{"id":1156853,"date":"2026-07-10T14:24:11","date_gmt":"2026-07-10T14:24:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1156853\/"},"modified":"2026-07-10T14:24:11","modified_gmt":"2026-07-10T14:24:11","slug":"grenzen-setzen-bildschirmzeit-in-den-ferien-wie-geplante-zeitslots-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1156853\/","title":{"rendered":"Grenzen setzen: Bildschirmzeit in den Ferien: Wie geplante Zeitslots helfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Dresden<\/strong> &#8211; \u201eEs gibt Eltern, den graut es regelrecht vor der Ferienzeit\u201c, sagt Florian Buschmann. Sie suchen bei dem Berater f\u00fcr Mediensucht Hilfe, weil sie Angst vor dem Dauerscrollen ihrer Kinder w\u00e4hrend der schulfreien Zeit haben. Und die sei nicht unbegr\u00fcndet, so der Experte f\u00fcr Medienkompetenz<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Buschmann hat dazu mal hochgerechnet: \u201eAn Tagen ohne Schule verbringen Sch\u00fcler durchschnittlich 8 Stunden am Bildschirm &#8211; das w\u00e4ren dann 340 Stunden w\u00e4hrend der sechsw\u00f6chigen Ferienzeit.\u201c<\/p>\n<p>Nichts einrei\u00dfen lassen: Zeitslots und Aktivit\u00e4ten-Ger\u00fcst helfen<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Ist dieses ausufernde Dauerscrollen und -zocken erst einmal eingerissen, sei es schwer, das nach Ferienende im August und September zu reparieren, so der Psychologe. Er r\u00e4t Familien, schon zu Beginn der Ferien feste Zeitslots f\u00fcr Mediennutzung zu vereinbaren.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Andernfalls st\u00e4nden t\u00e4glich aufreibende Diskussionen an. Ohne jetzt jeden einzelnen Ferientag bis ins letzte Detail durchzutakten, empfiehlt Buschmann aber schon, dass Eltern mit ihren Kindern ein Grundger\u00fcst mit einzelnen Aktivit\u00e4ten aufstellen. \u201eIn dem Plan soll festgelegt werden, wann welche Aktivit\u00e4t ansteht. Das schafft eine gewisse Struktur\u201c, so der Experte.<\/p>\n<p>Dopamin- statt Display-Aktivit\u00e4ten einplanen<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Er w\u00fcrde dem Kind zur Planerstellung auch Onlinezeit zum Recherchieren von Unternehmungen einr\u00e4umen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnten auch Eltern Anregungen g\u00e4ben. Dabei sollten sie auf Dopamin-Aktivit\u00e4ten setzen, also Besch\u00e4ftigungen, die \u00e4hnlich wie die Display-Daddelei Gl\u00fccksgef\u00fchle ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Buschmann schl\u00e4gt etwa Ausfl\u00fcge in einen Kletterwald, Hochseilgarten oder andere Parcours vor. Aufregend k\u00f6nnten auch sogenannte Mikroabenteuer werden, wie im Freien zu \u00fcbernachten, Lagerfeuer oder Nachtwanderungen mit Taschenlampe. \u201eOder wie w\u00e4r&#8217;s mit einem Baumhaus-Projekt? Oder die Neugestaltung des Kinderzimmers? Einem Volkshochschul-Ferienkurs? Freunde einladen?\u201c, z\u00e4hlt Buschmann m\u00f6gliche Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die Ferienplanung auf.<\/p>\n<p>Zeitslots f\u00fcr Medienzeit um die Ferienplanung herum einbauen\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Stehe das Grundger\u00fcst, baue man dann einfach Zeitslots f\u00fcr Mediennutzung drumherum und setze so Leitplanken. \u201eIch w\u00fcrde das konkret im Vorfeld mit dem Kind durchgehen: &#8222;Wann willst du an dem und dem Tag spielen?&#8220; Dann tr\u00e4gt man etwa ein: 14 bis 17 Uhr Bildschirmzeit\u201c, so Buschmann.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Und wenn das Kind nach einem aufregenden Tag im Phantasialand noch ein paar Stunden am Abend bis in die Nacht am Bildschirm verbringen will? \u201eBildschirmzeit nach einer Dopamin-Aktivit\u00e4t on top w\u00fcrde ich auf keinen Fall einplanen und auch nicht spontan erlauben. \u00c4u\u00dfert das Kind solche ein Anliegen, sollte man sich gar nicht erst auf Diskussionen einlassen und darauf verweisen: Das war nicht vereinbart!\u201c, r\u00e4t Florian Buschmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden &#8211; \u201eEs gibt Eltern, den graut es regelrecht vor der Ferienzeit\u201c, sagt Florian Buschmann. 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