{"id":115140,"date":"2025-05-16T12:46:10","date_gmt":"2025-05-16T12:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115140\/"},"modified":"2025-05-16T12:46:10","modified_gmt":"2025-05-16T12:46:10","slug":"wohnungsbau-berlin-klatsche-fuer-bauplaene-des-senats-am-gueterbahnhof-koepenick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115140\/","title":{"rendered":"Wohnungsbau \u2013 Berlin: Klatsche f\u00fcr Baupl\u00e4ne des Senats am G\u00fcterbahnhof K\u00f6penick"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img305722\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/305722\" alt=\"Die Au\u00dfenstelle des Eisenbahn-Bundesamtes in Berlin-Steglitz\"\/><\/p>\n<p>Die Au\u00dfenstelle des Eisenbahn-Bundesamtes in Berlin-Steglitz<\/p>\n<p>Foto: IMAGO\/Sch\u00f6ning<\/p>\n<p>Berlin wird vorl\u00e4ufig nur den Bau von etwas \u00fcber der H\u00e4lfte der 1800 geplanten Wohnungen <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1189869.rahmenplan-gueterbahnhof-in-koepenick-neues-stadtquartier-noch-fern.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1189869.rahmenplan-gueterbahnhof-in-koepenick-neues-stadtquartier-noch-fern.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf der Fl\u00e4che des ehemaligen G\u00fcterbahnhofs K\u00f6penick<\/a> auf den Weg bringen k\u00f6nnen. Denn das Eisenbahn-Bundesamt hat die Entwidmung von daf\u00fcr vorgesehenen Bahnfl\u00e4chen abgelehnt.<\/p>\n<p>Konkret geht es um knapp 11,4\u2005Hektar s\u00fcdlich der Eisenbahnstrecke zwischen den S-Bahnh\u00f6fen K\u00f6penick und Hirschgarten, auf denen rund 850\u2005Wohnungen des neuen Stadtquartiers entstehen sollen. Das Land Berlin will die Fl\u00e4chen dem Bundeseisenbahnverm\u00f6gen abkaufen.<\/p>\n<p>Diesen Herbst soll n\u00f6rdlich der Gleise der Bau der ersten 150\u2005Wohnungen beginnen. 2028 oder 2029 und 2029 oder 2030 soll Baustart f\u00fcr jeweils weitere 400\u2005Wohneinheiten sein, wie Bausenator Christian Gaebler (SPD) bei einer Senatspressekonferenz im M\u00e4rz erl\u00e4uterte. Erst ab 2032 sollen demnach die Wohnungen auf den noch f\u00fcr Bahnzwecke gewidmeten Fl\u00e4chen realisiert werden.<\/p>\n<p>Der ablehnende Bescheid des Eisenbahn-Bundesamtes datiert vom 30.\u2005April 2025, nun ist er auf der Internetseite der Beh\u00f6rde ver\u00f6ffentlicht worden. Die Ablehnung ist eine Folge des Ende 2023 vom Bundestag versch\u00e4rften Allgemeinen Eisenbahngesetzes. In der Regel ist demnach die Entwidmung von Bahnfl\u00e4chen nur noch in eng begrenzten Einzelf\u00e4llen m\u00f6glich.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>\u00bbEin der Bahnzweckbestimmung \u2013 gesetzlich \u2013 gleichwertiger Rang der Wohnungsbauziele des Landes Berlin ist vorliegend nicht feststellbar.\u00ab<\/p>\n<p>Eisenbahn-Bundesamt<\/p><\/blockquote>\n<p>Klimakrise und Kriegsgefahr<\/p>\n<p>Das Eisenbahn-Bundesamt sei \u00bbangesichts des durch fortschreitende Erderw\u00e4rmung und Kriegsgefahr in Europa ausgel\u00f6sten Handlungsdrucks nicht davon \u00fcberzeugt, dass das antragsgegenst\u00e4ndliche Areal des Gbf K\u00f6penick keinerlei sch\u00fctzenswertes Entwicklungspotential f\u00fcr Bahnverkehrszwecke mehr aufzuweisen h\u00e4tte\u00ab, hei\u00dft es im Bescheid.