{"id":1160953,"date":"2026-07-12T09:37:14","date_gmt":"2026-07-12T09:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160953\/"},"modified":"2026-07-12T09:37:14","modified_gmt":"2026-07-12T09:37:14","slug":"nach-stromausfall-in-berlin-widersprueche-zu-kai-wegners-telefonaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1160953\/","title":{"rendered":"Nach Stromausfall in Berlin: Widerspr\u00fcche zu Kai Wegners Telefonaten"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Berliner Senatskanzlei bleibt bei ihrer Aussage, der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner habe schon zu Beginn des mehrt\u00e4gigen Stromausfalls mit Bundeskanzler Friederich Merz (beide CDU) telefoniert. Das Gespr\u00e4ch habe am 4. Januar um 19.57 Uhr stattgefunden und vier Minuten gedauert, sagte ein Sprecher der Senatskanzlei auf dpa-Anfrage. Merz habe Wegner an dem Abend zur\u00fcckgerufen. Das <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundeskanzleramt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeskanzleramt<\/a> hat das Telefongespr\u00e4ch allerdings nicht best\u00e4tigt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Sprecher der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> wies am Samstagabend darauf hin, dass nicht s\u00e4mtliche Gespr\u00e4che und Telefonate des Kanzlers erfasst und auch \u00fcblicherweise nicht dokumentiert w\u00fcrden. \u201eIm \u00dcbrigen ist dem Bundeskanzler ein solches Telefonat nicht erinnerlich.\u201c Zuvor hatten mehrere Medien dar\u00fcber berichtet.\u00a0<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der \u201eTagesspiegel\u201c hatte am Freitag aus einem Schreiben des Kanzleramts mit einer Antwort auf Fragen der Zeitung zitiert. Darin hei\u00dft es, in dem Verfahren \u201ewird mitgeteilt, dass, soweit feststellbar, der Bundeskanzler w\u00e4hrend der Dauer des fragegegenst\u00e4ndlichen Stromausfalls in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/berlin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> im Januar 2026 kein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit dem Regierenden B\u00fcrgermeister von Berlin Wegner gef\u00fchrt hat, weder in Anwesenheit pers\u00f6nlich noch telefonisch\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Regierungssprecher best\u00e4tigte daraufhin auf dpa-Anfrage diese Informationen aus einem Schriftsatz des Bundeskanzleramts an das Verwaltungsgericht Berlin. Der \u201eTagesspiegel\u201c hatte dort nach eigenen Angaben Ende Juni einen Eilantrag auf Grundlage des presserechtlichen Auskunftsanspruchs eingereicht, nachdem das Kanzleramt \u00fcber Wochen keine n\u00e4heren Informationen zu entsprechenden Telefonaten geliefert habe.<\/p>\n<p>Was bedeutet \u201esoweit feststellbar\u201c?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wegner hatte in der Sendung RBB-\u201eAbendschau\u201c am 5. Januar gesagt: \u201eGestern habe ich einmal mehr mit dem Bundeskanzler auch gesprochen.\u201c Wie dieser Widerspruch aufzul\u00f6sen ist, bleibt weiterhin offen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Aussage, &#8222;dass, soweit feststellbar, der Bundeskanzler w\u00e4hrend der Dauer des fragegegenst\u00e4ndlichen Stromausfalls in Berlin im Januar 2026 kein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit dem Regierenden B\u00fcrgermeister von Berlin Wegner gef\u00fchrt hat (&#8230;)&#8220;, wurde auf Grundlage der im Bundeskanzleramt verf\u00fcgbaren Informationen erteilt\u201c, erg\u00e4nzte der Regierungssprecher am Samstagabend.\u00a0<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Formulierung &#8222;soweit feststellbar&#8220; dr\u00fcckt dabei aus, dass verf\u00fcgbare Daten und Informationen nach dem verf\u00fcgbaren Kenntnisstand und in der gebotenen Sorgfalt ausgewertet wurden.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Bundeskanzler sei vom ersten Tag des Stromausfalls an eingebunden gewesen und fortlaufend \u00fcber den Sachstand unterrichtet worden. Am Tag des Stromausfalls als Folge eines Anschlags auf das Berliner Stromnetz am 3. Januar und in den Folgetagen habe es mehrere Gespr\u00e4che und andere Formen der Kommunikation auf verschiedenen Ebenen zwischen der Berliner Landesregierung und dem Bundeskanzleramt gegeben.