{"id":1162963,"date":"2026-07-13T07:02:17","date_gmt":"2026-07-13T07:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1162963\/"},"modified":"2026-07-13T07:02:17","modified_gmt":"2026-07-13T07:02:17","slug":"ema-startet-initiative-fuer-bessere-arzneimittelversorgung-von-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1162963\/","title":{"rendered":"EMA startet Initiative f\u00fcr bessere Arzneimittelversorgung von Frauen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" class=\"articleimage lazy-load\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/aeltere-patientin-beratung-arztpraxis.webp\" alt=\"Aeltere Patientin Beratung Arztpraxis\" title=\"Aeltere Patientin Beratung Arztpraxis\"\/> <\/p>\n<p>Frauen leben zwar im Durchschnitt l\u00e4nger als M\u00e4nner, sind jedoch h\u00e4ufiger von chronischen Erkrankungen und gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen betroffen. Die <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/zulassung\/ema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ische Arzneimittelagentur (EMA)<\/a> intensiviert daher ihre Anstrengungen, die Arzneimittelversorgung von Frauen zu verbessern. Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Erkrankungen und Therapien sollen k\u00fcnftig st\u00e4rker in der Entwicklung, Bewertung und \u00dcberwachung von Arzneimitteln ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Forschungsl\u00fccken sollen identifiziert werden<\/p>\n<p>Den Auftakt bildet ein zweit\u00e4giger Workshop am 28. und 29. September, an dem Vertreter von Zulassungsbeh\u00f6rden, Wissenschaft, Industrie, Gesundheitsberufen und Patientenorganisationen teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen Forschungsl\u00fccken entlang des gesamten Spektrums der Frauengesundheit. Zudem sollen Priorit\u00e4ten f\u00fcr eine bessere Evidenzbasis und inklusivere klinische Forschung definiert werden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der EMA bestehen weiterhin Wissensdefizite zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Krankheitsverl\u00e4ufen und Therapieeffekten. Erkrankungen wie <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/praeeklampsie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pr\u00e4eklampsie<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/endometriose\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Endometriose <\/a>oder Beschwerden in den Wechseljahren seien nach wie vor unzureichend erforscht und w\u00fcrden in der Arzneimittelentwicklung bislang nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Vier Schwerpunkte der EMA<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde konzentriert sich zun\u00e4chst auf vier zentrale Handlungsfelder. Erstens soll die Repr\u00e4sentation von Frauen in klinischen Studien genauer untersucht werden. Zwar w\u00fcrden Frauen bei Zulassungsstudien f\u00fcr neue Arzneimittel in Europa grunds\u00e4tzlich angemessen ber\u00fccksichtigt, nun sollen jedoch die Daten des Clinical Trials Information System (CTIS) detaillierter ausgewertet werden, um m\u00f6gliche Versorgungsl\u00fccken in einzelnen Entwicklungsphasen zu erkennen.<\/p>\n<p>Zweitens will die EMA sicherstellen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede etwa bei Dosierung, Wirksamkeit oder Sicherheit konsequent bewertet und in den Fach- und Gebrauchsinformationen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Mehr Evidenz f\u00fcr Schwangerschaft und Stillzeit<\/p>\n<p>Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Arzneimitteln w\u00e4hrend Schwangerschaft und Stillzeit. In diesem Bereich bestehen nach Einsch\u00e4tzung der EMA weiterhin erhebliche Wissensl\u00fccken. Die Beh\u00f6rde f\u00f6rdert deshalb Studien nach der Zulassung, entwickelt Methoden zur besseren Erkennung schwangerschaftsspezifischer Sicherheitsrisiken weiter und arbeitet an neuen pharmakoepidemiologischen Leitlinien. Zudem sollen die Produktinformationen k\u00fcnftig den verf\u00fcgbaren Erkenntnisstand besser widerspiegeln.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus engagiert sich die EMA bei der Entwicklung der internationalen ICH-Leitlinie E21, die eine sichere Einbeziehung schwangerer und stillender Frauen in klinische Studien f\u00f6rdern soll.<\/p>\n<p>Versorgungsdaten aus der Praxis<\/p>\n<p>Der vierte Schwerpunkt betrifft die Nutzung von Real-World-Daten. \u00dcber das europ\u00e4ische Forschungsnetzwerk DARWIN EU\u00ae untersucht die EMA bereits Arzneimittelanwendungen und Krankheitsmuster in verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen, darunter auch Frauen. Erste Studien sollen im Sommer ver\u00f6ffentlicht werden, weitere Analysen sind bereits geplant.<\/p>\n<p>Mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr Entwickler<\/p>\n<p>K\u00fcnftig m\u00f6chte die EMA au\u00dferdem regulatorische Unsicherheiten abbauen und Entwickler neuer Arzneimittel fr\u00fchzeitig beraten, etwa \u00fcber wissenschaftliche Beratungen oder die Innovation Task Force. Gleichzeitig soll die internationale Zusammenarbeit ausgebaut werden, um Forschungsl\u00fccken systematisch zu identifizieren und Innovationen im Bereich der Frauengesundheit zu f\u00f6rdern. Die Ergebnisse des Workshops sollen in einem Bericht zusammengefasst werden und als Grundlage f\u00fcr weitere Ma\u00dfnahmen dienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frauen leben zwar im Durchschnitt l\u00e4nger als M\u00e4nner, sind jedoch h\u00e4ufiger von chronischen Erkrankungen und gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen betroffen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1162964,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[137],"tags":[243869,29,50396,20698,30588,30,141,232,159988,183883,834,199830],"class_list":["post-1162963","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-arzneimittelentwicklung","tag-deutschland","tag-ema","tag-endometriose","tag-frauengesundheit","tag-germany","tag-gesundheit","tag-health","tag-klinische-studien","tag-praeeklampsie","tag-schwangerschaft","tag-stillzeit"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1162963"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162963\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1162964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1162963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1162963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1162963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}