{"id":1151199,"date":"2026-07-08T06:54:29","date_gmt":"2026-07-08T06:54:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151199\/"},"modified":"2026-07-08T06:54:29","modified_gmt":"2026-07-08T06:54:29","slug":"der-stadtrat-tagte-zoo-der-zukunft-bekommt-mehrkosten-von-22-millionen-euro-bewilligt-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151199\/","title":{"rendered":"Der Stadtrat tagte: \u201eZoo der Zukunft\u201c bekommt Mehrkosten von 22 Millionen Euro bewilligt + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>In der Ratsversammlung am 1. Juli sa\u00df auch Zoodirektor Dr. J\u00f6rg Junhold wie auf hei\u00dfen Kohlen im Publikum. Denn da ging es um die Frage, ob er sein Lebenswerk \u2013 den \u201eZoo der Zukunft\u201c \u2013 noch zu Ende bauen kann. Und zwar m\u00f6glichst bis 2028, wenn der Leipziger Zoo sein 150-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiert. Eigentlich sollte das Mega-Projekt 2027 fertig werden. Doch es kam zu Bauverz\u00f6gerungen, ein wesentlicher Teil \u2013 die Asiatischen Inselwelten \u2013 musste v\u00f6llig neu geplant werden. Noch 2022 hatte der Stadtrat 64 Millionen Euro f\u00fcr die Fertigstellung des letzten Teils des \u201eZoos der Zukunft\u201c bewilligt.<\/p>\n<p>Ein Problem bei der Fertigstellung des Zukunftszoos ist nat\u00fcrlich, dass es ein echtes Generationenprojekt ist. Die grundlegenden Pl\u00e4ne f\u00fcr den 3. Entwicklungsabschnitt wurden im Jahr 2012 entwickelt. Seitdem haben sich auch Standards, Publikumserwartungen und Artenschutzbestimmungen weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Zwischendurch mussten gerade die Pl\u00e4ne f\u00fcr \u201eFeuerland\u201c noch einmal angepasst werden, weil \u2013 daran erinnerte in der Ratsversammlung am 1. Juli CDU-Stadtr\u00e4tin Sabine Heymann \u2013 das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn und Gew\u00e4sser meinte, man m\u00fcsse unbedingt die Option f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung des Plei\u00dfem\u00fchlgrabens bis zum Zoo offen halten.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/a78623831d104575b2525e79b3705a58.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/07\/1\"\/><\/p>\n<p>Es war eigentlich eher nicht der Stadtrat, der die Planungen f\u00fcr den Zoo erschwerte, sondern \u2013 so Heymann \u2013 diverse \u00c4mter. Die massiv gestiegenen Baukosten der letzten Jahre kommen noch hinzu. Mit der Konsequenz, dass sich die 2022 vom Stadtrat bewilligte Summe deutlich erh\u00f6hte.<\/p>\n<p>Jede Verschiebung macht es noch teurer<\/p>\n<p>In der <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029627&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2202198\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Vorlage des Kulturdezernats<\/a> liest sich das so: \u201eDas Strategische Unternehmenskonzept \u201aZoo der Zukunft\u2018 umfasst momentan noch offene bzw. derzeit sich in Umsetzung befindliche Baut\u00e4tigkeiten der Themenwelten des 3. Entwicklungsabschnitt mit einem Gesamtkostenvolumen von 84,0 Mio. \u20ac. Damit ergibt sich im Vergleich zum Stadtratsbeschluss VII-DS-07486 vom 09.11.2022 ein zus\u00e4tzliches Finanzierungsvolumen von ca. 22,0 Mio. \u20ac f\u00fcr den dritten Entwicklungsabschnitt. Im Wesentlichen entf\u00e4llt der Kostenanstieg auf die Themenwelt \u201aAsiatische Inselwelten\u2018 im Hinblick auf die inhaltliche Umsetzung und Gestaltung.<\/p>\n<p>Die Variante 1 mit dem zoologischen Konzept aus dem Jahr 2012 ist vor allem hinsichtlich der tierschutzrechtlichen Rahmenbedingungen und der gestiegenen Besuchererwartungen veraltet. Sie k\u00f6nnte notfalls noch umgesetzt werden, w\u00fcrde aber nicht den Anspr\u00fcchen eines f\u00fchrenden Zoos und des Wettbewerbsumfeldes im Freizeitmarkt entsprechen.<\/p>\n<p>Die von der Zoo Leipzig GmbH zur Umsetzung empfohlene Variante 2 wurde unter Ber\u00fccksichtigung der derzeit aktuell geltenden Standards hinsichtlich der Haltung von S\u00e4ugetieren und V\u00f6geln erstellt und erf\u00fcllt auch die aktuellen Bed\u00fcrfnisse der Besucher auf hohem Niveau. Zudem wurde den denkmalrechtlichen Forderungen bez\u00fcglich des \u201aNeuen Vogelhauses\u2018 Rechnung getragen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Stadtrat-Beigeordnete-Skadi_Jennicke-Linke-00007486.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-662997 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Stadtrat-Beigeordnete-Skadi_Jennicke-Linke-00007486.jpg\" alt=\"Skadi Jennicke (Die Linke), Beigeordnete f\u00fcr Kultur, im Leipziger Stadtrat am 01.07.2026. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/><\/a>Skadi Jennicke (Die Linke), Beigeordnete f\u00fcr Kultur, im Leipziger Stadtrat am 01.07.2026. