{"id":1162016,"date":"2026-07-12T20:23:12","date_gmt":"2026-07-12T20:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1162016\/"},"modified":"2026-07-12T20:23:12","modified_gmt":"2026-07-12T20:23:12","slug":"sozialverbaende-warnen-sparpolitik-darf-nicht-auf-dem-ruecken-der-armen-menschen-ausgetragen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1162016\/","title":{"rendered":"\u201eSozialverb\u00e4nde warnen: Sparpolitik darf nicht auf dem R\u00fccken der armen Menschen ausgetragen werden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ludwigshafen\/Metropolregion Rhein-Neckar \u2013 Die AWO und weitere Sozialverb\u00e4nde im Kreis kritisieren die aktuelle Sparpolitik der Bundesregierung aus CDU\/CSU und SPD scharf. Statt soziale Sicherheit zu st\u00e4rken, drohen Einschnitte und Finanzierungsvorbehalte genau dort, wo Menschen bereits heute jeden Euro zweimal umdrehen m\u00fcssen: bei Familien mit kleinen Einkommen, Rentnerinnen und Rentnern, Alleinerziehenden, Menschen mit Behinderung, Arbeitslosen, Pflegebed\u00fcrftigen und Besch\u00e4ftigten in sozialen Einrichtungen.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der Verb\u00e4nde setzt der Bundeshaushalt 2026 falsche Priorit\u00e4ten. W\u00e4hrend f\u00fcr Wirtschaft, Verteidigung und Sonderverm\u00f6gen gro\u00dfe Summen mobilisiert werden, bleiben soziale Zusagen aus dem Koalitionsvertrag deutlich hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Die AWO hatte bereits kritisiert, dass der Kinder- und Jugendplan statt der angek\u00fcndigten Erh\u00f6hung um zehn Prozent lediglich um gut drei Prozent steigen soll. Gleichzeitig werden Verbesserungen bei der Migrationsberatung und bei der F\u00f6rderung der Wohlfahrtsverb\u00e4nde vertagt. Auch andere Sozialverb\u00e4nde warnen, dass Reformkommissionen zu Rente, Gesundheit und Pflege nicht zum Einfallstor f\u00fcr K\u00fcrzungen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Menschen bedeutet diese Politik ganz konkret: weniger Geld im Portemonnaie. Wenn Leistungen nicht mit den Preisen Schritt halten, wenn Beratung, Pflege, Kinder- und Jugendarbeit oder bezahlbarer Wohnraum nicht ausreichend finanziert werden, zahlen die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger die Rechnung im Alltag. Schon geringe Mehrbelastungen treffen Haushalte mit kleinen Einkommen besonders hart. Eine Familie, die monatlich 60 bis 100 Euro mehr f\u00fcr Lebensmittel, Energie, Mobilit\u00e4t oder Zuzahlungen aufbringen muss, verliert im Jahr bis zu 1.200 Euro an finanzieller Luft. F\u00fcr Rentnerinnen und Rentner mit niedriger Rente, Alleinerziehende oder Menschen im B\u00fcrgergeldbezug ist das kein statistischer Wert, sondern die Entscheidung zwischen neuer Winterjacke, Vereinsbeitrag f\u00fcr das Kind oder einer notwendigen Reparatur.<\/p>\n<p>Besonders problematisch ist aus Sicht der Sozialverb\u00e4nde, dass K\u00fcrzungen bei sozialer Infrastruktur oft unsichtbar beginnen, aber schnell sp\u00fcrbar werden: l\u00e4ngere Wartezeiten in Beratungsstellen, weniger Angebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche, eingeschr\u00e4nkte Unterst\u00fctzung f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und Zugewanderte, \u00fcberlastete Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie steigende Eigenanteile f\u00fcr Familien. Wenn Kommunen und Tr\u00e4ger gezwungen werden, Angebote zu reduzieren, trifft das nicht abstrakte Haushaltspositionen, sondern Menschen vor Ort.