{"id":115170,"date":"2025-05-16T13:01:09","date_gmt":"2025-05-16T13:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115170\/"},"modified":"2025-05-16T13:01:09","modified_gmt":"2025-05-16T13:01:09","slug":"falls-vergleich-scheitert-bayer-erwaegt-insolvenz-fuer-monsanto-um-glyphosat-klaeger-loszuwerden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115170\/","title":{"rendered":"Falls Vergleich scheitert: Bayer erw\u00e4gt Insolvenz f\u00fcr Monsanto, um Glyphosat-Kl\u00e4ger loszuwerden"},"content":{"rendered":"<p>                    Falls Vergleich scheitert<br \/>\n                Bayer erw\u00e4gt Insolvenz f\u00fcr Monsanto, um Glyphosat-Kl\u00e4ger loszuwerden<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Max Borowski<br \/>\n\t\t\t\t              16.05.2025, 13:33 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die \u00dcbernahme von Monsanto ist f\u00fcr Bayer ein Debakel. Zehntausende Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat sind weiter anh\u00e4ngig, das finanzielle Risiko ist nicht absehbar. F\u00fcr den Fall, dass ein Vergleich mit einem Gro\u00dfteil der Kl\u00e4ger scheitert, arbeitet Bayer einem Bericht zufolge an einem Plan B. <\/strong><\/p>\n<p>Bayer spielt Pl\u00e4ne durch, die US-Tochter Monsanto in die Insolvenz zu schicken. Damit k\u00f6nnte der deutsche Pharma- und Agrarkonzern m\u00f6glicherweise milliardenschwere Schadenersatzanspr\u00fcche im Zusammenhang mit dem Monsanto-Unkrautvernichter Glyphosat loswerden. Das berichtet das &#8222;Wall Street Journal&#8220; unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach erw\u00e4gt Bayer ein entsprechendes Vorgehen f\u00fcr den Fall, dass ein angestrebter Vergleich mit Tausenden mutma\u00dflich durch Glyphosat gesch\u00e4digten Kl\u00e4gern in den USA scheitert. <\/p>\n<p>   <a title=\"BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/boersenkurse\/aktien\/bayer-DE000BAY0017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1747400469_1_chartNG.gfn\" alt=\"Bayer\" class=\"lazyload\"\/>   <strong>Bayer<\/strong>  23,14  <\/a>  <\/p>\n<p>Der Wirkstoff Glyphosat, der in den USA in Produkten mit dem Markennamen Roundup verkauft wird, steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Bayer bestreitet das. Auch von den Beh\u00f6rden in den USA und in anderen L\u00e4ndern wird Glyphosat nicht als krebserregend eingestuft. Dennoch musste Bayer bisher schon rund 10 Milliarden Dollar (ungef\u00e4hr 8,9 Milliarden Euro) im Rahmen der Glyphosat-Prozesse zahlen. \u00dcber 67.000 F\u00e4lle sind noch anh\u00e4ngig. Daf\u00fcr hat der Konzern 5,9 Milliarden US-Dollar an R\u00fcckstellungen gebildet.<\/p>\n<p>Zuletzt verurteilte ein Gericht im US-Bundesstaat Georgia das Unternehmen zur Zahlung von mehr als zwei Milliarden Dollar an einen Kl\u00e4ger, der angab, durch Roundup an Krebs erkrankt zu sein. Bayer hat Berufung dagegen eingelegt. Ein Gro\u00dfteil der weiteren Klagen ist derzeit bei einem Gericht im Bundesstaat Missouri anh\u00e4ngig. Dort strebt Bayer einen Vergleich an. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, dass dieser Vergleich nicht gelingt und die finanziellen Lasten durch die Glyphosat-Klagen unabsehbar bleiben, k\u00e4me laut &#8222;Wall Street Journal&#8220; eine Insolvenz f\u00fcr Monsanto in Betracht. Demzufolge hat Bayer bereits eine Anwaltskanzlei und eine Beratungsfirma engagiert, die diesen Plan pr\u00fcfen. Das Unternehmen wollte sich der Zeitung gegen\u00fcber nicht \u00e4u\u00dfern. <\/p>\n<p>Mit einem Insolvenzverfahren nach US-Recht w\u00fcrde sich das Unternehmen etwa vor Forderungen seiner Gl\u00e4ubiger sch\u00fctzen. Auch der Unternehmenseigent\u00fcmer verliert in dem Verfahren in der Regel seine Anspr\u00fcche an die Firma. In den vergangenen Jahren haben mehrere Konzerne in den USA gezielt Insolvenz f\u00fcr Tochterunternehmen angemeldet, um Schadensersatzanspr\u00fcche loszuwerden. Dieses Vorgehen ist juristisch hochumstritten und kann ebenfalls jahrelange Gerichtsprozesse nach sich ziehen. <\/p>\n<p>Ist Bayer mit diesem Plan erfolgreich, w\u00e4re das verlustreiche Kapitel Monsanto f\u00fcr die Leverkusener damit abgeschlossen. Die 63 Milliarden Dollar, die Bayer bei der \u00dcbernahme f\u00fcr den US-Konkurrenten bezahlte, haben sich bereits in Luft aufgel\u00f6st. Der Gesamtschaden liegt sogar weiter dar\u00fcber: Als Bayer die \u00dcbernahme im Juni 2018 vollzog, war der Konzern an der B\u00f6rse gut 100 Milliarden Euro wert. Heute sind davon noch gut 25 Milliarden \u00fcbrig. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Falls Vergleich scheitert Bayer erw\u00e4gt Insolvenz f\u00fcr Monsanto, um Glyphosat-Kl\u00e4ger loszuwerden Von Max Borowski 16.05.2025, 13:33 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":115171,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[6605,175,170,169,29,30,6640,171,174,8818,20882,173,172,55],"class_list":{"0":"post-115170","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-bayer","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-glyphosat","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-monsanto","18":"tag-schadenersatz","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114517644635651815","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115170"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115170\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/115171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}