{"id":115612,"date":"2025-05-16T16:53:14","date_gmt":"2025-05-16T16:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115612\/"},"modified":"2025-05-16T16:53:14","modified_gmt":"2025-05-16T16:53:14","slug":"update-shbabp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115612\/","title":{"rendered":"Update: SHBABP"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/zukunft\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_zukunft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zukunft<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/zukunft\/storys\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_storys\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Storys<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/zukunft\/storys\/kultur\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"4_kultur\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 16.05.2025, 18:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autoren\/11727\/\" title=\"Zur Autorenseite von Kathrin Passig\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" passig=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kathrin Passig<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/35280834-was-vom-lesen-uebrigblieb-viele-buecher-rufen-vergangenes-in-die-gegenwart-zurueck-hier-ber.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"Was vom Lesen &#xFC;brigblieb: Viele B&#xFC;cher rufen Vergangenes in die Gegenwart zur&#xFC;ck &#x2013; hier bereits in einem Antiquariat.\"\/>B\u00fccherschreiben kann sich auszahlen. \u00a9\u00a0IMAGO\/H. Tschanz-Hofmann<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">F\u00fcr ein Buch kann man vom Verlag sechsstellige Summen bekommen, mehr als f\u00fcr ein Textlein im Internet.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wenn dieser Text ein Buch w\u00e4re, hie\u00dfe es \u201eDieses Buch ist zu lang\u201c. Die Einleitung w\u00fcrde davon handeln, wie oft B\u00fccher mit dem Argument kritisiert werden \u201eThis book should have been a blog post\u201c, \u201edieses Buch w\u00e4re besser nur ein Blogbeitrag gewesen\u201c. Die Autorin w\u00fcrde dem Ph\u00e4nomen einen Namen geben oder behaupten, dass der Name schon existiert, sagen wir \u201eSHBABP\u201c, wegen der Spam-Assoziation. Dann k\u00e4me eine Auflistung einigerma\u00dfen bekannter B\u00fccher, denen schon mal jemand diesen Vorwurf gemacht hat. Am Ende der Einleitung st\u00fcnde die Frage, ob irgendwas mit der Buchbranche nicht stimmt und die meisten B\u00fccher wirklich besser ein Blogbeitrag geblieben w\u00e4ren. Oder stimmt mit uns, den Lesenden, was nicht? Hat das Internet unsere Aufmerksamkeitsspanne ruiniert und wir k\u00f6nnen gar nicht mehr erkennen, warum seri\u00f6se B\u00fccher eben doch 300 Seiten haben m\u00fcssen?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Kapitel 1 ist ein langweiliger historischer Abriss, der die Frage zu kl\u00e4ren versucht, ob die Menschen, bevor es Blogs gab, in ihren Rezensionen schrieben: \u201eDieses Buch w\u00e4re besser ein Essay geblieben.\u201c Liest niemand, wir bl\u00e4ttern gleich vor zu Kapitel 2, in dem ein bisschen differenziert wird: Bei Romanen beklagt sich selten jemand dar\u00fcber, dass sie zu lang sind. Wenn, dann geht es um moderate K\u00fcrzungen, nicht darum, dass 3 Seiten insgesamt gereicht h\u00e4tten. Wissenschaftliche B\u00fccher werden auch selten zu lang genannt, wobei es sein k\u00f6nnte, dass die Rezensierenden das zwar heimlich denken, sich aber nicht trauen, es \u00f6ffentlich zuzugeben. Es sind vor allem popul\u00e4rwissenschaftliche B\u00fccher und Selbsthilfeb\u00fccher, die den SHBABP-Vorwurf auf sich ziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/37239678-hier-schreibt-kathrin-passig-jede-woche-ueber-themen-des-digitalen-zeitalters-sie-ist-mitbe.