<\/p>\n<p>Und: \u00bbEin der Bahnzweckbestimmung \u2013 gesetzlich \u2013 gleichwertiger Rang der Wohnungsbauziele des Landes Berlin ist vorliegend nicht feststellbar.\u00ab Das Eisenbahn-Bundesamt habe \u00bbdie mit der Entwicklungsverordnung verfolgten Wohnungsbauziele ber\u00fccksichtigt und in die Abw\u00e4gung eingestellt und kommt zu der \u00dcberzeugung, dass diese ohne die n\u00f6tige gesetzliche Fixierung kein \u00fcberwiegendes Interesse begr\u00fcnden\u00ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Amt ist auch nicht ausschlaggebend, dass die Deutsche Bahn\u2005AG erkl\u00e4rt hat, keinen Bedarf mehr f\u00fcr die Fl\u00e4chen zu sehen, und auch einen entsprechenden Vertrag mit dem Land Berlin geschlossen hat. Das \u00bbVerkehrsbed\u00fcrfnis\u00ab des Bundes, das mit der Gesetzesversch\u00e4rfung zum Ausdruck k\u00e4me, sei von abstrakt-generellem verkehrspolitischem Charakter und \u00bbvon gesch\u00e4ftlichen Entscheidungen oder \u203aWillens\u00e4u\u00dferungen\u2039 des Vorstands der DB\u2005AG g\u00e4nzlich unabh\u00e4ngig\u00ab erl\u00e4utert die Beh\u00f6rde und verweist auf die \u00bberwiesenerma\u00dfen oft fehlsame\u00ab Markteinsch\u00e4tzung der Deutschen Bahn.<\/p>\n<p>Bauprojekt Pankower Tor und weitere ebenfalls betroffen<\/p>\n<p>Die Gesetzeslage stellt auch die z\u00fcgige <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188719.wohnungsbau-stadtquartiere-in-berlin-bauen-irgendwann-vielleicht.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188719.wohnungsbau-stadtquartiere-in-berlin-bauen-irgendwann-vielleicht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Realisierung weiterer Berliner Wohnungsbauprojekte<\/a> infrage. Das prominenteste d\u00fcrfte das ebenfalls auf einem ehemaligen G\u00fcterbahnhofsgel\u00e4nde gelegene Projekt Pankower Tor mit 2000 vorgesehenen Wohnungen sein. F\u00fcr die Fl\u00e4che zwischen den S-Bahnh\u00f6fen Pankow und Pankow-Heinersdorf ist noch kein Antrag auf \u00bbFreistellung von Eisenbahnbetriebszwecken\u00ab, wie es offiziell hei\u00dft, gestellt worden. <\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr die in fr\u00fchen Planungsphasen befindlichen neuen Stadtquartiere Stadteingang West (zwischen den S-Bahnh\u00f6fen Westkreuz und Grunewald) und Karower Kreuz (an der Kreuzung von Berliner Eisenbahn-Au\u00dfenring und Stettiner Bahn von Berlin Richtung Bernau) sowie f\u00fcr das Projekt Hertzallee Nord (am Bahnhof Zoo).<\/p>\n<p>Noch nicht beschieden sind die bereits seit bis zu zehn Jahren laufenden Antr\u00e4ge f\u00fcr Fl\u00e4chen des ehemaligen G\u00fcterbahnhofs Wilmersdorf (zwischen den S-Bahnh\u00f6fen Innsbrucker Platz und Bundesplatz) sowie s\u00fcdlich der Ringbahn zwischen den S-Bahnh\u00f6fen Neuk\u00f6lln und Hermannstra\u00dfe, wobei dieses Projekt des windigen Immobilieninvestors Aggregate Holdings wegen der Insolvenz der vier Projektgesellschaften im Sommer 2024 sowieso in den Sternen steht.<\/p>\n<p>Diese Angaben stammen aus der Antwort der Senatsbauverwaltung auf eine Schriftliche Anfrage der j\u00fcngst in den Bundestag gewechselten Linke-Abgeordneten Katalin Gennburg vom Januar. Bis Ende April war sie Sprecherin f\u00fcr Stadtentwicklung der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus. Offen bleibt dabei jedoch, wie gro\u00df die entsprechenden Fl\u00e4chen sind, welchen Anteil sie an dem angedachten Bauland und welchen Einfluss somit auf die Realisierbarkeit der Projekte haben.