{"id":115357,"date":"2025-05-16T14:41:16","date_gmt":"2025-05-16T14:41:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115357\/"},"modified":"2025-05-16T14:41:16","modified_gmt":"2025-05-16T14:41:16","slug":"mozarts-don-giovanni-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115357\/","title":{"rendered":"Mozarts Don Giovanni in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEs gibt wenige Opern, die von vorn bis hinten perfekt sind. Don Giovanni geh\u00f6rt dazu\u201c, sagt Wuppertals Generalmusikdirektor (GMD) Patrick Hahn. Er hat die musikalische Leitung bei Wolfgang Amadeus Mozarts weltber\u00fchmter Oper, die am 24.\u00a0Mai im Opernhaus Premiere feiern wird. Das B\u00fchnenbild, ein offener Raum mit einigen T\u00fcren, steht bereits. Soeben hat die erste Durchlaufprobe mit Chor und Solisten stattgefunden. Danach nehmen sich Patrick Hahn und Zachary Wilson Zeit f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch mit der WZ. Die Figur des Don Giovanni ist die Lieblingsrolle von Bariton Zachary Wilson. \u201eJede Note und das Tempo sind perfekt\u201c, sagt er begeistert. Ist Don Giovanni f\u00fcr ihn ein r\u00fccksichtsloser Verbrecher? Der Untertitel \u201eDer bestrafte W\u00fcstling\u201c weist darauf hin. Als \u201eW\u00fcstling\u201c sieht Wilson ihn nicht. \u201eEr ist f\u00fcr mich so, wie ich mir einen Narzissten vorstelle. Er ist kein Psychopath, er sieht vor allem sich selbst, aber er liebt die Frauen und es f\u00e4llt ihm leicht, seine Ziele zu erreichen\u201c, sagt der S\u00e4nger, der die Rolle bereits an anderen H\u00e4usern verk\u00f6rpert hat. Giovanni begehe Schandtaten, aber in intimen Momenten zeige er auch eine Verletzlichkeit. \u201eEr verf\u00fcgt \u00fcber Geld und Status und hat Erfahrung in der Kunst der Verf\u00fchrung, deshalb hat er Erfolg\u201c, erkl\u00e4rt Wilson.<\/p>\n<p>Das Werk hat dramaturgisch <br \/>und musikalisch geniale Kniffe      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas Werk hat dramaturgisch und musikalisch geniale Kniffe. Es gibt viele \u00e4u\u00dferst temporeiche Partien und manchmal scheint die Zeit stehenzubleiben. Es ist eine gelungene Balance\u201c, sagt Patrick Hahn. Um diese Balance perfekt zu gestalten, komme es bei den n\u00e4chsten Proben auf die Feinarbeit an. \u201eBesonders bei Giovanni und Leporello sind es beim Tempo sehr feine Linien. Es muss sehr schnell sein, aber nicht so schnell, dass man es nicht mehr singen kann.\u201c Wenn Giovannis Diener Leporello die mehr als 2000 Liebschaften seines Dienstherren aufz\u00e4hlt, erwartet das Publikum ein bestimmtes Tempo. \u201eEs ist Fluch und Segen zugleich, wenn eine Oper so bekannt ist\u201c, meint der GMD. F\u00fcr ihn ist es das erste Don Giovanni-Dirigat. Es sei dennoch \u201eein alter Bekannter\u201c: \u201eJeder der an der Oper mit Klavier zu tun hat, kennt alle wichtigen Stellen\u201c, sagt Hahn. Er habe sehr gern den Giovanni machen wollen, \u201eweil es ein tolles Ensemblest\u00fcck ist und weil wir ein tolles Ensemble haben\u201c. Die Arbeitsbelastung sei f\u00fcr alle gro\u00df, aber die Stimmung im Haus sei sehr gut. \u201eDie Zusammenarbeit ist menschlich und musikalisch fantastisch. Ich freue mich wahnsinnig darauf, hier \u201emit unserer Familie\u201c zu musizieren\u201c, sagt der GMD.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWenn die Chemie stimmt, ist es toll f\u00fcr das Interagieren auf der B\u00fchne\u201c, best\u00e4tigt Zachary Wilson. Mit Margaux de Valensart als Donna Anna und Edith Grossman als Donna Elvira, Oliver Weidinger (Leporello) Sangmin Jeon (Don Ottavio) und Erik Roussi (Komtur) werden fast alle Rollen von Ensemblemitgliedern \u00fcbernommen. Dass Mozarts Don Giovanni ein \u201eRenner\u201c und ein Meisterwerk ist, kann man an den Spielpl\u00e4nen sehen: Zuletzt gab es ihn in Wuppertal im Jahr 2014 in einer schrill-bunten Fassung. In der Inszenierung 2001 endete der Herzensbrecher sehr blutig. Vor 30 Jahren war ein Don Giovanni in der Regie von Dietrich Hilsdorf zu sehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit Claudia Isabel Martin inszeniert in Wuppertal zum ersten Mal eine Frau das musikalische Drama um den gr\u00f6\u00dften Verf\u00fchrer der Operngeschichte. \u201eJede Zeit erschafft sich einen eigenen Don Giovanni\u201c, sagt die Regisseurin. Sie versetzt Mozarts \u201eheiteres Drama\u201c in die 1970er Jahre. Im Anschluss an die Premiere wird es deshalb eine Premierenfeier im Stil 70er Jahre geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eEs gibt wenige Opern, die von vorn bis hinten perfekt sind. 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