{"id":1163309,"date":"2026-07-13T10:31:14","date_gmt":"2026-07-13T10:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1163309\/"},"modified":"2026-07-13T10:31:14","modified_gmt":"2026-07-13T10:31:14","slug":"fuenf-jahre-nach-der-flut-es-fehlt-ein-zentrales-krisenmanagement-experte-aus-dem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1163309\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Jahre nach der Flut: &#8222;Es fehlt ein zentrales Krisenmanagement&#8220; \/ Experte aus dem &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">13.07.2026 \u2013 11:11<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Aktion Deutschland Hilft e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/50116\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aktion Deutschland Hilft e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/BONN\" title=\"News aus BONN \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BONN<\/a> (ots)<\/p>\n<p><b>Was w\u00e4re, wenn &#8230; morgen erneut ein Hochwasser die Menschen in Deutschland heimsuchen w\u00fcrde? W\u00e4ren wir besser vorbereitet? Drei Fragen an Michael Schnatz, Leiter des Fachbereichs Bev\u00f6lkerungsschutz beim Arbeiter Samariter Bund (ASB), einer B\u00fcndnisorganisation von &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220;. Das gro\u00dfe Bonner Nothilfe-B\u00fcndnis hat dank Spendengeldern in H\u00f6he von 284 Millionen Euro von Anfang an Hilfe im Flutgebiet geleistet.<\/b><\/p>\n<p><b>1. Wenn morgen ein neues Hochwasser k\u00e4me &#8211; w\u00e4re Deutschland da krisenfest?<\/b><\/p>\n<p><b>Michael Schnatz:<\/b> Jein! Einige Monate nach der Flut setzte beim Staat eine Katastrophendemenz ein. Mittlerweile hat sich manches getan. Die Warnsysteme wurden ausgebaut mit Warn-Apps und Sirenen, ein neues Lagezentrum f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz entstand in Rheinland-Pfalz, und das Bundesministerium des Innern hat den &#8222;Pakt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz&#8220; aufgelegt. Die zehn Milliarden Euro aus diesem Pakt sind ein erster guter Schritt, ber\u00fccksichtigen aber nicht die Hilfsorganisationen. Leider wird auch die Resilienzbildung der Bev\u00f6lkerung beim Pakt&#8220; nur am Rande mitgedacht. <\/p>\n<p> Denn: Wissen die Menschen, was sie tun m\u00fcssen, wenn morgen eine Katastrophe passiert? Nein. Die Resilienz der Menschen im Katastrophenfall ist ein Riesenthema: Wo sind Anlaufstellen im Notfall? Wo gibt es Handy-Ladestationen? Welche Bevorratung ist notwendig? Solche Vorab-Informationen der Gemeinden f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, auch durch Infoveranstaltungen an Schulen, sind elementar wichtig. Resilienzbildung muss breit aufgestellt sein, interaktiv und partizipativ. Eine Brosch\u00fcre, wie momentan angedacht, ist daf\u00fcr nicht ausreichend. Das ist eine gro\u00dfe Schwachstelle. <\/p>\n<p><b>2.<\/b> <b>Was fordern Sie?<\/b><\/p>\n<p><b>Michael Schnatz:<\/b> Wir fordern ein zentrales Krisenmanagement mit Steuerungsfunktion \u00fcber die Grenzen von Bundesl\u00e4ndern hinweg, das in Gro\u00dfschadenslagen oder nationalen Krisen, zum Beispiel Pandemien, greift. Denn eine \u00fcbergeordnete Struktur fehlt weiterhin &#8211; Katastrophenschutz ist L\u00e4ndersache. Nur der Zivilschutz geh\u00f6rt dem Bund allein, und genau hier muss der Bund nun ansetzen. <\/p>\n<p> Und: 99 Prozent des Katastrophenschutzes wird von Ehrenamtlern gestemmt. Ihre Freistellung ist aber eine Kann-Regelung. Das muss sich \u00e4ndern. Wir brauchen ja viel mehr Ehrenamtliche, damit sie im Katastrophenfall nicht vier Wochen am St\u00fcck durcharbeiten m\u00fcssen. Dazu sind Strukturen notwendig, zum Beispiel brauchen wir auch Freistellungen f\u00fcr Ausbildungen und \u00dcbungen. Hierf\u00fcr nehmen die Ehrenamtlichen in der Regel Urlaub &#8211; das muss sich dringend \u00e4ndern. <\/p>\n<p><b>3. Hat das B\u00fcndnis &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220; Lehren aus der Katastrophe gezogen?<\/b><\/p>\n<p><b>Michael Schnatz:<\/b> Ja, einige: Die nach der Hochwasserkatastrophe neu gegr\u00fcndete &#8222;AG Inland&#8220; ist der Arbeitsmuskel des B\u00fcndnisses f\u00fcr einen k\u00fcnftigen Katastrophenfall im Inland: Dort werden Standards erarbeitet, unter anderem f\u00fcr einheitliche Antragsformulare und f\u00fcr die H\u00f6he der Soforthilfen. Dort wird gesteuert, was geht und was nicht. Und es lernen sich die Ansprechpartner:innen f\u00fcr den Krisenfall kennen, denn: &#8222;In Krisen K\u00f6pfe kennen&#8220; &#8211; auch das ist wichtig. <\/p>\n<p> In der AG wird au\u00dferdem \u00fcber Resilienzbildung gesprochen, und \u00fcber Bevorratung, zum Beispiel mit Bautrocknern und Stromaggregaten. So hat der ASB gut 1.000 Trocknungsger\u00e4te und Hunderte Aufr\u00e4umsets mit Besen, Eimern, Handschuhen gelagert sowie eine Resilienzbox entwickelt &#8211; das tun wir, weil der Staat es nicht tut. Hier besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf des Bundes und auch der L\u00e4nder. <\/p>\n<p><b>Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220; ist das 2001 gegr\u00fcndete B\u00fcndnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle gro\u00dfer Katastrophen ihre Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die 22 beteiligten Organisationen f\u00fchren ihre langj\u00e4hrige Erfahrung in der humanit\u00e4ren Hilfe zusammen. \u00dcber den Zusammenschluss von &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220; koordinieren die beteiligten Organisationen ihren Einsatz, sodass vor Ort keine \u00dcberschneidungen oder Versorgungsl\u00fccken entstehen &#8211; und die Menschen im Katastrophengebiet die bestm\u00f6gliche Hilfe erhalten. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto ruft das B\u00fcndnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220; hat sich zum verantwortungsvollen Umgang mit Spenden verpflichtet und ist unter anderem zertifiziertes Mitglied im Deutschen Spendenrat. \u00dcber Einsatz und Wirkung der Spendengelder informiert das B\u00fcndnis in den j\u00e4hrlichen Finanzberichten:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.aktion-deutschland-hilft.de\/de\/wir-ueber-uns\/finanzen\/\">https:\/\/www.aktion-deutschland-hilft.de\/de\/wir-ueber-uns\/finanzen\/<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Aktion Deutschland Hilft e.V.<br \/>Tel.: 0228\/ 242 92 &#8211; 222<br \/>Fax: 0228\/ 242 92 &#8211; 199<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50116\/mailto:presse@aktion-deutschland-hilft.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">presse@aktion-deutschland-hilft.de<\/a><br \/><a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.aktion-deutschland-hilft.de\">www.aktion-deutschland-hilft.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Aktion Deutschland Hilft e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"13.07.2026 \u2013 11:11 Aktion Deutschland Hilft e.V. 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