{"id":1160424,"date":"2026-07-12T03:47:10","date_gmt":"2026-07-12T03:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160424\/"},"modified":"2026-07-12T03:47:10","modified_gmt":"2026-07-12T03:47:10","slug":"csd-in-wesel-wesel-so-schoen-war-die-queere-parade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160424\/","title":{"rendered":"CSD in Wesel Wesel: So sch\u00f6n war die queere Parade"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die erste Parade zum Christopher Street Day in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wesel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wesel<\/a> war ein voller Erfolg f\u00fcr Veranstalter und Stadt. Schon deutlich vor 15 Uhr versammelten sich am Gro\u00dfen Markt in der Innenstadt viele Hundert bunt gekleidete und fr\u00f6hliche Menschen, um mit einem Demozug die Liebe zu feiern und ein Zeichen f\u00fcr Toleranz zu setzen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch bin seit 8 Uhr unterwegs und total euphorisch, dass es ein toller Tag wird\u201c, sagte Ralf Bocksch aus Wesel vom Orgateam der Veranstaltung. \u201eEs ist toll, zu sehen, wie viele Menschen mit uns feiern. Und von so ein paar Nazis lassen wir uns den Tag auch nicht kaputtmachen. Wesel steht hinter uns.\u201c In seinem Gru\u00dfwort bei der Auftaktkundgebung der Veranstaltung wurde er dann noch deutlicher: \u201eWir fordern Gesetze gegen Hass, Hetze und Gewalt\u201c, sagte er. Vielfalt sei nichts, wovor man Angst haben m\u00fcsse. \u201eLasst uns heute nicht nur feiern, sondern Haltung zeigen.\u201c<\/p>\n<p>Teilnehmer \u00e4u\u00dfern sich politisch      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ebenso deutlich wurde Isabelle Sander von Wesel f\u00fcr Demokratie. \u201eNiemand sollte Angst haben, er selbst zu sein\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch auch die G\u00e4ste ohne offizielle Aufgaben auf dem Gro\u00dfen Markt waren an diesem Samstag guter Dinge. Tom, der seinen Nachnamen nicht in der Zeitung lesen wollte, ist schwul und war verr\u00fcckt angezogen. \u201eIch bin mit Freunden aus Moers nach Wesel gekommen. Vom CSD habe ich beim Esel-Rock erfahren und denke, wenn das heute eine Premiere ist, sollte man dabei sein\u201c, sagte er. \u201eMir gef\u00e4llt\u2018s.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ava ist nichtbin\u00e4r und war aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/krefeld\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krefeld<\/a> angereist. \u201eIch bin hier, weil ich mir erhoffe, dass immer mehr Menschen jeden so leben lassen, wie er m\u00f6chte\u201c, sagte die nichtbin\u00e4re Person. \u201eOhne Hass und ohne Angst. Ich bin schwul und muss sagen, dass ich im Alltag schon aufpassen muss, woher ich laufe. Ich m\u00f6chte nicht in Angst leben \u2013 so wie ja eigentlich jeder.\u201c <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vom Gro\u00dfen Markt aus zog der bunte Demozug, der eher einer Parade \u00e4hnelte als einer politischen Kundgebung, weiter bis zum Berliner Tor. Entlang des Weges wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von vielen Weselern erwartet, die der bunten Parade zuwinkten, mittanzten und sich mitunter sogar einreihten. Am Berliner Tor angekommen gab es auf der B\u00fchne lyrische, musikalische und unterhaltsame Beitr\u00e4ge zu sehen und zu h\u00f6ren. Am Abend sollte au\u00dferdem noch ein DJ auflegen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Stimmung dort war ausgelassen unter den vielen Besuchern. Unter ihnen auch Yvonne aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kamp-lintfort\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kamp-Lintfort<\/a> in einem extrem bunten Kleid und mit einer k\u00fcnstlichen Blumenkette versehen. \u201eAuch wenn mir der CSD sehr gut gefallen hat, w\u00e4re es noch sch\u00f6ner gewesen, wenn die Leute noch bunter angezogen gewesen w\u00e4ren. Ich kam mir schon ein wenig overstyled vor. Ich finde generell, dass jeder so leben und lieben sollte, wie er mag. Deshalb bin ich auch hier. Eigentlich sollte das selbstverst\u00e4ndlich sein, was es aber nicht immer ist. Ich bin f\u00fcr ein buntes Leben und gegen Spie\u00dfigkeit.\u201c Nach ihrem Geschmack h\u00e4tte es nur noch etwas mehr Musik auf der B\u00fchne geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gute Stimmung auf dem Berliner-Tor-Platz      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Gisela (80) aus Wesel hat die Veranstaltung \u201esehr gut gefallen\u201c, wie sie sagt. Nicht zuletzt, weil \u201eso viele teilgenommen haben. Alte und Junge. War das nicht toll!?\u201c. Auch sie ist der \u00dcberzeugung, \u201edass jeder so leben soll, wie er mag. Vorausgesetzt, er schadet keinem anderen. Keinem sollten Steine in den Weg gelegt werden. Ich w\u00e4re froh, wenn der CSD auch 2027 wieder in Wesel stattfinden w\u00fcrde. Ich w\u00e4re jedenfalls dabei, wenn ich gesund bleibe.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass der CSD tats\u00e4chlich im n\u00e4chsten Jahr erneut gefeiert werden k\u00f6nnte, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Denn wie Organisatorin Isabell Boller am sp\u00e4ten Nachmittag erkl\u00e4rt, \u201efanden es wirklich alle sch\u00f6n. Und ich will nicht ausschlie\u00dfen, dass es auch 2027 einen CSD gibt.\u201c Das gesamte Orgateam habe sich \u00fcber den sehr guten Zuspruch gefreut. \u201eEs waren ja mehrere Tausend Leute da. Wir hatten nur gut 800 angemeldet.\u201c Isabell Boller ist schon froh, dass der Stress nun vorbei ist. \u201eIch habe in der letzten Woche fast nichts anderes getan, als mich um den CSD zu k\u00fcmmern.\u201c <\/p>\n<p>Polizei sch\u00e4tzt Teilnehmerzahl       <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Polizei begleitete und besch\u00fctzte die Veranstaltung den gesamten Tag \u00fcber besonders gewissenhaft. Grund daf\u00fcr war eine fr\u00fcher f\u00fcr den Tag angemeldete Kundgebung der rechtsextremen Partei \u201eDie Heimat\u201c am Weseler Bahnhof, die den CSD st\u00f6ren sollte. Im Nachgang berichtete die Beh\u00f6rde, dass beide Versammlungen friedlich und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen seien. Die Teilnehmerzahl des CSD sch\u00e4tzte die Kreispolizei auf eine \u201eim h\u00f6heren dreistelligen Bereich\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die erste Parade zum Christopher Street Day in Wesel war ein voller Erfolg f\u00fcr Veranstalter und Stadt. 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