{"id":1160191,"date":"2026-07-12T00:07:18","date_gmt":"2026-07-12T00:07:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160191\/"},"modified":"2026-07-12T00:07:18","modified_gmt":"2026-07-12T00:07:18","slug":"ukraine-krieg-vorschriften-wurden-missachtet-selenskyj-will-militaers-bestrafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160191\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: \u201eVorschriften wurden missachtet\u201c \u2013 Selenskyj will Milit\u00e4rs bestrafen"},"content":{"rendered":"<p>Bei russischen Angriffen auf eine Stadt nahe Kiew war ein Munitionslager in die Luft gegangen. Neun Menschen sind gestorben. Selenskyj macht nun die Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bei einem russischen Raketenangriff gingen vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager in die Luft \u2013 nun will der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, \u201edoch all diese Vorschriften wurden missachtet\u201c, klagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Dabei gebe es gen\u00fcgend Pl\u00e4tze in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnh\u00e4usern aufzubauen.<\/p>\n<p>Laut Selenskyj waren f\u00fcr den Versto\u00df gegen die Sicherheitsvorschriften Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.<\/p>\n<p>Das russische Milit\u00e4r hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugk\u00f6rpern auf die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> gestartet. Ziel war neben <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kiew\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kiew\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> auch die Stadt Wyschnewe unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch den Einschlag und die Folgeexplosionen kamen in Wyschnewe nach Beh\u00f6rdenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Wegen der andauernden Explosionsgefahr mussten die Beh\u00f6rden Hunderte Anwohner evakuieren. Tagelang k\u00e4mpften die Einsatzkr\u00e4fte gegen die Flammen.<\/p>\n<p>Am Samstag wurden bei russischen Angriffen in der Ukraine acht Menschen get\u00f6tet und Dutzende weitere verletzt worden. Selenskyj erkl\u00e4rte im Onlinedienst X, Russland habe sein Land in der Nacht mit mehr als 120 Drohnen und zw\u00f6lf Raketen angegriffen. <\/p>\n<p>\u201eZivile Infrastruktur wurde getroffen, bevor Luftalarm ausgerufen wurde\u201c, erkl\u00e4re Selenskyj. Er ver\u00f6ffentlichte Videos von Einsatzkr\u00e4ften, die in den Tr\u00fcmmern von Geb\u00e4uden nach Versch\u00fctteten suchten. In der Hauptstadt Kiew seien Wohngeb\u00e4ude, B\u00fcros und eine theologische Lehranstalt besch\u00e4digt worden, erkl\u00e4rte der Staatschef. Auch in anderen Landesteilen liefen Bergungseins\u00e4tze.<\/p>\n<p>Klitschko spricht von weiterer Eskalation des Kriegs<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst war nur von Verletzten die Rede gewesen. Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte aber der B\u00fcrgermeister der nordukrainischen Stadt Sumy, Artem Kobsar, dort habe eine russische Lenkbombe f\u00fcnf Menschen get\u00f6tet, darunter ein junges M\u00e4dchen. Bei einem Raketenangriff in der s\u00fcdukrainischen Hafenstadt Odessa starben nach Angaben von Regionalgouverneur Oleg Kiper zwei weitere Menschen. In der \u00f6stlichen Stadt Slowjansk wurde Beh\u00f6rdenangaben zufolge ebenfalls ein Mensch bei einem russischen Angriff get\u00f6tet. In Kiew wurden nach Angaben der Stadtverwaltung zw\u00f6lf Menschen bei russischen Angriffen verletzt, darunter zwei Kinder. <\/p>\n<p>Kiews B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko sprach angesichts der vermehrten russischen Luftangriffen in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine-Kriegs<\/a> durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. \u201eDie Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor\u201c, sagte er der \u201eBild am Sonntag\u201c. <\/p>\n<p>Die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation sei auch auf die neue St\u00e4rke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zur\u00fcckzuf\u00fchren, zeigte sich Klitschko \u00fcberzeugt. Putin stehe so unter Druck, \u201edass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt\u201c, sagte der fr\u00fchere Box-Weltmeister. Klitschko rief die westlichen Partner der Ukraine zu weiteren Hilfen bei der Flugabwehr auf. Gerade beim Abfangen ballistischer Raketen ist Kiew auf Systeme wie die von den USA produzierten Patriot-Komplexe angewiesen.<\/p>\n<p>Selenskyj erneuert Appell an Verb\u00fcndete<\/p>\n<p>Auch Selenskyj erneuerte seinen Appell an die Verb\u00fcndeten seines Landes, mehr milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung zur Abwehr der russischen Invasion bereitzustellen. Dabei forderte er die USA ausdr\u00fccklich auf, ihre Zusage einzul\u00f6sen, der Ukraine eine Lizenz f\u00fcr die Herstellung der Patriot-Luftabwehrsysteme zu erteilen.<\/p>\n<p>\u201eZwischen der Ank\u00fcndigung eines Hilfspakets f\u00fcr die Ukraine und dessen Realisierung d\u00fcrfen nicht Wochen liegen\u201c, sagte Selenskyj. \u201eUkrainische Krieger brauche mehr Mittel, mehr Ressourcen, um Leben zu sch\u00fctzen, um Menschen vor dem russischen \u00dcbel zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Nato-Staaten haben der Ukraine mehrere Patriot-Systeme zur Verf\u00fcgung gestellt, bislang liefern sie ihr auch die Raketen. Zuletzt gingen die ukrainischen Reserven jedoch zur Neige. Die Luftabwehr hatte daher erhebliche Probleme beim Abfangen der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/raketen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/raketen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Raketen<\/a>.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte am Mittwoch bei einem Treffen mit Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels in der t\u00fcrkischen Hauptstadt Ankara bekanntgegeben, sein Land werde der Ukraine \u201edas Recht geben, Patriots herzustellen\u201c. Selenskyj sagte am Donnerstag, es seien noch technische Details zu kl\u00e4ren. <\/p>\n<p>dpa\/AFP\/luwi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei russischen Angriffen auf eine Stadt nahe Kiew war ein Munitionslager in die Luft gegangen. 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