\u00a0<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wegner steht unter anderem wegen widerspr\u00fcchlicher und falscher Angaben dazu, mit wem er zu Beginn des Blackouts telefoniert hat, seit langem in der Kritik. Am Freitagnachmittag erkl\u00e4rte er bei einer \u00fcberraschend angek\u00fcndigten Pressekonferenz seinen R\u00fcckzug als Spitzenkandidat der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/cdu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a> bei der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/abgeordnetenhauswahl\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Abgeordnetenhauswahl<\/a> am 20. September. Als Regierender B\u00fcrgermeister will Wegner im Amt bleiben, bis ein Nachfolger im Landesparlament gew\u00e4hlt ist.<\/p>\n<p>Kanzleramt hat fr\u00fchere Angaben schon im Mai korrigiert      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Erst am Dienstag hatte der \u201eTagesspiegel\u201c eine Antwort der Senatskanzlei eine Anfrage ver\u00f6ffentlicht, nach der Wegner anders als zun\u00e4chst behauptet am Vormittag des 3. Januars noch keine dienstlichen Telefonate zum <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/stromausfall\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stromausfall<\/a> gef\u00fchrt hat. Im Interview mit Welt TV hatte Wegner am 7. Januar gesagt: \u201eIch habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu f\u00fchren. Ich habe mit den Krisenst\u00e4ben telefoniert, mit Stromnetz.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mitte Mai hatte eine Sprecherin der Bundesregierung fr\u00fchere Angaben korrigiert und mitgeteilt, Wegner und Merz h\u00e4tten am 3. Januar nicht miteinander telefoniert. Am 17. M\u00e4rz hatte ein Sprecher der Bundesregierung dazu zun\u00e4chst geantwortet, es habe an dem Tag mehrere Gespr\u00e4che Wegners mit Merz und Kanzleramtsminister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/thorsten-frei\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Thorsten Frei<\/a> (CDU) gegeben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf Bundesebene kommt Kritik von der Opposition. Gr\u00fcnen-Chef Felix Banaszak sagte dem \u201eTagesspiegel\u201c: \u201eBei der CDU wird die Lage immer verr\u00fcckter: In einem verzweifelten Man\u00f6ver versucht die CDU in Berlin, die Talfahrt in den Umfragen zu stoppen &#8211; und wirft dabei Fragen weit \u00fcber den Berliner Landesverband hinaus bis hin zum Kanzler auf.\u201c Es brauche jetzt Transparenz zur Rolle des Kanzleramts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Berliner Senatskanzlei bleibt bei ihrer Aussage, der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner habe schon zu Beginn des mehrt\u00e4gigen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1160954,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,8436,12844,12845,243449,29,30,2699,2384,50,17402,243450,182,31411,30263,9905,10959,5667,15605,243448],"class_list":["post-1160953","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-berliner","tag-bundeskanzler","tag-bundeskanzleramt","tag-bundeskanzleramts","tag-deutschland","tag-germany","tag-gespraech","tag-kai-wegner","tag-kanzler","tag-kanzleramt","tag-kanzleramtsminister","tag-merz","tag-regierungssprecher","tag-senatskanzlei","tag-sprecher","tag-sprecherin","tag-stromausfall","tag-telefonat","tag-telefongespraech"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116906337766098138","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1160953"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160953\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1160954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1160953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1160953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1160953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}