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"1100\" width=\"1100\" alt=\"Hier schreibt Kathrin Passig jede Woche &#xFC;ber Themen des digitalen Zeitalters. Sie ist Mitbegr&#xFC;nderin des Blogs &#x201E;Techniktagebuch&#x201C;. www.kathrin.passig.de\"\/>Hier schreibt Kathrin Passig jede Woche \u00fcber Themen des digitalen Zeitalters. Sie ist Mitbegr\u00fcnderin des Blogs \u201eTechniktagebuch\u201c. www.kathrin.passig.de \u00a9\u00a0downloads.normanposselt.com\/copyright.pdf<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das scheint erst mal dagegen zu sprechen, dass es an unseren vom Internet zerr\u00fctteten K\u00f6pfen liegt. Kapitel 3 versucht diese Frage mit Hilfe von vielen Studien zur Aufmerksamkeitsspanne zu kl\u00e4ren, bei denen unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Fazit: Kann sein, kann auch anders sein.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ist vielleicht doch die Buchbranche schuld? Kapitel 4 beleuchtet die wirtschaftlichen Hintergr\u00fcnde. B\u00fccher sind keine Blogbeitr\u00e4ge, weil sich B\u00fccher leichter verkaufen lassen. F\u00fcr das Schreiben kann man vom Verlag sechsstellige Summen bekommen. Das hat damit zu tun, dass Lesewillige eher bereit sind, 20 bis 40 Euro f\u00fcr ein Buch auszugeben als f\u00fcr ein Textlein im Internet, das man sich nach dem Lesen gar nicht ins Regal stellen kann. Und damit diese 20 bis 40 Euro gerechtfertigt wirken, sollte der Einrichtungsgegenstand mindestens 200 Seiten haben. Blogbeitr\u00e4ge haben au\u00dferdem selten zur Folge, dass man als Autorin zu Vortr\u00e4gen eingeladen wird \u2013 jedenfalls nicht zu gut bezahlten. Der Weg vom Schreiben im Internet zu lukrativen Vortr\u00e4gen f\u00fchrt immer noch \u00fcber die Zwischenstation: Ver\u00f6ffentlichen von B\u00fcchern.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In Kapitel 5 wird dar\u00fcber nachgedacht, was die richtige Inhaltsmenge f\u00fcr ein Buch ist. Das \u00c4quivalent von zwei Blogbeitr\u00e4gen? Zehn? Hundert? Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Lesegewohnheiten \u2013 manche lesen sowieso nur das eine Kapitel, das sie interessiert, und bl\u00e4ttern den Rest allenfalls kurz durch. F\u00fcr diese Zielgruppe ist es gut, wenn alles Wichtige in jedem Kapitel noch mal gesagt wird. F\u00fcr langsam lesende und vergessliche Menschen auch. Andere, die an einem Tag alles von der ersten bis zur letzten Seite lesen, \u00e4rgern sich, wenn sie denselben Gedanken mehr als einmal vorfinden.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dann kommt das unvermeidliche Kapitel dar\u00fcber, dass und wie sich das alles durch K\u00fcnstliche Intelligenz \u00e4ndern wird. Auf mindestens zwei Arten: Lange B\u00fccher lassen sich mit Hilfe gro\u00dfer Sprachmodelle kurz zusammenfassen, und kurze Blogbeitr\u00e4ge beliebig lang auswalzen. Beides gibt es zwar schon etwas l\u00e4nger: Das Zusammenfassen in Form von kostenpflichtigen Diensten wie Blinkist oder getAbstract, die popul\u00e4rwissenschaftliche Bestseller f\u00fcr Menschen mit wenig Zeit zusammenk\u00fcrzen. Das Auswalzen auf Buchl\u00e4nge wurde in den meisten F\u00e4llen von den Autorinnen oder Autoren der Originalbeitr\u00e4ge selbst erledigt. Aber jetzt l\u00e4sst sich eben beides automatisieren. Welche Folgen hat das f\u00fcr die Zukunft? Schreckliche, weil &#8230; das \u00fcberbl\u00e4ttern wir jetzt wieder, steht ja sowieso \u00fcberall. Oder doch nur semi-schreckliche, weil sich die B\u00fccher leichter an die unterschiedlichen Leseweisen aus dem vorigen Kapitel anpassen lassen? <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das Buch endet mit praktischen Empfehlungen: Wenn man sich f\u00fcr die Arbeit schreibender Menschen interessiert, kann man sie auch anders als durch den Kauf von B\u00fcchern unterst\u00fctzen. Zum Beispiel bei Crowdfunding-Plattformen wie Patreon oder Steady, dann m\u00fcssen sie keine SHBABP-B\u00fccher schreiben. Oder man abonniert eine Zeitung, die die Autorin als Kolumnistin besch\u00e4ftigt. Dann wird die Autorin zwar nie zu Vortr\u00e4gen \u00fcber ihr Sachbuch \u201eDieses Buch ist zu lang\u201c eingeladen. Sie spart aber auch viel Zeit, weil sie statt des Buchs nur eine kurze Kolumne zu schreiben braucht. Und alle anderen sparen Zeit beim Lesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Zukunft Storys Kultur Stand: 16.05.2025, 18:04 Uhr Von: Kathrin Passig DruckenTeilen B\u00fccherschreiben kann sich auszahlen. \u00a9\u00a0IMAGO\/H. 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