{"id":1155480,"date":"2026-07-10T00:36:18","date_gmt":"2026-07-10T00:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1155480\/"},"modified":"2026-07-10T00:36:18","modified_gmt":"2026-07-10T00:36:18","slug":"tour-de-france-schon-nach-etappe-6-entschieden-pogacars-solo-am-tourmalet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1155480\/","title":{"rendered":"Tour de France schon nach Etappe 6 entschieden \u2013 Pogacars Solo am Tourmalet"},"content":{"rendered":"<p>Die Tour de France 2026 hat ihre fr\u00fche Vorentscheidung erlebt. Topfavorit Tadej Pogacar fuhr die Konkurrenz auf der sechsten Etappe mit mehr als 4000 H\u00f6henmetern in Grund und Boden. Florian Lipowitz wahrte seine Chance aufs Podium.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Tadej Pogacar preschte mit Blick auf das spektakul\u00e4re Bergpanorama in den Pyren\u00e4en den Schlussanstieg hoch, riss im Zielbereich beide Arme in die H\u00f6he und verneigte sich nach seiner Solo-Show. Bei einer Machtdemonstration w\u00e4hrend der 113. Tour de France hat der Ausnahmefahrer wieder einmal seine ganze Klasse gezeigt und das Gelbe Trikot als Gesamtf\u00fchrender zur\u00fcckerobert \u2013 und das trotz eines Abstands von fast acht Minuten vor Beginn der sechsten Etappe.<\/p>\n<p>Der slowenische Superstar siegte bei der Bergankunft nach der ersten Hochgebirgsetappe samt souver\u00e4ner \u00dcberquerung des ikonischen Col du Tourmalet nach 186,2 Kilometern zwischen Pau und Gavarnie-G\u00e9dre mit mehr als 2:30 Minuten vor seinem Dauerrivalen Jonas Vingegaard und Teamkollege Isaac del Toro. Der deutsche Star Florian Lipowitz wurde Tages-Sechster.<\/p>\n<p>Pogacar von sich selbst beeindruckt<\/p>\n<p>\u201eEin unglaublicher Sieg, einer der s\u00fc\u00dfesten\u201c, sagte Pogacar nach dem Rennen. Er geh\u00f6re zu den Top f\u00fcnf bei seinen Auftritten an der Frankreich-Rundfahrt. Er musste oft an seinen Handbruch am Tourmalet zur\u00fcckdenken, er habe einige \u201eFlashbacks\u201c gehabt. Es ging mir nicht um Sekunden in den Gedanken\u201c, sagte er hinsichtlich des vergr\u00f6\u00dferten Abstands. \u201eIch wollte einfach voll durchfahren.\u201c<\/p>\n<p>Doch Lipowitz musste beobachten, wie der 27 Jahre alte Pogacar alle seine direkten Konkurrenten mit einer explosiven Attacke knapp 45 Kilometer vor dem Ziel am Tourmalet und einer langen Solo-Fahrt abwatschte. Zudem feierte er seinen 23. Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. \u201eBei der Performance kann man nicht viel machen\u201c, sagte Lipowitz in der ARD anerkennend \u00fcber Pogacar. \u201eIch denke, wir m\u00fcssen jetzt um Platz drei fahren.\u201c<\/p>\n<p>Der \u00fcberraschend zwei Tage in Gelb fahrende Torstein Traeen konnte am Tourmalet nicht mehr folgen. Zu allem \u00dcbel st\u00fcrzte der Norweger bei der Abfahrt vom Berg und musste behandelt werden. Doch f\u00fcr den Skandinavier ging es sp\u00e4ter weiter. In der Gesamtwertung liegt Pogacar 2:42 Minuten vor dem D\u00e4nen Vingegaard. Auf dem dritten Rang steht nun der Mexikaner del Toro mit einem Abstand von 3:27 Minuten auf Pogacar. Der deutsche Profi Florian Lipowitz verbesserte sich vom elften auf den siebten Rang \u2013 genau vier Minuten hinter Pogacar.