendered":"Wuppertaler Ratsfraktionen: \u201eWir stehen zum Erbe von Pina Bausch\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">161 Millionen Euro soll das neue Pina Bausch Zentrum insgesamt einmal kosten. Ein stolzer Preis, zumal ein Haushaltssicherungskonzept, wie es Wuppertal sich verordnet hat, ein sehr enges finanztechnisches Korsett bedeutet, in dem man normalerweise keine gro\u00dfen Spr\u00fcnge macht. Umso bemerkenswerter ist die Einhelligkeit, mit der die Stadtpolitik das Projekt bef\u00fcrwortet, f\u00fcr das im September der entscheidende Ratsbeschluss ansteht. Wobei die Kostenentwicklung einigen Stadtverordneten durchaus schwer im Magen liegt, wie die WZ erfahren hat. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ratsfraktionen von <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">SPD und CDU<\/strong> bezeichnen das geplante Pina Bausch Zentrum unisono als \u201eein Kulturprojekt mit Strahlkraft und Mehrwert f\u00fcr die ganze Stadt\u201c und bekr\u00e4ftigen damit ihre \u201egrunds\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Umsetzung\u201c, wie sie betonen. Das Projekt biete die Chance, das k\u00fcnstlerische Erbe von Pina Bausch dauerhaft zu sichern, weiterzuentwickeln und f\u00fcr kommende Generationen zug\u00e4nglich zu machen. \u201eMit dem Tanztheater, dem Archiv, den internationalen Produktionen und dem Forum Wupperbogen vereint das Pina Bausch Zentrum unterschiedliche Bausteine, die Kunst, kulturelle Bildung und gesellschaftlichen Austausch miteinander verbinden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin offener und barrierefreier Ort f\u00fcr alle soll es werden\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So k\u00f6nne ein Ort entstehen, der weit \u00fcber ein klassisches Kulturgeb\u00e4ude hinausreicht und neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Begegnung, kreative Entwicklung und kulturelle Teilhabe er\u00f6ffnet. \u201eF\u00fcr uns ist dabei besonders wichtig, dass das es ein offener und barrierefreier Ort f\u00fcr alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler wird. Kulturelle Teilhabe muss unabh\u00e4ngig von Herkunft, Alter oder Einkommen m\u00f6glich sein\u201c, betonen die CDU-Fraktionsvorsitzenden Anja Vesper und Michael Wessel im Schulterschluss mit SPD-Fraktionschef Benjamin Thunecke.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deshalb setzen sich beide Fraktionen f\u00fcr den weiteren Ausbau von Bildungs- und Vermittlungsangeboten ein \u2013 etwa in Form dauerhafter Kooperationen mit Schulen, Kindertagesst\u00e4tten, Integrations- und Sozialeinrichtungen, so die Vorstellung. Zugleich versprechen sich Sozial- und Christdemokraten von dem Zentrum wichtige Impulse f\u00fcr die gesamte Wuppertaler Kulturlandschaft: \u201eDie Freie Szene soll ihre Ideen und Kompetenzen bereits w\u00e4hrend der weiteren Entwicklungsphase einbringen und das Projekt aktiv mitgestalten.\u201c Ziel sei ein lebendiges Zentrum, das die kulturelle Vielfalt der Stadt st\u00e4rkt und unterschiedliche Akteure miteinander vernetzt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Ratsbeschluss im September ist demnach von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Zukunft des Projekts. Bund und Land Nordrhein-Westfalen h\u00e4tten erhebliche F\u00f6rdermittel f\u00fcr das Projekt in Aussicht gestellt, betonen SPD und CDU. \u201eDiese Unterst\u00fctzung setzt jedoch die Erneuerung des klaren Bekenntnisses der Stadt Wuppertal voraus. Mit einer positiven Entscheidung kann Wuppertal die einmalige Chance nutzen, ein Kulturprojekt von nationaler und internationaler Bedeutung zu verwirklichen.