<\/p>\n<p>Auch die TVO kommt nicht weiter<\/p>\n<p>Der Bescheid des Eisenbahn-Bundesamtes zum G\u00fcterbahnhof K\u00f6penick wirft auch ein Schlaglicht darauf, dass ein Planfeststellungsbeschluss der von der Senatsverkehrsverwaltung forcierten <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188606.verkehr-berlin-tvo-wird-teurer-n-um-das-zehnfache.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188606.verkehr-berlin-tvo-wird-teurer-n-um-das-zehnfache.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hochleistungsstra\u00dfe TVO durch die Wuhlheide<\/a> vorl\u00e4ufig nicht zu erwarten ist. Zumindest solange die Bundesebene das Allgemeine Eisenbahngesetz nicht \u00e4ndert. Auch hier m\u00fcssten Bahnfl\u00e4chen entwidmet werden. Im Mobilit\u00e4tsausschuss des Abgeordnetenhauses hatte die Verwaltung im Juli 2024 versucht, das als handhabbaren Verwaltungsakt abzutun.<\/p>\n<p>Bemerkenswert sind im Bescheid die juristischen Hinweise, wie das Land Berlin gesetzlich die Voraussetzungen schaffen k\u00f6nnte, um doch eine Entwidmung der Bahnfl\u00e4chen f\u00fcr Wohnbauzwecke zu erreichen.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/305737\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Wohnraumversorgungsgesetz w\u00fcrde helfen<\/p>\n<p>Die Landesgesetzgebung auf dem Gebiet des allgemeinen \u00f6ffentlichen Wohnungswesens sei seit 2006 allein Sache des Abgeordnetenhauses und des Senats von Berlin, hei\u00dft es im Bescheid. Diese h\u00e4tten somit die M\u00f6glichkeit, \u00bbdas ihnen auf diesem Gebiet im Gesetzgebungswege M\u00f6gliche zu tun\u00ab. Es m\u00fcsste gesetzlich die allgemeine Wohnraumversorgung als \u00f6ffentliche Aufgabe beschlossen und geregelt werden. Nicht nur abstrakt, sondern konkret wirksam und dauerhaft dem Gemeinwohl dienlich, so l\u00e4sst sich aus den Ausf\u00fchrungen herauslesen.<\/p>\n<p>Der zugrunde liegende Stadtentwicklungsplan Wohnen wolle \u00bbausweislich seiner Selbstbeschreibung allenfalls \u203aImpulsgeber\u2039 und zugleich m\u00f6glichst genaue \u203aZustandsbeschreibung\u2039 einer fortlaufenden Entwicklung sein\u00ab, wird im Bescheid beschrieben. Darin ersch\u00f6pfe sich seine Aufgabe aber auch schon, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>Das Amt weist auch die Argumentation des Senats in einem Anwaltsschreiben von Juli 2024 zur\u00fcck, \u00bbdass die Schaffung von Wohnraum \u203aVerfassungsrang\u2039, und damit ein \u203abesonderes\u2039 Gewicht in der Abw\u00e4gung habe\u00ab. Artikel\u200528 der Berliner Verfassung erkl\u00e4re \u00bbgerade nicht die Schaffung von Wohnraum, sondern lediglich deren F\u00f6rderung zum Staatsziel\u00ab.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/2040\/305724\" title=\"Bild gro\u00df anzeigen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img305724\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/305724\" alt=\"Siegerentwurf f\u00fcr das Wohnquartier Ehemaliger G\u00fcterbahnhof K\u00f6penick: So soll es nach den Vorstellungen des Senats entlang der S-Bahnlinie 3 zwischen den Stationen K\u00f6penick und Hirschgarten mal aussehen.