<\/p>\n<p>Emmanuel Macron verfolgt Etappe<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron einen Teil der Etappe mit Tour-Chef Christian Prudhomme verfolgte, demoralisierte der starke Pogacar die Konkurrenz m\u00e4chtig, als immer mehr der Verfolger abrei\u00dfen lassen mussten. Fr\u00fch im Anstieg zum Tourmalet fiel Gelb-Tr\u00e4ger Traeen zur\u00fcck. F\u00fcnf Kilometer vor der Spitze des Tour-Giganten attackierte Pogacar flankiert von Tausenden Fans am Berg und lie\u00df die direkten Konkurrenten hinter sich, darunter Vingegaard und Lipowitz.<\/p>\n<p>Vor allem in der Abfahrt vom Tourmalet konnte Vingegaard nicht folgen und der Abstand wuchs immer weiter. Lipowitz&#8216; Kollege Remco Evenepoel fiel ebenfalls an seinem gef\u00fcrchteten Berg deutlich zur\u00fcck, kam aber sp\u00e4ter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Eindrucksvolles Bergpanorama, Wasserf\u00e4lle, Serpentinenstra\u00dfen: Die Bewohner der Gemeinde Gavarnie-G\u00e9dre kamen zum ersten Mal auf den Geschmack, in ihrer Heimat eine Etappe der Tour zu erleben. Die Radprofis erwartete mit dem Col d&#8217;Aspin auf 1489 Metern und dem Pyren\u00e4en-Giganten Tourmalet \u2013 einem Anstieg der h\u00f6chsten Kategorie mit durchschnittlich 7,3 Prozent Steigung auf 17,1 Kilometern \u2013 zwei anspruchsvolle Herausforderungen.<\/p>\n<p>\u201eMit \u00fcber 4000 H\u00f6henmetern ist die Etappe nat\u00fcrlich ein Brett\u201c, sagte Pogacar-Kollege Nils Politt der ARD. An den Tourmalet hat Lipowitz-Teamkollege Evenepoel keine guten Erinnerungen. Im vergangenen Jahr stieg er auf der 14. Tour-Etappe aus, nachdem er w\u00e4hrend des Anstiegs zum Berg abgeh\u00e4ngt worden war und kurz darauf ersch\u00f6pft die Rundfahrt beendete.<\/p>\n<p>Sprinter wieder im Einsatz<\/p>\n<p>Vor der Etappe war spekuliert worden, inwiefern der viermalige Tour-Champion und Gesamtsieg-Favorit Pogacar seinen Abstand von fast acht Minuten auf den Norweger Traeen verk\u00fcrzen w\u00fcrde. Am ersten kniffligen Anstieg, dem Col d&#8217;Aspin, wurde deutlich, dass das Team von Pogacar den Tagessieg anstrebt.<\/p>\n<p>Am Vortag erlebte Pogacars \u00e4rgster Rivale Vingegaard einen Schreckmoment, als er auf der f\u00fcr Sprinter ausgelegten Etappe in einen Sturz verwickelt war. Der 29-J\u00e4hrige schnappte sich aber das Rad eines Teamkollegen und erreichte ohne Zeitverlust das Ziel. Mit enormer Geschwindigkeit gingen die Profis trotz der Gebirgsetappe zu Werke. Vor dem zweiten kategorisierten Anstieg betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit um die 48 Kilometer pro Stunde \u2013 weit vor der gesch\u00e4tzt h\u00f6chsten angenommenen Fahrzeit. Die sp\u00e4tere spektakul\u00e4re Pogacar-Show passte dazu.<\/p>\n<p>Am Freitag sind wieder die Sprinter unter den Tour-Profis gefragt. Von Hagetmau f\u00e4hrt das Fahrerfeld 175,1 Kilometer \u00fcber die flache Strecke in die Weinmetropole Bordeaux. Es werden mit bis zu 40 Grad wieder extreme Temperaturen erwartet.<\/p>\n<p>lw\u00f6\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Tour de France 2026 hat ihre fr\u00fche Vorentscheidung erlebt. 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