{"id":1151696,"date":"2026-07-08T11:42:20","date_gmt":"2026-07-08T11:42:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151696\/"},"modified":"2026-07-08T11:42:20","modified_gmt":"2026-07-08T11:42:20","slug":"wie-kommt-man-in-hamburg-an-eine-wohnung-bei-einer-genossenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1151696\/","title":{"rendered":"Wie kommt man in Hamburg an eine Wohnung bei einer Genossenschaft?"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/genossenschaftenhamburg-102.webp\" alt=\"Blumentopf auf Balkon im Hintergrund Mehrfamilienh\u00e4user aus Backstein\" title=\"Blumentopf auf Balkon im Hintergrund Mehrfamilienh\u00e4user aus Backstein | NDR Screenshot\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Wie kann man sich auf eine Genossenschaftswohnung bewerben? (1 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 08.07.2026 12:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Eine sch\u00f6ne, g\u00fcnstige Wohnung in Hamburg gleicht einem Lottogewinn. Einen deutlichen Vorteil hat, wer Mitglied in einer der Genossenschaften ist. Aber wie kommt man an eine Genossenschaftswohnung &#8211; auch ohne Mitgliedschaft? Eine Anfrage von NDR Hamburg bei den Genossenschaften in der Hansestadt liefert Antworten.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Lisa Ei\u00dffeldt<\/p>\n<p class=\"\">In Hamburg stellen die rund 30 Genossenschaften ihren Mitgliedern insgesamt 135.000 Wohnungen zur Verf\u00fcgung. Und das zu g\u00fcnstigen Konditionen: 7,61 Euro kostet der Quadratmeter durchschnittlich.<\/p>\n<p>    Genossenschaften: Auch Nicht-Mitglieder haben Chancen<\/p>\n<p class=\"\">Genossenschaften bieten freie Wohnungen vorrangig ihren Bestandsmitgliedern an. Erst wenn von dieser Seite kein Interesse besteht, haben externe Bewerberinnen und Bewerber Chancen &#8211; und die stehen gar nicht mal so schlecht. Laut dem Verein &#8222;Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e.V.&#8220; gehen 40 Prozent der Genossenschaftswohnungen an Nicht-Mitglieder beziehungsweise Neu-Mitglieder. Je nach Genossenschaft sind es sogar noch mehr. Die &#8222;Baugenossenschaft Hamburger Wohnen&#8220; gibt an, 50 Prozent ihrer Wohnungen an Neu-Mitglieder zu vergeben. Der &#8222;Eisenbahnbauverein Harburg eG&#8220; sch\u00e4tzt, dass es rund 60 Prozent sind. Bei der &#8222;mgf Gartenstadt Farmsen eG&#8220; sind es den Angaben zufolge sogar 80 Prozent.<\/p>\n<p class=\"\">Wer eine Wohnung sucht, kann sich online registrieren. Einige Genossenschaften bieten auf ihren Internetseiten entsprechende Mietinteressentenformulare an. Aus Datenschutzgr\u00fcnden m\u00fcssen diese Gesuche oft alle paar Monate erneuert werden.<\/p>\n<p>    Chancen vor allem in Randlagen<\/p>\n<p class=\"\">Chancen hat vor allem, wer auch bereit ist, in weniger attraktive Stadtteile zu ziehen. &#8222;In besonders begehrten Stadtteilen wie Eimsb\u00fcttel oder der Neustadt m\u00fcssen selbst Mitglieder h\u00e4ufig l\u00e4ngere Wartezeiten in Kauf nehmen&#8220;, so Matthias Sa\u00df von der &#8222;Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft&#8220;, der auch Vorstandsvorsitzender des Vereins Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ist. &#8222;In anderen Lagen bestehen hingegen durchaus Chancen, auch kurzfristig eine Wohnung zu erhalten.&#8220; So nimmt auch die &#8222;altoba&#8220; aktuell nur Mietgesuche von Nicht-Mitgliedern f\u00fcr die Regionen Lurup, Niendorf, Osdorf, Schnelsen und Steilshoop entgegen.<\/p>\n<p>    Wer passt am besten zur verf\u00fcgbaren Wohnung?