{"id":1157427,"date":"2026-07-10T20:05:16","date_gmt":"2026-07-10T20:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1157427\/"},"modified":"2026-07-10T20:05:16","modified_gmt":"2026-07-10T20:05:16","slug":"kai-wegner-zieht-spitzenkandidatur-fuer-berlin-wahl-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1157427\/","title":{"rendered":"Kai Wegner zieht Spitzenkandidatur f\u00fcr Berlin-Wahl zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Die Blackout-L\u00fcge verfolgte Kai Wegner bis in den Wahlkampf. Nun erkl\u00e4rte der Regierende B\u00fcrgermeister von Berlin auf einer Pressekonferenz seinen R\u00fcckzug von der Spitzenkandidatur. Wer auf ihn in der CDU folgt, steht nach WELT-Informationen fest.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) wird seine Spitzenkandidatur f\u00fcr die Wahl des Abgeordnetenhauses im September zur\u00fcckziehen. Das werde er den Kreisvorsitzenden am Abend mitteilen, sagte Wegner auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz am Freitag. <\/p>\n<p>\u201eJa, ich habe kommunikative Fehler gemacht\u201c, sagte Wegner. \u201eUnd ja, glauben Sie es mir, ich \u00e4rgere mich am meisten dar\u00fcber. Ja, das war Mist. Und deswegen habe ich mich auch bei den Berlinerinnen und Berlinern entschuldigt.\u201c <\/p>\n<p>Er habe festgestellt, dass er keine Botschaften mehr senden k\u00f6nne, weil ein anderes Thema alles andere \u00fcberdecke. Daraus werde er Konsequenzen ziehen. \u201eDenn die Stadt Berlin ist wichtiger als meine Person. Die Berlinerinnen und Berliner sind wichtiger als meine Person.\u201c <\/p>\n<p>Die CDU werde in den Wahlkampf ziehen, um ein Linksb\u00fcndnis unter F\u00fchrung der Linken zu verhindern. \u201eEs geht jetzt darum, die Mitte in dieser Stadt zu st\u00e4rken. Dass eben nicht Linksextremisten die F\u00fchrung in dieser Stadt \u00fcbernehmen.\u201c<\/p>\n<p>Wegner steht seit Monaten wegen seines Umgangs mit dem massiven Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres in der Kritik. Er verschwieg unter anderem, am ersten Tag des Blackouts Tennis gespielt zu haben. J\u00fcngst nahm die Debatte wieder Fahrt auf: Der \u201eTagesspiegel\u201c zitierte am Dienstag die Senatskanzlei mit der Aussage, dass Wegner am 3. Januar vor 12.45 Uhr nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert habe. Er selbst hatte damals im <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/video695e854339f407efbce2d93e\/welt-talk-burgard-musste-kopf-freikriegen-wegner-spielte-waehrend-stromausfall-tennis.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/video695e854339f407efbce2d93e\/welt-talk-burgard-musste-kopf-freikriegen-wegner-spielte-waehrend-stromausfall-tennis.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Interview mit WELT TV<\/a> gesagt: \u201eIch habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu f\u00fchren. Ich habe mit den Krisenst\u00e4ben telefoniert, mit Stromnetz.\u201c <\/p>\n<p>Zudem hatte die Berliner Senatskanzlei den Eindruck erweckt, dass sich Wegner w\u00e4hrend des Stromausfalls telefonisch an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt hat. Er habe am Vortag \u201eeinmal mehr\u201c mit diesem gesprochen, hatte der Regierende B\u00fcrgermeister am 5. Januar im RBB gesagt. In einem Schreiben des Bundeskanzleramts, das am Freitag dem \u201eTagesspiegel\u201c \u00fcbermittelt worden ist, wird Wegners Behauptung zur\u00fcckgewiesen. Merz habe \u201ew\u00e4hrend der Dauer des fragegegenst\u00e4ndlichen Stromausfalls in Berlin im Januar 2026 kein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit dem Regierenden B\u00fcrgermeister von Berlin Wegner gef\u00fchrt\u201c, hei\u00dft es darin \u2013 \u201eweder in Anwesenheit pers\u00f6nlich noch telefonisch\u201c. <\/p>\n<p>Wegner will auch den CDU-Landesvorsitz abgeben. Er wolle \u201eselbstverst\u00e4ndlich zum n\u00e4chstm\u00f6glichen Zeitpunkt\u201c einen Wechsel beim Landesvorsitz herstellen. \u201eDie entscheidende Frage ist: Wann ist jetzt der richtige Zeitpunkt?\u201c <\/p>\n<p>Er stelle es sich auch schwierig vor, nach seiner Zeit als Regierender B\u00fcrgermeister nun Senator zu werden, sagte der CDU-Landeschef. \u201eWenn man einmal Regierender B\u00fcrgermeister war, dann geht man nicht mehr zur\u00fcck auf ein anderes Amt auf Senatsebene.\u201c Er sch\u00e4tze die Fachkollegen, sie leisteten gro\u00dfartige Arbeit, \u201eaber das w\u00e4re nicht meins\u201c.<\/p>\n<p>Wer Wegners Nachfolger werden soll<\/p>\n<p>Die Rolle des Spitzenkandidaten \u00fcbernimmt nun Finanzsenator Stefan Evers (CDU). In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gew\u00e4hlt. Einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Umfrage zufolge liegt die CDU nur noch auf Platz vier hinter der Linkspartei, den Gr\u00fcnen und der AfD \u2013 der Abstand zwischen den Parteien ist aber nur gering. Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach schloss eine Zusammenarbeit mit Wegner nach der Wahl im September aus.<\/p>\n<p>mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Blackout-L\u00fcge verfolgte Kai Wegner bis in den Wahlkampf. 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