{"id":1163187,"date":"2026-07-13T09:22:20","date_gmt":"2026-07-13T09:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1163187\/"},"modified":"2026-07-13T09:22:20","modified_gmt":"2026-07-13T09:22:20","slug":"geheimer-keller-in-bremen-diese-schaetze-birgt-das-uebersee-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1163187\/","title":{"rendered":"Geheimer Keller in Bremen: Diese Sch\u00e4tze birgt das \u00dcbersee-Museum"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Am Fr\u00fchst\u00fcckstisch schlossen die beiden eine Wette: Wer das erste Tier findet, bekommt einen Kasten Bier. Die Aufgabe war schwierig. In dem Gebiet flogen Tausende Wespen umher, gesucht wurde ein Insekt ohne Namen. &#8222;Das ist eine schwarze Wespe mit verrauchten Fl\u00fcgeln, also leicht undurchsichtigen, tr\u00fcben Fl\u00fcgeln und einem \u00fcberwiegend knatschgelben Hinterleib&#8220;, beschreibt Lohrmann das Tier.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Dann entdeckten die Forscher tats\u00e4chlich eine passende Wespe. <a href=\"https:\/\/bremen.t-online.de\/region\/bremen\/id_100400688\/bremen-experten-machen-sensationellen-fund-im-bernstein-was-besonderes-.html\" class=\"transition-colors cursor-pointer no-underline md:hover:text-magenta md:focus:text-magenta border-b border-solid border-current text-salemsfur md:hover:border-magenta\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/region\/bremen\/id_100400688\/bremen-experten-machen-sensationellen-fund-im-bernstein-was-besonderes-.html&quot;}\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Im Vorbeiflug wussten wir sofort: Das ist sie!&#8220;, erinnert sich der Biologe.<\/a> Zwei Exemplare dieser Art befinden sich heute im \u00dcbersee-Museum. Die Wespe tr\u00e4gt inzwischen den Namen &#8222;Gorytes willcoxi&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Seit jener Expedition hat Lohrmann rund 20 unbekannte Wespenarten erforscht und benannt. Dabei k\u00f6nne er kaum sagen, was aufregender sei: ein Tier selbst zu finden oder erst sp\u00e4ter im Labor festzustellen, dass es eine neue Art ist.<\/p>\n<p>Wie beim Ratespiel: So funktioniert die Forschung<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Um das herauszufinden, untersucht Lohrmann die Tiere unter dem Mikroskop. Er arbeitet sich durch Fachliteratur und sogenannte Bestimmungsschl\u00fcssel.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">&#8222;Das funktioniert wie bei dem Kinderspiel &#8218;Wer ist der T\u00e4ter?'&#8220;, erkl\u00e4rt er. Nacheinander werden Merkmale gepr\u00fcft: die Form der Fl\u00fcgel, die Farbe des Hinterleibs, Beine, F\u00fchler und K\u00f6rperbehaarung. L\u00e4sst sich ein Tier keiner bekannten Art zuordnen, beginnt die wissenschaftliche Beschreibung. Anschlie\u00dfend darf die neue Art benannt werden.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-4\" class=\"transition-colors block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/michael-stiller-l-und-volker-lohmann-im-nassmagazin-des-museums-mehr-als-1-2-millionen-tiere-finden-.jpeg\" alt=\"Michael Stiller (l.) und Volker Lohmann im Nassmagazin des Museums: Mehr als 1,2 Millionen Tiere finden sich in den geheimen R\u00e4umen.\" title=\"Michael Stiller (l.) und Volker Lohmann im Nassmagazin des Museums: Mehr als 1,2 Millionen Tiere finden sich in den geheimen R\u00e4umen.\" width=\"1858\" height=\"1045\" class=\"h-full w-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/bremen.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute right-8 bottom-8 rounded-4 bg-snow p-8\" style=\"--width:32;--height:32\" decoding=\"async\"\/>Michael Stiller (l.) und Volker Lohmann im Nassmagazin des Museums: Mehr als 1,2 Millionen Tiere finden sich in den geheimen R\u00e4umen. (Quelle: Focke Strangmann\/dpa)<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Der Name besteht in der Regel aus Gattungs- und Artnamen. Forscher d\u00fcrfen kreativ werden, die Buchstabenkombination m\u00fcsse jedoch als Wort aussprechbar sein, sagt Lohrmann. Er benannte Wespen nach ihrer Herkunft, nach indigenen Sprachfamilien und nach seinem verstorbenen Vater. Eine Wespe tr\u00e4gt sogar seinen eigenen Namen, vergeben von Forscherkollegen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">&#8222;Hukawngepyris setosus&#8220; verweist auf das Hukawng Valley im Norden Myanmars. Dort wurde das Tier von einem Sammler aus Niedersachsen entdeckt, eingeschlossen in Bernstein. Die Wespe lebte vor rund 100 Millionen Jahren. Sie ist damit das erste bekannte Exemplar ihrer Art und vermutlich zugleich das Letzte, das jemals gefunden wird.<\/p>\n<p>Wertvolles Material lagert in B\u00fcros und Schubladen<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Noch immer warten unbestimmte Tiere auf ihre Untersuchung. Auch in Lohrmanns B\u00fcro liegt umfangreiches Material zur Wespengruppe, auf die er spezialisiert ist. Regelm\u00e4\u00dfig schicken ihm Sammler und Wissenschaftler tote Insekten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Fr\u00fchst\u00fcckstisch schlossen die beiden eine Wette: Wer das erste Tier findet, bekommt einen Kasten Bier. 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