{"id":1160851,"date":"2026-07-12T08:38:16","date_gmt":"2026-07-12T08:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160851\/"},"modified":"2026-07-12T08:38:16","modified_gmt":"2026-07-12T08:38:16","slug":"vorwurf-der-bestechlichkeit-anklage-geht-gegen-freispruch-von-polizeiinspekteur-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160851\/","title":{"rendered":"Vorwurf der Bestechlichkeit: Anklage geht gegen Freispruch von Polizeiinspekteur vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch der zweite Prozess gegen den vom Dienst suspendierten Inspekteur der Polizei geht in die n\u00e4chste Runde. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart habe zwischenzeitlich Revision gegen den Freispruch des Mannes eingelegt, teilte ein Sprecher der Beh\u00f6rde mit. Mit dem Fall muss sich nun der Bundesgerichtshof (BGH) in <a href=\"https:\/\/www.ka-news.de\/karlsruhe\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Karlsruhe<\/a> befassen.\u00a0Zuvor hatte der \u201eS\u00fcdkurier\u201c berichtet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der ehemals rangh\u00f6chste Polizist des Landes war in der vergangenen Woche vom Landgericht Stuttgart vom Vorwurf der Bestechlichkeit freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, er habe einer Hauptkommissarin in einem Telefonat angeboten, sie beim Auswahlverfahren f\u00fcr den h\u00f6heren Polizeivollzugsdienst zu f\u00f6rdern, wenn sie sich auf eine sexuelle Beziehung mit ihm einlasse.\n  <\/p>\n<p>            Kammer sah keine hinreichenden Belege<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die zust\u00e4ndige Kammer des Landgerichts Stuttgart sah daf\u00fcr aber keine hinreichenden Belege. Die Vorsitzende Richterin sagte bei der Begr\u00fcndung des Urteils, er habe die Unterst\u00fctzung der Kommissarin nach \u00dcberzeugung des Gerichts nicht in einen inneren Zusammenhang mit der Fortf\u00fchrung einer Beziehung gesetzt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In einem ersten Prozess war dem Polizisten zur Last gelegt worden, dieselbe junge Kommissarin bei einem Kneipenbesuch vor fast f\u00fcnf Jahren sexuell bedr\u00e4ngt zu haben. Der Inspekteur war deswegen aber im Juli 2023 vom Landgericht Stuttgart freigesprochen worden. Der Freispruch ist rechtskr\u00e4ftig.\n  <\/p>\n<p>            Fall schlug auch in der Politik gro\u00dfe Wellen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Aff\u00e4re rund um den Polizeiinspekteur zog politisch weite Kreise. So wurde im Stuttgarter Landtag ein Untersuchungsausschuss eingesetzt. Das Gremium befasste sich mit sexueller Bel\u00e4stigung und der Bef\u00f6rderungspraxis bei der Polizei und der Weitergabe eines Anwaltsschreibens durch den damaligen Innenminister Thomas Strobl (CDU). Es ging auch darum, wie der Inspekteur auf seinen Posten kam und Spitzenstellen bei der Polizei grunds\u00e4tzlich besetzt werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Strobl schaffte im Kontext des Falls das Amt des Inspekteurs ab. Formaljuristisch ist der Angeklagte aber laut Innenministerium immer noch Inspekteur. Er ist demnach weiterhin Beamter und bezieht auch noch einen Teil seines Gehalts. Das beamtenrechtliche Disziplinarverfahren gegen den suspendierten Inspekteur l\u00e4uft laut Innenministerium auch nach dem Freispruch weiter.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch der zweite Prozess gegen den vom Dienst suspendierten Inspekteur der Polizei geht in die n\u00e4chste Runde. 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