{"id":116125,"date":"2025-05-16T21:32:13","date_gmt":"2025-05-16T21:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/116125\/"},"modified":"2025-05-16T21:32:13","modified_gmt":"2025-05-16T21:32:13","slug":"kaschmir-konflikt-indien-und-pakistan-fordern-die-eu-zum-handeln-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/116125\/","title":{"rendered":"Kaschmir-Konflikt: Indien und Pakistan fordern die EU zum Handeln auf"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Die EU-Botschafter Indiens und Pakistans haben euronews erkl\u00e4rt, wie die Europ\u00e4ische Union bei der L\u00f6sung des Konfliktes zwischen den beiden L\u00e4ndern helfen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Ende April wurden mindestens 26 Zivilisten bei einem Terroranschlag in Pahalgam in der indischen Provinz Jammu und Kaschmir get\u00f6tet. Es war der t\u00f6dlichste Angriff auf Zivilisten in Indien seit den Anschl\u00e4gen von Mumbai im Jahr 2008. Indien beschuldigte Pakistan, grenz\u00fcberschreitenden Terrorismus zu unterst\u00fctzen, setzte den Indus-Wasservertrag aus, wies pakistanische Diplomaten aus und schloss die Grenzen. Pakistan wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und reagierte mit der Aussetzung des Shimla-Abkommens, Handelsbeschr\u00e4nkungen und der Schlie\u00dfung des Luftraums.<\/p>\n<p>Sowohl Indien als auch Pakistan beanspruchen ganz Kaschmir als ihr Territorium; Pakistan bef\u00fcrwortet internationale Bem\u00fchungen zur L\u00f6sung des Konflikts durch Vermittlung, w\u00e4hrend Indien dies ablehnt.<\/p>\n<p>Indiens Botschafter fordert Druck auf Pakistan<\/p>\n<p>Der indische EU-Botschafter Saurabh Kumar unterstrich Indiens Vorwurf, dass in Pakistan ans\u00e4ssige Terrorgruppen hinter dem Angriff in Pahalgam stecken, den er als einen &#8222;sehr abscheulichen und heimt\u00fcckischen Terroranschlag&#8220; bezeichnete, bei dem &#8222;26 indischen und einem nepalesischen Tourist vor den Augen ihrer Familienangeh\u00f6rigen aus n\u00e4chster N\u00e4he in den Kopf geschossen wurde, nachdem sie ihre Religion angegeben hatten&#8220;, so Kumar.<\/p>\n<p>&#8222;Es waren also Ehefrauen da, es waren Kinder da, und den Familienmitgliedern wurde gesagt, sie sollten diese Botschaft an die indische F\u00fchrung weitergeben. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, dass dies zu einem riesigen Aufruhr innerhalb des Landes f\u00fchrte&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Die indische Regierung habe daraufhin &#8222;bestimmte Ma\u00dfnahmen&#8220; ergriffen, die &#8222;sehr spezifisch, gezielt und ma\u00dfvoll&#8220; gewesen seien und &#8222;im Wesentlichen darauf abzielten, die Terrorinfrastruktur auf pakistanischer Seite auszuschalten&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Ich denke, dass die Europ\u00e4ische Union einen gro\u00dfen wirtschaftlichen Einfluss auf Pakistan hat und dass Pakistan die Botschaft vermittelt werden sollte, dass es dieses Terrornetzwerk aufgeben muss, das es auf seinem Territorium unterst\u00fctzt&#8220;, sagte Botschafter Kumar.<\/p>\n<p>Die indische Regierung wirft Pakistan vor, den Terrorismus zu finanzieren, zu unterst\u00fctzen, zu bewaffnen und &#8222;alle m\u00f6glichen Aktivit\u00e4ten zu unternehmen, damit er w\u00e4chst und gedeiht&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wir w\u00fcrden also gerne sehen, dass Druck auf die pakistanische Regierung ausge\u00fcbt wird, um das Netzwerk zu zerschlagen&#8220;, so Kumar.<\/p>\n<p>Die Idee einer internationalen oder EU-gef\u00fchrten Vermittlung zwischen den beiden L\u00e4ndern wies der Botschafter zur\u00fcck. Er argumentierte, dass es eine klare Vorbedingung f\u00fcr Indien gebe, direkte bilaterale Gespr\u00e4che mit Pakistan aufzunehmen.