{"id":115440,"date":"2025-05-16T15:23:12","date_gmt":"2025-05-16T15:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115440\/"},"modified":"2025-05-16T15:23:12","modified_gmt":"2025-05-16T15:23:12","slug":"hamburg-ndr-bekommt-einen-neuen-intendanten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115440\/","title":{"rendered":"Hamburg | NDR bekommt einen neuen Intendanten"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Hamburg (dpa) &#8211; Der NDR-Manager und Journalist Hendrik L\u00fcnenborg wird Intendant des Norddeutschen Rundfunks. Der 53-J\u00e4hrige war der einzige Kandidat bei der Wahl und erhielt die notwendige Zweidrittelmehrheit. L\u00fcnenborg verantwortet k\u00fcnftig den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender mit rund 5.000 festen und freischaffenden Mitarbeitern.<\/p>\n<p>Die Wahl beim drittgr\u00f6\u00dften ARD-Sender mit 1,1 Milliarden Euro Jahresbudget aus dem Rundfunkbeitrag (Stand: 2023) stand unter gro\u00dfer Beobachtung, denn es war der zweite Anlauf. Anfang April scheiterte die Intendantenwahl mit einer anderen Kandidatin. Der externen Managerin aus dem Bertelsmann-Kosmos, Sandra Harzer-Kux, hatten am Ende wenige Stimmen gefehlt.<\/p>\n<p>Das NDR-Kontrollgremium Verwaltungsrat schlug sp\u00e4ter L\u00fcnenborg als Alternative vor. Dass es nur einen Kandidaten bei einer Wahl gibt, begr\u00fcndet das Gremium mit den Regeln im NDR-Staatsvertrag. 50 von 53 Stimmen gingen an L\u00fcnenborg. Es gab eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen. Der k\u00fcnftige Intendant sagte nach der Wahl, er sp\u00fcre starken R\u00fcckenwind durch dieses Ergebnis. \u00abIch bin froh und werde mein Bestes geben.\u00bb<\/p>\n<p>Vorg\u00e4nger bot fr\u00fcheren Wechsel an<\/p>\n<p>L\u00fcnenborg kennt den NDR gut, er ist dort seit Jahrzehnten t\u00e4tig. Seit Juli 2023 leitet er das Landesfunkhaus in Hamburg. In fr\u00fcheren Jahren war er auch als Journalist f\u00fcr den NDR t\u00e4tig gewesen. Bereits w\u00e4hrend seines Volontariats habe er jeden Winkel dieses Hauses kennengelernt, sagte L\u00fcnenborg in seiner Bewerbungsrede vor den Rundfunkr\u00e4ten. Und betonte: \u00abIch kenne den NDR sehr, sehr gut.\u00bb Und gerade weil er ihn so gut kenne wisse er, wie er ihn ver\u00e4ndern k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Einen Schwerpunkt will er auf die digitale Ausrichtung des Hauses legen. Um im Digitalen Erfolg zu haben, brauche es schnell neue Formate, zum Beispiel f\u00fcr Plattformen wie Youtube und TikTok. \u00abWir werden einfach schneller sein m\u00fcssen in der Formatentwicklung\u00bb, sagte L\u00fcnenborg.<\/p>\n<p>Der NDR-Mann folgt auf Senderchef Joachim Knuth. Der 66-J\u00e4hrige hatte einen vorzeitigen \u00dcbergang zum 1. September angeboten. Knuth ist seit Januar 2020 NDR-Intendant. Sein Vertrag l\u00e4uft eigentlich regul\u00e4r bis Mitte Januar 2026.<\/p>\n<p>Drei Gr\u00fcnde, warum die neue Personalie so wichtig ist:\u00abTagesschau\u00bb-Familie<\/p>\n<p>Die ARD-Nachrichten-Flaggschiffe \u00abTagesschau\u00bb und \u00abTagesthemen\u00bb werden in Hamburg in NDR-Studios produziert. Daneben wird seit Jahren der Nachrichtensender Tagesschau24 mit Live-Berichterstattung ausgebaut.\u00a0<\/p>\n<p>Der NDR-Chef ist F\u00fcrsprecher f\u00fcr die \u00abTagesschau\u00bb-Marken. Das wird in den n\u00e4chsten Jahren besonders wichtig werden: Ein Kr\u00e4ftemessen mit dem ARD-ZDF-Nachrichtensender Phoenix deutet sich an. Der Rundfunk soll sein Angebot nach Vorgabe der L\u00e4nder st\u00e4rker b\u00fcndeln und den Fokus auf das Internet legen &#8211; es k\u00f6nnte einer von beiden TV-Nachrichtensendern mit klassischem Programm wegfallen. Ob es Phoenix oder Tagesschau24 treffen k\u00f6nnte &#8211; das ist offen.<\/p>\n<p>Regionale Programme &#8211; wo wird gespart?<\/p>\n<p>Das NDR-Sendegebiet liegt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Alle deutschen Bundesl\u00e4nder haben dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk per Staatsvertrag einen Sparkurs verordnet. Es werden Radiosender bei der ARD wegfallen. Welche es trifft, ist noch unklar.<\/p>\n<p>Streit um den Rundfunkbeitrag<\/p>\n<p>ARD und ZDF sind f\u00fcr eine Erh\u00f6hung des Rundfunkbeitrags vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Die Entscheidung steht aus. Haushalte zahlen seit Jahren monatlich 18,36 Euro. Eine unabh\u00e4ngige Finanzkommission hatte ein Plus von 58 Cent auf 18,94 Euro eigentlich ab Januar 2025 empfohlen. Die Bundesl\u00e4nder entscheiden, m\u00fcssen sich aber nach Rechtslage eng an der Empfehlung der Kommission orientieren.\u00a0<\/p>\n<p>Doch vor allem Sachsen-Anhalt und Bayern stemmten sich gegen ein Plus. Die Bundesl\u00e4nder legten gemeinsam fest, dass der Rundfunkbeitrag vorerst nicht steigen solle und verwiesen auf den Sparkurs. ARD und ZDF klagten und betonen, es brauche Planungssicherheit f\u00fcr die Sender.\u00a0<\/p>\n<p>Der NDR-Intendant muss die Wirtschaftspl\u00e4ne in unsicheren Zeiten aufstellen &#8211; ohne zu wissen, wie sich der Rundfunkbeitrag entwickeln wird. Der Senderchef muss wegen seines gro\u00dfen Sendegebiets Kontakt zu gleich mehreren Landesregierungen im Norden halten, um auch dort f\u00fcr die Belange des Rundfunks zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg (dpa) &#8211; Der NDR-Manager und Journalist Hendrik L\u00fcnenborg wird Intendant des Norddeutschen Rundfunks. 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