{"id":115776,"date":"2025-05-16T18:21:12","date_gmt":"2025-05-16T18:21:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115776\/"},"modified":"2025-05-16T18:21:12","modified_gmt":"2025-05-16T18:21:12","slug":"erschreckend-und-irritierend-angeklagte-im-vw-abgasskandal-sehen-sich-als-opfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/115776\/","title":{"rendered":"&#8222;Erschreckend und irritierend&#8220;: Angeklagte im VW-Abgasskandal sehen sich als Opfer"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Erschreckend und irritierend&#8220;<br \/>\n                Angeklagte im VW-Abgasskandal sehen sich als Opfer<\/p>\n<p>\t\t\t\t              16.05.2025, 16:32 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Der Prozess um die Manipulation von Abgaswerten bei Volkswagen neigt sich dem Ende zu. Drei der vier Angeklagten drohen Haftstrafen. Vor der Urteilsverk\u00fcndung finden die angeklagten Manager und Ingenieure noch letzte Worte. <\/strong><\/p>\n<p>Zum Ende des Betrugsprozesses zur VW-Dieselaff\u00e4re haben die vier Angeklagten sehr pers\u00f6nliche Worte gesprochen. Alle machten deutlich, dass sie die Sichtweise der Strafverfolger nicht teilen und die Ermittlungen gegen sie ihr Leben seit nahezu zehn Jahren pr\u00e4gen. In teils emotionalen Beitr\u00e4gen betonten sie, wie kr\u00e4ftezehrend und erm\u00fcdend sie den fast vier Jahre langen Prozess vor dem Landgericht Braunschweig empfanden. <\/p>\n<p>Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sind die vier fr\u00fcheren Manager und Ingenieure des Wolfsburger Autobauers in dem seit September 2021 andauernden Prozess des Betrugs \u00fcberf\u00fchrt. F\u00fcr drei der vier Angeklagten reicht nach \u00dcberzeugung der Strafverfolger Bew\u00e4hrung nicht aus. F\u00fcr sie beantragte die Staatsanwaltschaft zwischen drei und vier Jahren Gef\u00e4ngnis. Die Verteidigung dagegen pl\u00e4dierte auf drei Freispr\u00fcche und eine Verwarnung. Das Urteil im Prozess k\u00f6nnte nach der Planung am kommenden Montag fallen. <\/p>\n<p>Die von einer Haft bedrohten M\u00e4nner machten deutlich, dass sie das geforderte Strafma\u00df zehn Jahre nach dem Auffliegen des Skandals fassungslos mache. Sie beschrieben aber auch die Pl\u00e4doyers f\u00fcr die anderen Angeklagten unter anderem als &#8222;irritierend und erschreckend&#8220;. Zur entscheidenden Frage, wer wann was wusste, blieb der Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer von Beginn an gepr\u00e4gt von der Tatsache: Es steht Aussage gegen Aussage.<\/p>\n<p>Separater Prozess gegen Ex-Vorstandschef Winterkorn <\/p>\n<p>Ingenieure, die die Abschalteinrichtung vorgeschlagen haben sollen, sagen sinngem\u00e4\u00df: Wir haben Bedenken ge\u00e4u\u00dfert und vor Konsequenzen gewarnt. Die Vorgesetzten entgegnen: Es sei \u00fcber Probleme gesprochen worden, nie aber \u00fcber ungesetzliches Handeln. Im September 2015 war in den USA bekannt geworden, dass der Autohersteller massiv Abgaswerte manipuliert hatte, um gesetzlich vorgegebene Grenzwerte zu umgehen. So setzte VW in gro\u00dfem Ma\u00dfstab ein T\u00e4uschungsprogramm ein, das Abgastests erkannte und nur dann die volle Reinigung der Emissionen aktivierte. <\/p>\n<p>Die vier Angeklagten in dem Braunschweiger Verfahren wehren sich im Wesentlichen gegen Vorw\u00fcrfe und sehen sich eher als Bauernopfer. Von Beginn wurde die Verhandlung von der Kritik begleitet, dass mit Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn eine Schl\u00fcsselfigur fehlt. Der Komplex gegen 77-J\u00e4hrigen war aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden abgetrennt worden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Erschreckend und irritierend&#8220; Angeklagte im VW-Abgasskandal sehen sich als Opfer 16.05.2025, 16:32 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":115777,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[1716,371,6429,175,170,169,29,30,1015,171,174,505,173,172,373,55],"class_list":{"0":"post-115776","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-affaeren-und-skandale","9":"tag-autoindustrie","10":"tag-braunschweig","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-justiz","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-prozesse","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-volkswagen","23":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114518902955836711","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115776"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/115776\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/115777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=115776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=115776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}