<\/p>\n<p>&#8222;Wie unser Ministerpr\u00e4sident sagte, k\u00f6nnen Terror und Gespr\u00e4che nicht gleichzeitig stattfinden. Es geht hier also darum, dass Pakistan den Terror aufgibt, der von seinem Boden ausgeht, und dass Pakistan ihn nicht weiter als Instrument der Staatspolitik einsetzt&#8220;, sagte Kumar.<\/p>\n<p>Pakistan bestreitet unterdessen eine Verwicklung in die Terroranschl\u00e4ge und sagt, dass Indien in dieser Angelegenheit &#8222;L\u00fcgen und das Thema Terrorismus als Waffe&#8220; einsetze.<\/p>\n<p>Pakistans Botschafter bittet um Vermittlung<\/p>\n<p>Der pakistanische EU-Botschafter Rahim Hayat Qureshi sagte, das Land sei dankbar f\u00fcr die Bem\u00fchungen der USA um einen Waffenstillstand, aber auch f\u00fcr die Intervention der Hohen Vertreterin der EU Kaja Kallas, die mehrfach mit beiden Regierungen telefoniert hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Die Europ\u00e4ische Union ist eine der S\u00e4ulen der globalen Ordnung. Das, was wir die regelbasierte Ordnung nennen. Bei diesem Vorfall geht es nicht nur um Indien und Pakistan. Es geht um mehr als das. Es geht um Unilateralismus gegen Multilateralismus&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>&#8222;Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass ein Staat zum Richter, Geschworenen und Henker wird. Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass es zwischen zwei Atomm\u00e4chten zu Raketenangriffen kommt&#8220;, sagte Botschafter Qureshi und f\u00fcgte hinzu, dass Pakistan f\u00fcr eine internationale Vermittlung offen sei. Die EU forderte er auf, dabei eine Rolle zu spielen.<\/p>\n<p>&#8222;Was wir sagen, ist, dass der Respekt und die W\u00fcnsche der betroffenen Menschen, in diesem Fall die Menschen in Kaschmir, respektiert werden sollten. Und Europa hat in dieser Hinsicht eine berechtigte Rolle zu spielen. Wir fordern unseren Nachbarn Indien auf, die Rolle Europas, der USA oder eines anderen Vermittlers in dieser Angelegenheit zu akzeptieren, damit wir unsere Konflikte in Frieden und W\u00fcrde regeln k\u00f6nnen&#8220;, sagte Qureshi.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind offen f\u00fcr Schlichtung, Verhandlungen, Konsultationen, Vermittlung, alles, was dazu beitr\u00e4gt, dass die Rechtsstaatlichkeit zwischen unseren beiden Staaten respektiert wird&#8220;, f\u00fcgte der pakistanische Botschafter hinzu.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat letzte Woche eine Stellungnahme ver\u00f6ffentlicht, in der sie den Terroranschlag in Pahalgam verurteilte und erkl\u00e4rte, jeder Staat habe das Recht, seine B\u00fcrger vor Terror zu sch\u00fctzen. Die EU rief beide L\u00e4nder auf, zu deeskalieren und von weiteren Angriffen abzusehen, um das Leben der Zivilbev\u00f6lkerung auf beiden Seiten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Die EU-Botschafter Indiens und Pakistans haben euronews erkl\u00e4rt, wie die Europ\u00e4ische Union bei der L\u00f6sung des Konfliktes&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":116126,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,699,25180,14,15,10670,12],"class_list":{"0":"post-116125","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-indien","17":"tag-kaschmir","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-pakistan","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114519654210678130","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116125\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}