{"id":1161659,"date":"2026-07-12T16:32:16","date_gmt":"2026-07-12T16:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1161659\/"},"modified":"2026-07-12T16:32:16","modified_gmt":"2026-07-12T16:32:16","slug":"alltag-am-limit-ueberlastung-an-der-uni-leipzig-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1161659\/","title":{"rendered":"Alltag am Limit: \u00dcberlastung an der Uni Leipzig \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Universit\u00e4t Leipzig hat \u00fcberall die Axt angelegt, und der Rest soll nun dem Rasenm\u00e4her zum Opfer fallen. Chronische \u00dcberlastung, massenhaft unbezahlte \u00dcberstunden und erhebliche Einschr\u00e4nkungen in der Forschung pr\u00e4gen den Alltag.\u201c, so fasst die GEW Sachsen die Ergebnisse einer aktuellen Befragung des Personalrats zusammen. Die Bildungsgewerkschaft fordert ein sofortiges Umdenken und das Ende des destruktiven Sparkurses.<\/p>\n<p>An der gerade vorgestellten Umfrage des Personalrats beteiligte sich rund jeder dritte wissenschaftliche Besch\u00e4ftigte \u2013 eine au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Quote. Die am 8. Juli vorgelegten Daten zeigen schonungslos, unter welchem Druck der akademische Mittelbau steht:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Massenhafte Mehrarbeit: 87 Prozent der Besch\u00e4ftigten arbeiten regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ihre vertragliche Arbeitszeit hinaus.<\/li>\n<li>Strukturelle \u00dcberlastung: Vier von f\u00fcnf Befragten k\u00f6nnen ihre regul\u00e4ren Dienstaufgaben in der vertraglichen Arbeitszeit schlicht nicht bew\u00e4ltigen.<\/li>\n<li>Kein Ausgleich: \u00dcber die H\u00e4lfte gleicht die Mehrarbeit \u00fcberhaupt nicht aus \u2013 oft mangels Regelungen oder aus Angst vor Konsequenzen im Wissenschaftssystem.<\/li>\n<li>Entgrenzte Arbeitszeiten: Rund die H\u00e4lfte arbeitet regelm\u00e4\u00dfig nach 21 Uhr, zwei Drittel auch am Wochenende.<\/li>\n<li>Forschung bleibt auf der Strecke: 41 Prozent berichten bereits von gestiegenen Lehraufgaben. Weil Personal fehlt, wird Forschung in die Freizeit verlagert oder entf\u00e4llt komplett.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDiese Zahlen sind kein Warnsignal mehr \u2013 im Maschinenraum der Universit\u00e4t sind bereits viele D\u00e4mme gebrochen\u201c, kommentiert David Jugel, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Sachsen. \u201eDass fast alle regelm\u00e4\u00dfig unbezahlte \u00dcberstunden leisten, ist systematische Ausbeutung. Die Besch\u00e4ftigten halten den Betrieb auf Kosten ihrer Gesundheit aufrecht, w\u00e4hrend die Universit\u00e4t sie mit K\u00fcrzungen abstraft. Das akzeptieren wir nicht! Wenn Forschung nur noch nachts oder am Wochenende stattfindet, hat die Universit\u00e4t Leipzig ihre Attraktivit\u00e4t als Arbeitgeberin bereits verloren.\u201c<\/p>\n<p>Die Kernforderungen der GEW Sachsen:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stopp des Stellenabbaus: Weniger Personal muss zwingend zu einer dokumentierten Reduzierung der Aufgaben f\u00fchren.<\/li>\n<li>Zeit f\u00fcr Forschung garantieren: Verl\u00e4ssliche, gesch\u00fctzte Zeitfenster f\u00fcr wissenschaftliche Qualifikation m\u00fcssen im Rahmen der regul\u00e4ren Dienstzeit gesichert werden.<\/li>\n<li>Schluss mit dem Befristungswahn: Der existenzielle Druck durch Kettenbefristungen muss beendet werden.<\/li>\n<li>Verbindliche Zeiterfassung: Es braucht faire und benutzerfreundliche Systeme f\u00fcr verl\u00e4sslichen Freizeitausgleich.<\/li>\n<li>Kein Missbrauch studentischer Besch\u00e4ftigter: Studentische Besch\u00e4ftigte d\u00fcrfen kein billiger Ersatz f\u00fcr Dauerstellen sein und m\u00fcssen in den TV-L aufgenommen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die GEW Sachsen fordert die Universit\u00e4tsleitung auf, unverz\u00fcglich einen ehrlichen Dialog mit den Besch\u00e4ftigten aufzunehmen. Die Uhr an der Universit\u00e4t Leipzig zeigt bereits f\u00fcnf nach zw\u00f6lf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDie Universit\u00e4t Leipzig hat \u00fcberall die Axt angelegt, und der Rest soll nun dem Rasenm\u00e4her zum Opfer fallen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":800402,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,6203,71,859,22082],"class_list":["post-1161659","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-gew","tag-leipzig","tag-sachsen","tag-uni-leipzig"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116907969916981441","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1161659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1161659"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1161659\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/800402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1161659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1161659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1161659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}