{"id":1160411,"date":"2026-07-12T03:30:33","date_gmt":"2026-07-12T03:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160411\/"},"modified":"2026-07-12T03:30:33","modified_gmt":"2026-07-12T03:30:33","slug":"undertone-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160411\/","title":{"rendered":"Undertone | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Evangeline \u201eEvy\u201c Babic (<strong>Nina Kiri<\/strong>) hat es nicht so mit dem \u00dcbernat\u00fcrlichen, h\u00e4lt die meisten Geschichten f\u00fcr Schwindel. Ihr Freund Justin Morales (<strong>Adam DiMarco<\/strong>) hingegen steht solchen Erfahrungen und Beobachtungen sehr offen gegen\u00fcber. Trotz dieser Unterschiede \u2013 oder auch wegen ihnen \u2013 betreiben die beiden gemeinsam einen Horror-Podcast, in dem sie paranormalen Ereignissen nachgehen. Als Justin eines Tages eine anonyme E-Mail erh\u00e4lt, die zehn Audio-Dateien enth\u00e4lt, nehmen die beiden das Angebot gern an. Urspr\u00fcnglich wollte ein Mann namens Mike diese Aufnahmen als Beweis daf\u00fcr nutzen, dass seine Freundin Jessa im Schlaf spricht. Stattdessen geht es bald darum, dass Kinderlieder, die r\u00fcckw\u00e4rts gespielt werden, geheime Nachrichten enthalten. Evy ist davon fasziniert und macht bald noch weitere unheimliche Entdeckungen \u2026<\/p>\n<p>Versteckter Indie-Horror-Hit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum Hunderte Millionen von US-Dollar ausgeben, wenn es auch g\u00fcnstiger geht? Zumindest im Horrorgenre kann man mit einem sparsamen Budget oft erstaunlich weit kommen. So sind <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2026\/04\/obsession-du-sollst-mich-lieben\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Obsession \u2013 Du sollst mich lieben<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2026\/05\/backrooms\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Backrooms<\/a> zwei der profitabelsten Kinofilme des aktuellen Jahres, spielten bei Kosten von weniger als einer Million bzw. zehn Millionen jeweils rund 400 wieder ein. Das sind Gewinnmargen, von denen man in Hollywood nur tr\u00e4umen kann. Ganz so extrem war die Ausbeute bei Undertone zwar nicht. F\u00fcr sich genommen ist aber auch die kanadische Indie-Produktion beeindruckend, wenn auf ein Budget von 500.000 US-Dollar Einnahmen jeweils der 20-Millionen-grenze stehen. Hierzulande verzichtete man dennoch auf einen regul\u00e4ren Kinorelease, begn\u00fcgte sich mit einer digitalen Ver\u00f6ffentlichung, die zudem ein wenig versteckt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob das kommerziell vern\u00fcnftig ist, dar\u00fcber l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich streiten. Im Vergleich zu den beiden obigen \u00dcberfliegern ist das hier aber tats\u00e4chlich um einiges schw\u00e4cher. Denn w\u00e4hrend die genannten Kollegen mit einer \u00fcberraschend relevanten Geschichte bzw. ungew\u00f6hnlichen Settings punkten und sich von der Konkurrenz abheben konnten, da fehlt das hier. So ist Undertone prinzipiell en Kammerspiel, bei dem das Setting den Film \u00fcber nahezu gleichbleibt. Dann und wann verl\u00e4sst die Protagonistin den Raum, um sich um die kranke Mutter zu k\u00fcmmern, die in einem anderen Zimmer im Bett liegt. Das war es aber auch schon. Das muss nicht zwangsl\u00e4ufig ein Problem sein. Es gibt reihenweise Genrebeitr\u00e4ge, die aufzeigen, dass man auch mit einem derart begrenzten Setting spannende Geschichten erz\u00e4hlen kann. Der Kultfilm Pontypool\u00a0etwa, der ausschlie\u00dflich in einer Radiostation spielt und an den das hier erinnert, ist ein Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Als H\u00f6rspiel spannend<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur hat Regisseur und Drehbuchautor <strong>Ian Tuason<\/strong>, der mit Undertone sein Langfilmdeb\u00fct gibt, nicht gen\u00fcgend Ideen, um damit wirklich die gesamte Laufzeit zu f\u00fcllen. Zumindest nicht gen\u00fcgend, die auch wirklich interessant sind. Mal wieder geht es um d\u00e4monische Wesen, die unwissentlich heraufbeschworen werden. Die Sache mit den r\u00fcckw\u00e4rts gespielten Nachrichten ist auch schon zu sehr abgenutzt. Dann und wann taucht zwar mal etwas auf, bei dem man denkt, dass es jetzt spannend wird. An einer Stelle etwa geht es darum, wie eine Frau als Mutter \u00fcberfordert ist und dem Kind gegen\u00fcber gewaltt\u00e4tig zu werden droht. Doch der Film verfolgt diese Spuren nicht konsequent genug, weshalb die einzelnen Spuren dann auch zu nichts f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass das Horrorwerk, das 2025 auf dem <a href=\"https:\/\/fantasiafestival.com\/en\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fantasia Film Festival<\/a> Weltpremiere hatte, dennoch einen Blick wert ist, liegt an der Akustik. Schlie\u00dflich hat Tuason seinen Deb\u00fctfilm als eine Art H\u00f6rspiel angelegt, bei dem deswegen das H\u00f6ren eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Rolle als das Sehen spielt. Und in der Hinsicht ist Undertone\u00a0tats\u00e4chlich auch gelungen. Es wurde bei dem Film schon einiges in das Sound Design investiert. Das betrifft nicht nur die Audioaufnahmen, die den beiden zugesendet wurden. Auch bei den Telefonanrufen und den \u00fcbrigen Szenen lohnt es sich, sich auf die Ger\u00e4usche einzulassen und die Atmosph\u00e4re zu genie\u00dfen. Als Horrorfilm mag das dann weniger spannend sein, als Sinneserfahrung jedoch schon.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eUndertone\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0Kanada<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02025<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Ian Tuason<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong> Ian Tuason<br \/><strong>Musik:<\/strong> Shanika Lewis-Waddell<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Graham Beasley<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Nina Kiri, Adam DiMarco<\/p>\n<p><b>Filmfeste<\/b><\/p>\n<p>Fantasia Film Festival 2025<br \/>Sundance 2026<\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf \u00fcber diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass f\u00fcr euch Mehrkosten entstehen. 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