{"id":1153271,"date":"2026-07-09T03:01:15","date_gmt":"2026-07-09T03:01:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1153271\/"},"modified":"2026-07-09T03:01:15","modified_gmt":"2026-07-09T03:01:15","slug":"muenchen-quantum-diamonds-erhaelt-foerderung-aus-dem-european-chips-act","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1153271\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen | Quantum Diamonds erh\u00e4lt F\u00f6rderung aus dem European Chips Act"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen (dpa) &#8211; Das junge M\u00fcnchner Halbleiter-Unternehmen Quantum Diamonds hat eine beachtliche Finanzierung in H\u00f6he von 91 Millionen Euro an Land gezogen. Das 2022 gegr\u00fcndete Start-up will damit eine Technologie zur Serienreife f\u00fchren, die ein enormes Problem der modernen Elektronikwelt l\u00f6st &#8211; den versteckten Ausschuss bei der Produktion von Hochleistungs-Chips.<\/p>\n<p>Die Finanzierungsrunde setzt sich aus zwei Teilen zusammen: 15 Millionen Euro frisches Eigenkapital kommen von privaten Investoren, angef\u00fchrt vom Nachhaltigkeitsfonds World Fund sowie Bayern Kapital und bestehenden Partnern. Der L\u00f6wenanteil von 76 Millionen Euro stammt jedoch aus staatlichen F\u00f6rdermitteln. Diese werden auf EU-Ebene im Rahmen des \u00abEuropean Chips Act\u00bb bereitgestellt &#8211; einem europ\u00e4ischen Programm, das die Abh\u00e4ngigkeit von asiatischen und amerikanischen Chipfabriken verringern soll.<\/p>\n<p>Quantum Diamond ist das erste Start-up \u00fcberhaupt, das diese prestigetr\u00e4chtige Fertigungsf\u00f6rderung erh\u00e4lt. Die Ausgr\u00fcndung aus der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) spielt damit in einer Liga mit Branchenriesen wie Carl Zeiss oder GlobalFoundries.<\/p>\n<p>Das Millionen-Problem im Nanokosmos<\/p>\n<p>Moderne Mikrochips &#8211; wie sie in Smartphones, Autos oder f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) ben\u00f6tigt werden &#8211; sind hochkomplexe, dreidimensionale Landschaften im Miniaturformat. Bei der Herstellung werden Milliarden winzigster Schaltkreise \u00fcbereinander geschichtet. Das Problem: Herk\u00f6mmliche Pr\u00fcfger\u00e4te k\u00f6nnen nicht in diese tiefen Schichten blicken. Bleibt ein Defekt unbemerkt, ist der gesamte Chip unbrauchbar.<\/p>\n<p>In der Halbleiterindustrie entscheidet die Ausbeute, also der Prozentsatz der funktionierenden Chips pro Produktionsscheibe, \u00fcber Gewinn und Verlust. Kann ein Hersteller die Ausbeute bei einem stark nachgefragten Chip um nur einen einzigen Prozentpunkt steigern, spart das oft mehrere Millionen Euro &#8211; und das pro Woche. Genau hier setzt die Firma aus M\u00fcnchen an.<\/p>\n<p>Wie funktioniert die Quanten-Inspektion?<\/p>\n<p>Die Technologie von Quantum Diamonds klingt nach Science-Fiction, ist aber bereits Realit\u00e4t. Das Unternehmen nutzt k\u00fcnstlich hergestellte Diamanten, die absichtlich winzige atomare Baufehler aufweisen. Diese Fehler reagieren extrem empfindlich auf magnetische Felder. Da jeder flie\u00dfende Strom ein Magnetfeld erzeugt, funktioniert das System wie ein hochempfindliches Quanten-Mikroskop: Es macht die Str\u00f6me im Inneren des Chips sichtbar, ohne diesen zu zerst\u00f6ren. Fehler im Nanobereich k\u00f6nnen so in Sekundenschnelle pr\u00e4zise in Lage und Tiefe geortet werden.<\/p>\n<p>Mit dem Geld aus der Finanzierungsrunde wollen die Gr\u00fcnder Kevin Berghoff (CEO) und Fleming Bruckmaier (CTO) das Ingenieursteam in M\u00fcnchen innerhalb des n\u00e4chsten Jahres mehr als verdoppeln. Derzeit besch\u00e4ftigt das Start-up erst 70 Mitarbeiter. Zudem flie\u00dft Geld direkt in die Heimatregion: Noch in diesem Jahr soll der erste Abschnitt einer neuen, insgesamt 152 Millionen Euro teuren Produktionsst\u00e4tte in M\u00fcnchen er\u00f6ffnet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen (dpa) &#8211; Das junge M\u00fcnchner Halbleiter-Unternehmen Quantum Diamonds hat eine beachtliche Finanzierung in H\u00f6he von 91 Millionen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1153272,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,11600,5308,29,663,30,14509,59472,198,1268],"class_list":["post-1153271","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-chips","tag-computer","tag-deutschland","tag-europa","tag-germany","tag-halbleiter","tag-informationstechnologie","tag-internet","tag-muenchen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116887794039252345","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1153271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1153271"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1153271\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1153272"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1153271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1153271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1153271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}