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Ein richtig saurer Apfel, der eigentlich schon im letzten Doppelhaushalt auf dem Tisch lag. \u201eDa haben wir uns entschieden, das noch einmal zu verschieben\u201c, sagte Kulturb\u00fcrgermeisterin Skadi Jennicke am 1. April. Die Hoffnung dabei: Die finanzielle Lage der Stadt Leipzig, die da schon angespannt war, w\u00fcrde sich wieder entspannen. Doch das Gegenteil ist eingetreten: Die finanzielle Lage hat sich weiter versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Nur zu verst\u00e4ndlich, dass die Gr\u00fcnen-Fraktion nun meinte, man k\u00f6nne den dicken finanziellen Batzen etwas verkleinern, wenn man den Zoo beauftragt, zu untersuchen, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2030990&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ob nicht einzelne Teile des Gesamtpakets in die Jahre nach 2030 verschoben werden k\u00f6nnen.<\/a> Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin Sylvia Herbst-Weckel sprach von 7,6 Millionen Euro, die man so noch einmal verschieben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Aber Skadi Jennicke \u00e4u\u00dferte ihre Bef\u00fcrchtung, dass es dann noch teurer wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Stadtrat-Sylvia_Herbst-Weckel-Gruene-00007433.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-662992 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Stadtrat-Sylvia_Herbst-Weckel-Gruene-00007433.jpg\" alt=\"Sylvia Herbst-Weckel (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen) im Leipziger Stadtrat am 01.07.2026. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/><\/a>Sylvia Herbst-Weckel (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen) im Leipziger Stadtrat am 01.07.2026. Foto: Jan Kaefer<br \/>\nKann man die Entgeltordnung jetzt \u00e4ndern?<\/p>\n<p>Die Linksfraktion hatte noch andere Bedenken, denn in der Entgeltordnung des Zoos sind viele Erm\u00e4\u00dfigungen gerade f\u00fcr vulnerable Gruppen \u2013 behinderte Menschen z. B. \u2013 weggefallen. Linke-Stadtrat Marco G\u00f6tze pl\u00e4dierte daf\u00fcr, eine Zustimmung der Linksfraktion zu den zus\u00e4tzlichen Investitionskosten des Zoos von einer \u00c4nderung der Entgeltordnung abh\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p>Was ebenfalls, so Skadi Jennicke, so nicht m\u00f6glich ist. Denn der Zoo plant mit den genehmigten Eintrittsgeldern. Die Entgeltordnung k\u00f6nne deshalb nicht unterj\u00e4hrig ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Zoodirektor Junhold habe freilich angeboten, mit der Linksfraktion \u00fcber m\u00f6gliche \u00c4nderungen der Entgeltordnung zu sprechen. Einen Termin daf\u00fcr hat er im Herbst angeboten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Stadtrat-Marco_Goetze-Linke-00007447.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-662989 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Stadtrat-Marco_Goetze-Linke-00007447.jpg\" alt=\"Marco G\u00f6tze (Die Linke) im Leipziger Stadtrat am 01.07.2026. Foto: Jan Kaefer\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/><\/a>Marco G\u00f6tze (Die Linke) im Leipziger Stadtrat am 01.07.2026. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Eine kleine Zwickm\u00fchle f\u00fcr die Linksfraktion, f\u00fcr die Marco G\u00f6tze ja angek\u00fcndigt hatte, sie wolle dem Kostennachschlag nicht zustimmen, wenn die Entgeltordnung nicht ge\u00e4ndert wird. Aber 22 Millionen Euro in einer Zeit, in der Leipzig finanziell auf dem Zahnfleisch kriecht, sind heftig. Da fand auch Skadi Jennicke die Bedenken der Gr\u00fcnen-Fraktion berechtigt, anders als CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Weickert, der mal wieder zu einem seiner belehrenden Vortr\u00e4ge im Hinblick auf Finanzen ansetzte.<\/p>\n<p>Unredlichkeit attestierte ihm daf\u00fcr der Gr\u00fcnen-Fraktionsvorsitzende Dr. Tobias Peter. Und verbat sich die Belehrung.<\/p>\n<p>Was am Ergebnis nichts \u00e4nderte, denn der Wunsch der Gr\u00fcnen, Teile des Investitionspakets in die Zeit nach 2030 zu verschieben, wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt. Man sp\u00fcrte schon: Auch die Ratsversammlung sehnt sich danach, dass das 2000 gestartete Mega-Projekt \u201eZoo der Zukunft\u201c endlich fertig wird. Der Linke-Antrag zur \u00dcberarbeitung der Entgeltordnung scheiterte knapp.<\/p>\n<p>Die Vorlage selbst bekam dann mit 36 zu 4 Stimmen bei 20 Enthaltungen die n\u00f6tige Mehrheit. J\u00f6rg Junhold \u2013 der sich auf seinem Platz sichtlich erleichtert zeigte \u2013 kann den letzten Baustein mit dem Thementeil \u201eFeuerland\u201c nun fertigbauen, auch wenn der Fertigstellungstermin jetzt im Jahr 2028 liegt, vielleicht gerade richtig, um das Finale mit dem 150. Geburtstag des Zoos zu verbinden.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Ratsversammlung am 1. 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