<\/p>\n<p>Der Kreisvorsitzende Holger Scharff erkl\u00e4rt dazu: \u201eWer heute bei sozialer Beratung, Jugendhilfe, Pflege, Integration und Armutsbek\u00e4mpfung spart, spart nicht am Staat, sondern an den Menschen. Die Bundesregierung darf die Haushaltsl\u00f6cher nicht durch Einschnitte bei denen schlie\u00dfen, die ohnehin kaum R\u00fccklagen haben. Viele Familien im Kreis merken schon jetzt, dass am Monatsende weniger \u00fcbrig bleibt. Wenn dann noch soziale Angebote wegfallen oder Leistungen real an Wert verlieren, wird aus finanzieller Sorge schnell soziale Ausgrenzung. Wir fordern deshalb: Soziale Sicherheit muss Vorrang haben. Starke Schultern m\u00fcssen st\u00e4rker beitragen, statt Menschen mit kleinen Einkommen weiter zu belasten.\u201c<\/p>\n<p>Die AWO und die beteiligten Sozialverb\u00e4nde fordern die Bundestagsabgeordneten der Region auf, den Bundeshaushalt sozial nachzubessern. Notwendig sind verl\u00e4ssliche Mittel f\u00fcr Kinder- und Jugendarbeit, Armutspr\u00e4vention, Migrationsberatung, Schuldnerberatung, Pflege, soziale Einrichtungen und bezahlbares Wohnen. \u00d6ffentliche Haushalte m\u00fcssen daran gemessen werden, ob sie den Alltag der Menschen verbessern. Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt will, darf ihn nicht unter Finanzierungsvorbehalt stellen.<\/p>\n<p>\u201eWir stehen gemeinsam f\u00fcr einen Sozialstaat, der sch\u00fctzt, bevor Not entsteht\u201c, so der Kreisvorsitzende Holger Scharff weiter. \u201eSparen an sozialer Infrastruktur ist am Ende immer teurer: f\u00fcr die Betroffenen, f\u00fcr die Kommunen und f\u00fcr die Demokratie. Die Menschen brauchen Sicherheit, Respekt und konkrete Entlastung \u2013 keine Politik, die ihnen noch weniger im Geldbeutel l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: AWO-Vorderpfalz<\/p>\n<p class=\"post-modified-info\">Zuletzt aktualisiert am 12. Juli 2026, 21:25<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ludwigshafen\/Metropolregion Rhein-Neckar \u2013 Die AWO und weitere Sozialverb\u00e4nde im Kreis kritisieren die aktuelle Sparpolitik der Bundesregierung aus CDU\/CSU&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":609818,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1845],"tags":[32246,11214,15947,1634,2062,15252,1173,12612,29849,31,3364,29,1149,548,663,3934,5431,6586,666,30,13,87353,3659,1722,1114,1236,7739,25476,2096,9834,20598,25488,25489,1466,14,14480,15,2124,9221,22861,5399,379,7435,5206,28951,11009,12,3931,11230,187073,184,4201,1250,44980,1463,1491],"class_list":["post-1162016","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-mannheim","tag-wohnraum","tag-11214","tag-awo","tag-baden-wuerttemberg","tag-behinderung","tag-beratung","tag-bundesregierung","tag-buerger","tag-buergerinnen","tag-cdu","tag-de","tag-deutschland","tag-energie","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-familien","tag-forderung","tag-geld","tag-germany","tag-headlines","tag-holger-scharff","tag-integration","tag-jugendliche","tag-kinder","tag-kommunen","tag-kreis","tag-ludwigshafen","tag-mannheim","tag-menschen","tag-menschen-mit-behinderung","tag-metropolregion","tag-metropolregion-rhein-neckar","tag-mobilitaet","tag-nachrichten","tag-neckar","tag-news","tag-ob","tag-pflege","tag-prozent","tag-region","tag-rente","tag-rentner","tag-rhein","tag-rhein-neckar","tag-ruecken","tag-schlagzeilen","tag-sicherheit","tag-sozial","tag-soziale-einrichtungen","tag-spd","tag-treffen","tag-unterstuetzung","tag-vorderpfalz","tag-wohnen","tag-zahlen"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1162016"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162016\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/609818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1162016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1162016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1162016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}