{"id":1156669,"date":"2026-07-10T12:39:17","date_gmt":"2026-07-10T12:39:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1156669\/"},"modified":"2026-07-10T12:39:17","modified_gmt":"2026-07-10T12:39:17","slug":"berlin-k-o-tropfen-strafen-fuer-taeter-werden-deutlich-verschaerft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1156669\/","title":{"rendered":"Berlin | K.-o.-Tropfen: Strafen f\u00fcr T\u00e4ter werden deutlich versch\u00e4rft"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Menschen, die sogenannte K.-o.-Tropfen einsetzen, m\u00fcssen k\u00fcnftig mit hohen Strafen rechnen. Wer die gef\u00e4hrlichen Mittel f\u00fcr eine Vergewaltigung oder einen Raub einsetzt, soll laut Gesetzesentwurf der Bundesregierung k\u00fcnftig mit mindestens f\u00fcnf Jahren Freiheitsstrafe rechnen m\u00fcssen. Nun gaben auch die L\u00e4nder im Bundesrat gr\u00fcnes Licht.<\/p>\n<p>K.-o.-Tropfen sind meist heimlich verabreichte Substanzen, die Opfer schnell benommen, wehrlos oder bewusstlos machen k\u00f6nnen. Sie sollen k\u00fcnftig rechtlich so eingestuft werden wie eine Waffe oder ein gef\u00e4hrliches Werkzeug: Wer diese bei einer Vergewaltigung verwendet, erh\u00e4lt eine Mindeststrafe von f\u00fcnf Jahren Haft.<\/p>\n<p>Heike Hofmann, hessische Ministerin f\u00fcr Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (SPD), begr\u00fc\u00dfte die geplante Neuregelung ausdr\u00fccklich. \u00abFakt ist, dass viele Frauen sich aktuell, und das ist ja auch richtig so, etwa mit Plastikdeckeln, mit Testarmb\u00e4ndern oder mit dem Blick der besten Freundin davor sch\u00fctzen, dass irgendjemand irgendwas in ihr Getr\u00e4nk mischt.\u00bb Mit dem Gesetz wolle man mehr Schutz schaffen.<\/p>\n<p>Reaktion auf BGH-Urteil\u00a0<\/p>\n<p>Eine bundesweite Polizeistatistik zum Einsatz von Substanzen, die das Opfer vor einem sexuellen \u00dcbergriff wehrlos machen sollen, gibt es nicht. Die Dunkelziffer sei, so Hofmann, gro\u00df. In den meisten F\u00e4llen wird vermutet, dass die Tropfen in einer Bar oder einem Club heimlich verabreicht wurden. Es gibt aber auch F\u00e4lle, in denen Vergewaltigungsopfern von einem Besucher in ihrem eigenen Zuhause K.-o.-Tropfen verabreicht wurden.<\/p>\n<p>Der Bundesgerichtshof hatte 2024 entschieden, dass K.-o.-Tropfen nicht als \u00abgef\u00e4hrliches Werkzeug\u00bb im Sinne des Strafgesetzbuches zu verstehen sind. Diese Schutzl\u00fccke solle mit dem geplanten Gesetz geschlossen werden, sagte Benjamin Limbach (Gr\u00fcne), Justizminister von Nordrhein-Westfalen. \u00abEine Waffe soll das Opfer handlungsunf\u00e4hig machen, es davon abhalten, sich zu wehren.\u00bb Genau das t\u00e4ten K.-o.-Tropfen auf besonders perfide Weise. \u00abDas Opfer verliert das Bewusstsein und damit jede M\u00f6glichkeit zur Gegenwehr.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Menschen, die sogenannte K.-o.-Tropfen einsetzen, m\u00fcssen k\u00fcnftig mit hohen Strafen rechnen. Wer die gef\u00e4hrlichen Mittel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1156670,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1841],"tags":[1605,3944,4029,1173,3364,29,30,1584,1209],"class_list":["post-1156669","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bielefeld","tag-bielefeld","tag-bundeslaender","tag-bundesrat","tag-bundesregierung","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-kriminalitaet","tag-nordrhein-westfalen"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1156669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1156669"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1156669\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1156670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1156669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1156669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1156669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}