{"id":1159271,"date":"2026-07-11T14:18:23","date_gmt":"2026-07-11T14:18:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1159271\/"},"modified":"2026-07-11T14:18:23","modified_gmt":"2026-07-11T14:18:23","slug":"gruener-wasserstoff-aus-dem-energiepark-bad-lauchstaedt-anlage-besteht-die-h%e2%82%82-dichtheitspruefung-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1159271\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcner Wasserstoff aus dem Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt: Anlage besteht die H\u2082-Dichtheitspr\u00fcfung \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcner Wasserstoff aus Mitteldeutschland ist keine Utopie mehr. Die entsprechende Herstellung im Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt nehme Konturen an, meldet die VNG. Die Gasaufbereitungsanlage des DBI \u2013 Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg im Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt hat einen zentralen Meilenstein erreicht.<\/p>\n<p>Die wasserstofff\u00fchrenden Anlagenteile haben die H\u2082-Dichtheitspr\u00fcfung unter Begleitung des T\u00dcV Th\u00fcringen erfolgreich bestanden. Damit ist die Anlage f\u00fcr den stufenweisen Hochlauf bereit und kann ihre eigentliche Aufgabe im Energiepark \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Im Gesamtsystem des Energieparks bildet die Gasaufbereitungsanlage das Bindeglied Erzeugung, Transport und Nutzung \u2013 sowie perspektivisch auch Speicherung. Den Wasserstoff liefert ein 30-Megawatt-Elektrolyseur, der mit erneuerbarem Strom aus dem benachbarten Windpark betrieben wird. \u00dcber eine rund 25 Kilometer lange Leitung gelangt er bis zur TotalEnergies Raffinerie in Leuna.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-663863\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260707_EBL_DBI_Fotom_Schulze_0008.jpg\" alt=\"Prof. Dr. Hartmut Krause, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ressort Wissenschaft &amp; Bildung DBI \u2013 Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg und Sprecher des Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt und Udo Lubenau, Fachgebietsleiter Gaschemie\/Gasaufbereitung DBI \u2013 Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg in der Gasaufbereitungsanlage. Foto: Tom Schulze \" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/>Prof. Dr. Hartmut Krause, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ressort Wissenschaft &amp; Bildung DBI \u2013 Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg und Sprecher des Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt und Udo Lubenau, Fachgebietsleiter Gaschemie\/Gasaufbereitung DBI \u2013 Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg in der Gasaufbereitungsanlage. Foto: Tom Schulze<\/p>\n<p>Auf diesem Weg, bei Transport, Zwischenspeicherung und im Kontakt mit technischen Anlagen, kann Wasserstoff Spuren von Wasser, Schwefelverbindungen oder Kohlenwasserstoffen aufnehmen. Schon geringste Verunreinigungen im Millionstelbereich k\u00f6nnen f\u00fcr viele industrielle Anwendungen kritisch sein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich zahlreiche Wasserstoffprojekte auf Erzeugung, Transport oder Speicherung konzentrieren, liegt ein besonderer Schwerpunkt im Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt auf der Gasaufbereitungsanlage. Sie wird die Qualit\u00e4t am \u00dcbergabepunkt absichern \u2013 und das im industriellen Ma\u00dfstab, statt im Labor.<\/p>\n<p>\u201eDer Energiepark bildet die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von der Erzeugung bis zur Nutzung ab. Die Gasaufbereitung sorgt daf\u00fcr, dass der Wasserstoff am Ende die Qualit\u00e4t erreicht, welche die Industrie ben\u00f6tigt. Mit diesem Meilenstein r\u00fcckt die industrielle gr\u00fcne Wasserstoffproduktion im Zusammenspiel aller Prozessstufen ein weiteres St\u00fcck n\u00e4her\u201c, sagt Prof. Hartmut Krause, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ressort Wissenschaft &amp; Bildung beim DBI \u2013 Gastechnologischen Institut gGmbH Freiberg und Sprecher des Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt.<\/p>\n<p>H\u00f6chste Reinheit, effizient aufbereitet<\/p>\n<p>Die Gasaufbereitungsanlage sorgt daf\u00fcr, dass selbst kleinste Verunreinigungen zuverl\u00e4ssig aus dem Wasserstoff entfernt werden und seine Qualit\u00e4t jederzeit \u00fcberwacht werden kann. Daf\u00fcr kombiniert sie mehrere moderne Aufbereitungsverfahren.<\/p>\n<p>Besonders innovativ ist die Trocknung des Wasserstoffs: statt das Trocknungsmittel wie \u00fcblich mit hohem Energieaufwand thermisch zu regenerieren, d.h. zu destillieren, wird es mit Hilfe einer speziellen Membrantechnologie bei deutlich niedrigeren Betriebstemperaturen aufbereitet. Das senkt den Energieverbrauch, verl\u00e4ngert die Lebensdauer des Trocknungsmittels und vermeidet zus\u00e4tzliche Emissionen.<\/p>\n<p>So erreicht der Wasserstoff nach der Aufbereitung die h\u00f6chste definierte Qualit\u00e4tsstufe nach dem Regelwerk DVGW G 260 (Gruppe D) \u2013 mit einem Reinheitsgrad von 99,97 Prozent. Die Anlage kann dabei flexibel sowohl kleinere als auch gro\u00dfe Wasserstoffmengen von bis zu 12.000 Normkubikmetern pro Stunde aufbereiten.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen im industriellen Ma\u00dfstab zeigen, wie Feuchtigkeit, Schwefelverbindungen und Kohlenwasserstoffe aus Wasserstoff entfernt und die Qualit\u00e4t online \u00fcberwacht wird\u201c, berichtet Krause. \u201eDas ist ein wichtiger Schritt, um Qualit\u00e4tssicherung in k\u00fcnftigen Wasserstoffnetzen und Speichern praktisch, kosteng\u00fcnstig und umweltschonend zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p>Schrittweiser Hochlauf<\/p>\n<p>Den Betrieb nimmt das DBI \u2013 Gastechnologischen Institut gGmbH Freiberg bewusst schrittweise auf. Zun\u00e4chst f\u00e4hrt die Anlage unter Stickstoff hoch, anschlie\u00dfend mit Wasserstoff aus der Elektrolyse, sobald dieser kontinuierlich zur Verf\u00fcgung steht. Die erste Wasserstoffproduktion wird noch in diesem Jahr erwartet.<\/p>\n<p>Parallel zur Gasaufbereitung laufen am Energiepark die technische Pr\u00fcfung und die Dichtigkeitsuntersuchungen der Elektrolyse-Stacks. Als Reallabor erprobt der Energiepark dabei viele Prozesse erstmals unter realen Bedingungen und gewinnt so Erkenntnisse f\u00fcr den breiten Wasserstoffhochlauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gr\u00fcner Wasserstoff aus Mitteldeutschland ist keine Utopie mehr. 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