<\/p>\n<p class=\"\">Bei der Vergabe z\u00e4hlt laut dem Verein Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften nicht allein das Einkommen, sondern vor allem, welcher Haushalt am besten zu der konkret verf\u00fcgbaren Wohnung passt. So w\u00fcrden Vier-Zimmer-Wohnungen in der Regel vorrangig an Familien mit zwei Kindern vermietet und nicht an Paare ohne Kinder. Pers\u00f6nliche Vorsprachen in den Gesch\u00e4ftsstellen erh\u00f6hen die Chancen auf eine bevorzugte Ber\u00fccksichtigung hingegen nicht. Ma\u00dfgeblich seien vielmehr das Datum der Antragstellung und die jeweiligen Vermietungsrichtlinien.<\/p>\n<p>    Kooperation mit Plattform Immomio<\/p>\n<p class=\"\">Einige Genossenschaften arbeiten mit der Plattform Immomio zusammen. Dort k\u00f6nnen Interessentinnen und Interessenten Eckdaten wie die gew\u00fcnschte Wohnungsgr\u00f6\u00dfe hinterlegen. Wenn etwas Passendes frei wird, erhalten sie eine E-Mail. Die Plattform Immomio ermittle dabei f\u00fcr jeden Interessenten ein Scoring, so Ulrich Stallmann von der &#8222;Waldd\u00f6rfer Wohnungsbaugenossenschaft&#8220;. Daran orientiere man sich bei der Auswahl.<\/p>\n<p>    Geringe Fluktuation: Geduld gefragt<\/p>\n<p class=\"\">Auch wenn Chancen f\u00fcr externe Bewerberinnen und Bewerber existieren &#8211; bei der Suche nach einer Genossenschaftswohnung ist Geduld gefragt. Das liegt daran, dass Mitglieder nur selten umziehen. &#8222;Im Durchschnitt wohnen unsere Mitglieder rund 16 Jahre in ihrer Wohnung, viele auch deutlich l\u00e4nger&#8220;, so Friederike Sterling von der &#8222;Baugenossenschaft Hamburger Wohnen&#8220;. Auch die \u00fcbrigen Genossenschaften nennen \u00e4hnliche Zeitspannen.<\/p>\n<p>    In einigen Stadtteilen wird neu gebaut<\/p>\n<p class=\"\">Auch wenn das Umfeld f\u00fcr Neubauten gerade nicht einfach ist: Einige Genossenschaften investieren weiterhin in die Vergr\u00f6\u00dferung ihres Bestands. Die &#8222;Baugenossenschaft Hamburger Wohnen&#8220; baut in Barmbek gerade 59 neue Wohnungen mit bis zu sechs Zimmern, fast alle \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert. Sie sind voraussichtlich Anfang 2027 bezugsfertig. S\u00fcdlich der Elbe baut der &#8222;Eisenbahnbauverein Harburg&#8220; gerade 95 neue Wohnungen in der Bremer Stra\u00dfe in Harburg.<\/p>\n<p>    Familienmitglieder in der Regel willkommen<\/p>\n<p class=\"\">M\u00f6glicherweise lohnt es sich f\u00fcr Menschen auf Wohnungssuche auch zu pr\u00fcfen, ob Eltern oder Gro\u00dfeltern bereits Genossenschaftsmitglieder sind. Oft k\u00f6nnen Kinder, Enkelinnen und Enkel als Mitglieder aufgenommen werden.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/altbauwohnungen-104.webp\" alt=\"Altbauwohnungen in Hamburg.\" title=\"Altbauwohnungen in Hamburg. | picture alliance \/ Bildagentur-online\/Joko | Bildagentur-online\/Joko\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Wer ohne Erlaubnis umbaut, riskiert bisher ein Bu\u00dfgeld von bis zu 30.000 Euro. Das sei zu wenig, finden SPD und Gr\u00fcne in Hamburg.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/haeuser180.webp\" alt=\"Eine H\u00e4userzeile mit Mehrfamilienh\u00e4usern in einer Stadt\" title=\"Eine H\u00e4userzeile mit Mehrfamilienh\u00e4usern in einer Stadt | Fotolia, Kara\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Eine Studie zur Wohnsituation in Hamburg zeigt: Viele Mieter erwarten einen starken Anstieg. Dabei gibt jeder Sechste schon jetzt zu viel Geld f\u00fcrs Wohnen aus. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/wohnungsbau-282.webp\" alt=\"Zwei Baukr\u00e4ne sind an verschiedenen Baustellen in der Hafencity zu sehen.\" title=\"Zwei Baukr\u00e4ne sind an verschiedenen Baustellen in der Hafencity zu sehen. | picture alliance\/dpa | Christian Charisius\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Im Vergleich zu 2024 ist das ein R\u00fcckgang von 28 Prozent. Stadtentwicklungssenatorin Pein begr\u00fcndet das durch zeitversetzte Auswirkungen der Baukrise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Wie kann man sich auf eine Genossenschaftswohnung bewerben? 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