{"id":1154589,"date":"2026-07-09T15:59:16","date_gmt":"2026-07-09T15:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1154589\/"},"modified":"2026-07-09T15:59:16","modified_gmt":"2026-07-09T15:59:16","slug":"duesseldorf-animal-instincts-in-der-galerie-bengelstraeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1154589\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: &#8222;Animal Instincts&#8220; in der Galerie Bengelstr\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  Tiere sind die Spiegel unserer eigenen Urspr\u00fcnglichkeit. In einer Welt, die zunehmend von Technologie, Beton und strenger Etikette gepr\u00e4gt ist, verk\u00f6rpern sie das, was uns Menschen schleichend abhandenkommt: den reinen Instinkt. Die Ausstellung \u201eAnimal Instincts\u201c in der Galerie Bengelstr\u00e4ter (Hermannstra\u00dfe 23) ist eine Einladung, die Hierarchien zwischen den Arten neu zu \u00fcberdenken. Allzu oft betrachtet der Mensch das Tierreich aus einer Position der \u00dcberlegenheit, als blo\u00dfe Kulisse oder Ressource, und vergisst dabei die fundamentale Gleichwertigkeit aller Kreaturen. \u201eAnimal Instincts\u201c n\u00e4hert sich diesem Spannungsfeld bewusst nicht mit Schwere oder mahnender Bitterkeit, sondern \u00fcber eine Vielfalt v\u00f6llig unterschiedlicher Ans\u00e4tze, zu denen auch Humor und die Ironie z\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Amerikanerin Jenny Marie Day lebt und arbeitet in Santa Fe, New Mexico. Sie besch\u00e4ftigt sich intensiv mit den Ver\u00e4nderungen in der Natur. Ihre Tierdarstellungen sind fast surreal, die Tiere sind zwar sehr pr\u00e4sent, aber doch auch fl\u00fcchtig wie Scheinwesen. Sie dominieren die Natur und die Menschen sind kleine Randerscheinungen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der in Berlin lebende Japaner Ryo Kato, ein Meistersch\u00fcler von Daniel Richter, setzt sich in seinen oft monumentalen und bildgewaltigen Arbeiten mit dem Einwirken des Menschen auf Natur und Tierwelt auseinander. In ganz unterschiedlichen Gewichtungen ist dabei in Teilen noch die harmonische und intakte Natur und Tierwelt zu sehen, aber \u00fcberall dort, wo der Mensch auftaucht, entstehen Chaos und Zerst\u00f6rung \u2013 durch Brand, durch Rodung, durch Waffen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hartmut Kiewert lebt und arbeitet in Leipzig. Seit 2008 setzt er sich mit dem gesellschaftlichen Mensch-Tier-Verh\u00e4ltnis auseinander. In seiner Malerei er\u00f6ffnen sich Gegenbilder zum heutigen, durch Ausbeutung und Verdr\u00e4ngung gekennzeichneten Umgang mit Tieren. Schweine, K\u00fche und H\u00fchner sind aus Mastanlagen und Schlachth\u00f6fen befreit und erobern Parks, Shoppingmalls und Stra\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ralf Koenemann, wohnhaft in Essen, ist im Prinzip ein Portr\u00e4tmaler von Tieren. Aber mit zwei wesentlichen Unterschieden: Er interessiert sich nicht f\u00fcr alle Tiere, sondern nur f\u00fcr gro\u00dfe, m\u00e4chtige, urw\u00fcchsige und ausdrucksstarke wie Elefanten, Nash\u00f6rner, Gorillas oder B\u00e4ren. Und das andere ist: Koenemann m\u00f6chte mit seinen Werken nicht die Natur widerspiegeln. Ihm liegt vielmehr daran, die Tiere so wiederzugeben, wie sie im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Menschen verankert sind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anna Lena Straube, die in Berlin lebt und arbeitet, ist heute eine der wichtigsten realistischen Malerinnen in Deutschland. In ihrem Werk, das aus gro\u00dfen Zyklen von je 20 bis 30 Bildern besteht, greift sie h\u00e4ufig auf Motive oder die Bildsprache vergangener Epochen, um sich mit dieser Distanz ihrem zentralen Thema anzun\u00e4hern \u2013 den vielf\u00e4ltigen Aspekten von Weiblichkeit und den damit verbundenen Emotionen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der in Stuttgart lebende Claude Wall ist eine Mischung aus Maler, Bildhauer und Arrangeur. Er betreibt eine Form der k\u00fcnstlerischen Aneignung, die im Kunstbetrieb selten ist. Er erwirbt auf Flohm\u00e4rkten und Auktionen \u00e4ltere, meist kleine Arbeiten, oft eben auch Tiermotive, und setzt sie als Original in sein Werk ein oder \u00fcberarbeitet sie teilweise oder ganz.<\/p>\n<p class=\"italic richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Info <\/strong>Vernissage ist am Samstag, 11. Juli, um 17 Uhr, die Ausstellung endet am 30. August.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tiere sind die Spiegel unserer eigenen Urspr\u00fcnglichkeit. 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