{"id":1156635,"date":"2026-07-10T12:21:19","date_gmt":"2026-07-10T12:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1156635\/"},"modified":"2026-07-10T12:21:19","modified_gmt":"2026-07-10T12:21:19","slug":"adoption-soll-japans-monarchie-retten-frauen-bleiben-ausgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1156635\/","title":{"rendered":"Adoption soll Japans Monarchie retten &#8211; Frauen bleiben ausgeschlossen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/aiko-104.jpg\" alt=\"Die japanische Prinzessin Aiko steht vor einer Gruppe Frauen in Kimonos\" title=\"Die japanische Prinzessin Aiko steht vor einer Gruppe Frauen in Kimonos | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.07.2026 \u2022 13:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Japans Monarchie geht der Nachwuchs aus. Deshalb soll die Thronfolge k\u00fcnftig auch durch Adoptionen gesichert werden k\u00f6nnen. Frauen &#8211; wie der beliebten Prinzessin Aiko &#8211; bleibt der Kaiserthron hingegen weiter verwehrt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/mendgen-ulrich-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Ulrich Mendgen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mendgen-ulrich-103.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wo immer sie auftaucht, gibt es Sprechch\u00f6re und Jubel: Prinzessin Aiko, der Popstar der \u00e4ltesten Monarchie der Welt. Das einzige Kind des japanischen Kaisers Naruhito und seiner Frau Masako dr\u00e4ngt sich nicht in den Vordergrund, auch wenn viele in Japan sie gern genau dort sehen w\u00fcrden &#8211; als die n\u00e4chste Kaiserin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch ein neues Gesetz l\u00e4sst diesen Traum platzen. Nicht die Zulassung von Frauen zur Thronfolge soll den Personalmangel im Kaiserhaus beheben, sondern die Aufnahme neuer M\u00e4nner. Dahinter stehe der Einfluss traditionalistischer Kreise, erl\u00e4utert Professor Naotaka Kimizuka, ein Historiker und Politikwissenschaftler an der Komazawa-Universit\u00e4t in Tokio. &#8222;Weil man darauf besteht, dass der Nachfolger ein Mann sein muss, sucht man nun gewisserma\u00dfen sehr weit entfernte Verwandte&#8220;, so Kimizuka.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Als Erben von Kaiser Naruhito kommen derzeit nur drei M\u00e4nner infrage.\n                    <\/p>\n<p>    Reform erlaubt Adoption entfernter Verwandter<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Reform erm\u00f6glicht die Aufnahme von Nachkommen des ehemaligen Hochadels von Japan in das Kaiserhaus. Diese Familien verloren nach dem Krieg ihre Titel, sollen aber jetzt wieder herangezogen werden. Solche Kandidaten k\u00f6nnte der Kaiser adoptieren. Ihre Nachkommen w\u00e4ren potenzielle Thronfolger. Das ist einer Mehrheit im Parlament offenbar lieber als Frauen auf den Thron zu lassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei h\u00e4lt es Historiker Kimizuka f\u00fcr gut m\u00f6glich, dass sich niemand findet, der Interesse an einer solchen Adoption zeigt. Ein solcher Fall sei nicht durchdacht worden, sagt er. Deshalb reiche der jetzige Vorschlag keinesfalls aus. &#8222;Man muss die Bestimmung \u00fcber m\u00e4nnliche Nachfolger aus der m\u00e4nnlichen Linie abschaffen&#8220;, so Kimizuka. Er fordert, dass Artikel 1 des Gesetzes gestrichen und vollst\u00e4ndig neu formuliert wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Zeit f\u00fcr eine L\u00f6sung dr\u00e4ngt, denn das japanische Kaiserhaus z\u00e4hlt heute nur noch 16 Mitglieder. Weil Frauen von der Thronfolge ausgeschlossen sind, kommen als Erben des 66 Jahre alten Kaisers Naruhito nur drei M\u00e4nner infrage. Einer ist Naruhitos Bruder, mit 60 Jahren der aktuelle Kronprinz. Dahinter folgt dessen 19-j\u00e4hriger Sohn. In Reserve steht au\u00dferdem der Onkel des Kaisers, 90 Jahre alt. Eine d\u00fcnne Personaldecke.<\/p>\n<p>    Die Bev\u00f6lkerung w\u00fcnscht sich eine Kaiserin<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf der belebten Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya in Tokio f\u00e4llt das Votum der Passanten eindeutig zugunsten der popul\u00e4ren Prinzessin Aiko aus. Auch die 70-j\u00e4hrige Hausfrau Keiko ist eine gl\u00fchende Verehrerin: Die Gesetzes\u00e4nderung sei \u00fcberst\u00fcrzt, findet sie. Keiko w\u00fcnscht sich, dass die Stimmung in der Bev\u00f6lkerung ber\u00fccksichtigt wird. Wenn die Tochter des Kaisers diesem eines Tages nachfolge, w\u00fcrde das alle Japaner gl\u00fccklich machen, sagt sie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch von einer Frau auf dem Chrysanthementhron ist das Land heute weiter entfernt denn je.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.07.2026 \u2022 13:16 Uhr Japans Monarchie geht der Nachwuchs aus. 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