{"id":1159802,"date":"2026-07-11T19:43:53","date_gmt":"2026-07-11T19:43:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1159802\/"},"modified":"2026-07-11T19:43:53","modified_gmt":"2026-07-11T19:43:53","slug":"wir-haben-gemerkt-dass-in-leipzig-vor-allem-lokale-artists-gefragt-sind-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1159802\/","title":{"rendered":"\u00bbWir haben gemerkt, dass in Leipzig vor allem lokale Artists gefragt sind\u00ab \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>Am 11. Juli steigt das \u00bbKeinfestival\u00ab in den Pittlerwerken. Das Tagesfestival findet bereits zum dritten Mal statt und setzt den Fokus auf Techno sowie auf lokale K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. Anna Seifert und Chris Fingerle sind Teil des Organisationsteams, des Keinkollektivs. Im Interview sprechen sie \u00fcber die Anf\u00e4nge des Festivals, Lehren aus den letzten Jahren und weshalb sie die Ticketpreise dieses Jahr wieder etwas senken konnten.<\/p>\n<p><strong>Wie entstand die Idee, das Keinfestival zu organisieren?<\/strong><\/p>\n<p>ANNA SEIFERT: Das gab es damals in der Form in Leipzig noch nicht. Nachdem wir ein paar Club-Veranstaltungen organisiert hatten, die ganz gut liefen, war es ein kleiner Traum, selbst ein Festival zu veranstalten. Irgendwann waren wir an dem Punkt, wo wir dann gesagt haben, \u00bbokay, wir probieren es einfach mal\u00ab.<\/p>\n<p><strong><br \/>Welche Form meinen Sie genau?<\/strong><\/p>\n<p>SEIFERT: Ich meine ein urbanes Festival direkt in der Stadt, f\u00fcr das man nicht noch irgendwo anders hinfahren muss und welches \u00fcber das Programm eines Clubs hinausgeht. Bei uns l\u00e4uft nicht nur nachts, sondern auch tags\u00fcber auf mehrere B\u00fchnen Musik.<\/p>\n<p>CHRIS FINGERLE<strong>:<\/strong> Unser Programm ist auch nicht nur rein musikalisch kuratiert, sondern bietet noch mehr drumherum, wie Workshops und Performances. In diesem Jahr gibt es zum Beispiel wieder die Graffiti-Wand, die in den letzten Jahren sehr beliebt war, ein Beyblade-Tunier, Kunst, Yoga und DJ Workshops und zwei Theaterst\u00fccke.<\/p>\n<p><strong><br \/>Welche Musik wird auf dem Festival abgedeckt?<\/strong><\/p>\n<p>FINGERLE:<strong> <\/strong>Haupts\u00e4chlich elektronische Musik. Wir haben alles von Techno, Disco, Groove, Hypnotic und Trance dabei. Dieses Jahr haben wir auch noch Hiphop im Programm. Letztes Jahr haben wir au\u00dferdem mit Bands gearbeitet. Dieses Jahr haben wir uns aber dagegen entschieden.<\/p>\n<p><strong><br \/>Warum?<\/strong><\/p>\n<p>SIEFERT:<strong> <\/strong>Wir m\u00f6chten ein bisschen Abwechslung bieten. Im ersten Jahr waren wir rein elektronisch unterwegs und haben uns dann entschieden, mehr musikalische Vielfalt reinzubringen. Im letzten Jahr haben wir auch Bands aus dem Rock- und Pop-Bereich eingeladen. Dieses Jahr haben wir entschieden, statt den Bands auf Hiphop zu setzen, weil es sich besser technisch betreuen l\u00e4sst. Bands brauchen sehr viel Umbauzeit. Dadurch k\u00f6nnen weniger Acts spielen. Das ist auch nerviger f\u00fcr die G\u00e4ste, wenn sie lange auf den n\u00e4chsten Act warten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong><br \/>Wie hat sich das Festival seit der ersten Austragung 2024 entwickelt<\/strong><strong>?