\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>Siegerentwurf f\u00fcr das Wohnquartier Ehemaliger G\u00fcterbahnhof K\u00f6penick: So soll es nach den Vorstellungen des Senats entlang der S-Bahnlinie 3 zwischen den Stationen K\u00f6penick und Hirschgarten mal aussehen.<\/p>\n<p>Foto: ADEPT &amp; Karres en Brands mit PGT Umwelt &amp; Verkehr<\/p>\n<p>\u00bbDie \u00f6ffentliche Hand entfaltet in Berlin keine eigene Wohnungsneubaut\u00e4tigkeit. Anders als in den 1920er, 1930er Jahren baut Berlin nicht mehr selbst, sondern erm\u00f6glicht \u00fcber \u00f6ffentliches Baurecht und \u00f6ffentliche Wohnungsbauf\u00f6rderung, dass Private Wohnungen bauen. Alle Erwartungen des Senats richten sich denn auch auf die private Immobilienwirtschaft. Diese m\u00f6ge sich der Aufgabe annehmen\u00ab, hei\u00dft es weiter. <\/p>\n<p>Auch Landeseigene sind Privatunternehmen<\/p>\n<p>F\u00fcr die sechs in Privatrechtsform gef\u00fchrten <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190271.stadtentwicklung-wie-kann-berlin-mehr-wohnungen-bauen.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190271.stadtentwicklung-wie-kann-berlin-mehr-wohnungen-bauen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">landeseigenen Wohnungsunternehmen<\/a> gelte dasselbe, so das Eisenbahn-Bundesamt. \u00bbSie sind Teil der freien Wohnungsprivatwirtschaft, da es sich bei ihnen weder um kommunale Eigenbetriebe, noch anderweitig durch \u00f6ffentliches Recht dem Gemeinwohl verbundene \u00f6ffentliche Unternehmen handelt\u00ab, hei\u00dft es im Bescheid.<\/p>\n<p>Die Unionsfraktion im Bundestag hatte bereits im vergangenen Jahr ein Gesetzgebungsverfahren f\u00fcr eine \u00c4nderung des Paragrafen\u200523 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes angesto\u00dfen. Bei einer Anh\u00f6rung des Verkehrsausschusses dazu im Dezember 2024 war auch Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) geladen.<\/p>\n<p>Verkehrssenatorin klagt im Bundestag<\/p>\n<p>Berlin habe \u00bbdas Schneller-Bauen-Gesetz auf den Weg gebracht, damit wir wirklich ins Bauen kommen, und zwar schnell ins Bauen kommen\u00ab, sagte Bonde damals. Man stelle allerdings fest, \u00bbdass die Wohnungsbauma\u00dfnahmen, die wir dringend ben\u00f6tigen, durch das Eisenbahn-Bundesamt \u203aon hold\u2039 gesetzt sind\u00ab. <\/p>\n<p>Das Amt erkenne nur ein h\u00f6heres, noch dar\u00fcber hinaus gehendes \u00f6ffentliches Interesse jenseits von Eisenbahn-Infrastruktur an, \u00bbwenn dieses gesetzlich geregelt ist\u00ab, so Bonde weiter. Das gelte auch f\u00fcr die Tangentialstra\u00dfe TVO. Bitter beklagte sie: \u00bbDa werden keine Interessen abgewogen, sondern die Schieneninfrastruktur steht immer an erster Stelle.\u00ab<\/p>\n<p>Die aktuelle Koalition aus CDU und SPD scheint jedoch keinerlei Interesse zu haben, die allgemeine Wohnraumversorgung als \u00f6ffentliche Aufgabe gesetzlich auf Landesebene festzulegen. Diese M\u00f6glichkeit hat das Eisenbahn-Bundesamt ja schlie\u00dflich angedeutet.