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Gr\u00fcnen-<\/strong>Fraktion blickt kritisch auf die Kosten, sieht aber ebenso die M\u00f6glichkeiten, die damit verbunden sind, wie Dagmar Liste sagt. \u201eIch war Vorsitzende der Ratskommission Pina Bausch Zentrum. Wir sehen auch die Betriebskosten, die auf uns zukommen. Das ist schon beachtlich. Aber wann bekommt man schon mal die Chance auf solche F\u00f6rdermittel?\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Name Pina Bausch sei weltweit anerkannt. \u201eSicher, man k\u00f6nnte sagen, das interessiert nur eine bestimmte Klientel, die solch ein Kulturangebot nutzt. Aber es gehen eben auch nicht alle Menschen in die Oper und nicht alle fahren mit der Schwebebahn. Sollen wir die deshalb nicht mehr betreiben? Wir sind eben nicht nur Schwebebahnstadt\u201c, meint die Gr\u00fcne. Sie erinnert sich an die Diskussion \u00fcber den Bau einer Seilbahn in den 2010er-Jahren und zitiert eine Frau, die wohl sagte, sie brauche keine Seilbahn, weil sie H\u00f6henangst habe. \u201eWas ist das f\u00fcr eine Argumentation?\u201c, fragt Dagmar Liste kopfsch\u00fcttelnd. Das Zentrum bringe Wuppertal jedenfalls noch mehr nach vorne.<\/p>\n<p>\u201eWann wird schon mal eine Frau mit einem solchen Bau geehrt?\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eUnd die Vielfalt ist es, sie macht Wuppertal aus.\u201c Au\u00dferdem merkt die gr\u00fcne B\u00fcrgermeisterin an: \u201eWann wird schon mal eine Frau mit einem solchen Bau geehrt? In den allermeisten F\u00e4llen sind es doch M\u00e4nner, zu deren Gedenken gebaut wird. Das jetzt ist eine tolle und wichtige Aussage.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Linken-Fraktion<\/strong> ist weiterhin davon \u00fcberzeugt, dass das Pina Bausch Zentrum eine notwendige zentrale Investition in die kulturelle und damit auch soziale Infrastruktur der Stadt f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte ist. \u201eNach aktuellen Berechnungen tr\u00e4gt die Stadt mit 112 Millionen Euro den L\u00f6wenanteil der Baukosten und setzt damit eine richtige Priorit\u00e4t in der Stadtentwicklung\u201c, sagt Salvador Oberhaus und wiederholt die Forderung der Linken, stattdessen auf die geplante Bundesgartenschau 2031 zu verzichten. \u201eDas PBZ ist viel mehr ist als die Probe- und Spielst\u00e4tte des Tanztheaters und wir hoffen auf eine baldige Intensivierung des Austausches zu Konzept und Charakter des Zentrums als offener und inklusiver Kulturort.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">FDP\/WfW-Fraktion<\/strong> steht zum kulturellen Erbe von Pina Bausch. Fraktionschefin Karin van der Most warnt aber mit Blick auf die laufenden Betriebskosten, von denen rund 3,4 Millionen Euro pro Jahr bei der Stadt h\u00e4ngen bleiben: \u201eEin Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung darf nicht zulasten anderer kommunaler Aufgaben wie Schulen, Stra\u00dfen, Sicherheit, Digitalisierung und der Sanierung der st\u00e4dtischen Infrastruktur gehen.\u201c Ihre Fraktion erwarte vollst\u00e4ndige Transparenz s\u00e4mtlicher Kosten, eine belastbare Finanzierungsplanung sowie eine konsequente Kostenkontrolle. \u201eWir unterst\u00fctzen kulturelle Leuchtturmprojekte \u2013 aber nicht um den Preis einer dauerhaften \u00dcberforderung des st\u00e4dtischen Haushalts.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Letzteren Punkt sieht Susanne Herhaus <strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">(BSW<\/strong>) \u00e4hnlich. Sie sagt aber klar: \u201eMit der Sanierung des ehemaligen Schauspielhauses erh\u00e4lt eines der pr\u00e4gendsten Geb\u00e4ude Wuppertals endlich wieder eine sinnvolle Nutzung.\u201c Gleichzeitig biete das Projekt die Chance, die Talachse aufzuwerten und die Attraktivit\u00e4t der Innenstadt weiter zu steigern. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"161 Millionen Euro soll das neue Pina Bausch Zentrum insgesamt einmal kosten. 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