<\/strong><\/p>\n<p>FINGERLE: Das erste Jahr lief richtig gut. Die Pittlerwerke, wo das Festival stattfindet, waren voll. Wir hatten ungef\u00e4hr 900 zahlende G\u00e4ste. Mit der Orga-Crew und den ganzen helfenden Leuten waren wir \u00fcber 1100 Menschen.<\/p>\n<p>SEIFERT: Seitdem ist das Festival im Umfang gewachsen. Im ersten Jahr hatten wir nur drei B\u00fchnen, im zweiten Jahr hatten wir dann vier. Auf der anderen Seite waren aber im letzten Jahr weniger Personen da, als im ersten Jahr. Dadurch haben wir im letzten Jahr 10.000 \u20ac Verlust gemacht, die wir erstmal privat ausgleichen mussten.<\/p>\n<p>FINGERLE: Ein Teil des Geldes konnten wir schon durch nachfolgende Veranstaltungen und Dienstleistungen, wie Technikverleih oder Bookings unser Resident DJs wieder reinholen. Aber ich glaube noch ein Jahr mit Verlusten w\u00fcrde unserer Motivation echt nicht guttun.<\/p>\n<p><strong><br \/>Woran lag es, dass weniger Menschen gekommen sind?<\/strong><\/p>\n<p>SEIFERT: Das lag einerseits am schlechten Wetter. Bei uns werden die meisten Tickets erst kurz vor der Veranstaltung gekauft. Die Leute gucken kurz vorher, wie das Wetter wird. Wenn der Wettterbericht schlecht aussieht, dann z\u00f6gern sie nat\u00fcrlich, ein Ticket zu kaufen. Dann glaube ich, dass das erste Jahr auch nochmal besonders war, weil es etwas Neues war, das sich gut rumgesprochen hat. Ein anderer Grund k\u00f6nnte sein, dass wir die Ticketpreise im zweiten Jahr erh\u00f6ht haben.<\/p>\n<p><strong><br \/>Wie berechnet sich denn der Preis f\u00fcr das Ticket?<\/strong><\/p>\n<p>SEIFERT: Wir nehmen die voraussichtlichen Kosten und stellen sie einer realistischen Sch\u00e4tzung der Ticketverk\u00e4ufe gegen\u00fcber. Durch die zwei Jahre Erfahrung haben wir mittlerweile zumindest einen groben \u00dcberblick, wie hoch die Budgets f\u00fcr die einzelnen Bereiche sein m\u00fcssen und wie viele Leute kommen.<\/p>\n<p><strong><br \/>Welche Konsequenzen haben Sie aus den Erfahrungen aus dem letzten Jahr gezogen?<\/strong><\/p>\n<p>SEIFERT: Im letzten Jahr haben wir ein paar Headliner von au\u00dferhalb dazugeholt, die deutlich teurer sind. In diesem Jahr haben wir uns entschlossen, wieder mehr auf die Leipziger Szene zu setzen und keine Artists zu buchen, die mehrere tausend Follower in den sozialen Medien haben und deswegen auch \u00fcber Agenturen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer sind. Wir haben gemerkt, dass in Leipzig vor allem lokale Artists gefragt sind und gr\u00f6\u00dfere Headliner nicht unbedingt zu mehr Ticketverk\u00e4ufen beitragen. So konnten wir den Ticketpreis in diesem Jahr wieder etwas senken.<\/p>\n<p><strong><br \/>Was k\u00f6nnen Sie in diesem Jahr besonders empfehlen auf dem Festival?<\/strong><\/p>\n<p>SEIFERT: Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde sagen, dass das Gesamtpaket das Besondere ist. Es gibt super viele verschiedene Sachen, die man ausprobieren kann. Wir bieten in diesem Jahr besonders viele Workshops und Mitmachaktivit\u00e4ten an. Man kann also nicht nur tanzen, sondern eben auch ganz viel Anderes machen.<\/p>\n<p>&gt; Keinfestival,11.7., 14 \u2013 8 Uhr, Pittlerwerke, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/kein-festival.de\" rel=\"nofollow noopener\">www.kein-festival.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 11. Juli steigt das \u00bbKeinfestival\u00ab in den Pittlerwerken. 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