<\/p>\n<p>G\u00fcter geh\u00f6ren auf die Bahn<\/p>\n<p>Im Bescheid nennt das Amt jedoch gute Gr\u00fcnde, warum Eisenbahnfl\u00e4chen nicht, wie bisher oft geschehen, bedenkenlos entwidmet werden sollten. Das K\u00f6penicker Areal erscheine \u00bbau\u00dfer f\u00fcr sp\u00e4testens seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine Ende Februar 2022 nicht auszuschlie\u00dfende potentielle milit\u00e4rische oder r\u00fcstungsindustrielle G\u00fcterverkehrsbedarfe auch f\u00fcr rein zivile Verkehrsbedarfe der Bahn pr\u00e4destiniert\u00ab.<\/p>\n<p>Neben \u00bbabsehbar weiterem Bedarf an ortsnahen Abstellanlagen f\u00fcr den Personennah- und Fernverkehr\u00ab seien dies \u00bbvor allem Bedarfe des \u00f6rtlichen G\u00fcterwirtschaftsverkehrs\u00ab. Gerade der schwere G\u00fcterstra\u00dfenverkehr im urbanen Raum trage \u00fcberproportional zum vorzeitigen Verschlei\u00df und Werteverzehr der Stra\u00dfeninfrastruktur bei.<\/p>\n<p>\u00bbGetrieben durch die Entwicklungen im E-Commerce ver\u00e4ndern sich Wirtschaftsverkehr und Logistik. Ein wachsendes Verkehrsaufkommen im Lieferverkehr belastet den urbanen Raum. Die Herausforderungen werden sich auch in den n\u00e4chsten Jahren weiter versch\u00e4rfen, da der Anteil kleinteiliger Sendungen voraussichtlich weiter steigen und der Lieferverkehr im urbanen Raum zunehmen wird\u00ab, stellt die Beh\u00f6rde fest.<\/p>\n<p>Bundesamt lobt Mobilit\u00e4tsgesetz<\/p>\n<p>Wirtschaftsverkehr und Logistik seien heute zumeist nur wenig spezifisch an das st\u00e4dtische Umfeld angepasst. F\u00fcr eine bessere Vertr\u00e4glichkeit der urbanen Logistik seien neue Ans\u00e4tze notwendig. \u00bbG\u00fcter geh\u00f6ren wieder auf die Schiene\u00ab, so die klare Ansage des Eisenbahn-Bundesamtes.<\/p>\n<p>Die Sicherung und Erhaltung der urbanen Verkehrsinfrastruktur des Wirtschaftsverkehrs in Umfang, Zustand und Nutzbarkeit sei eine der Kernherausforderungen in Berlin und der gesamten Hauptstadtregion. \u00bbHierf\u00fcr gilt es, eine leistungsf\u00e4hige, zukunftssichere Infrastruktur des Schieneng\u00fcterverkehrs zu sichern\u00ab, hei\u00dft es im Bescheid. Das Eisenbahn-Bundesamt nehme die im Berliner Intergrierten Wirtschaftsverkehrskonzept \u00bbso zutreffend formulierte Gemeinschaftsaufgabe\u00ab, die im Berliner Mobilit\u00e4tsgesetz angelegt sei, \u00bbim Rahmen seiner Befugnisse und Kompetenzen ernst\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Au\u00dfenstelle des Eisenbahn-Bundesamtes in Berlin-Steglitz Foto: IMAGO\/Sch\u00f6ning Berlin wird vorl\u00e4ufig nur den Bau von etwas \u00fcber der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":115141,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,2227,296,1937,29,30,1940,1938,5917,1888,1463],"class_list":{"0":"post-115140","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-bahnverkehr","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-treptow-koepenick","18":"tag-verkehrspolitik","19":"tag-wohnen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114517586077041933","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115140","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115140"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115140\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/115141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115140"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115140"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115140"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}