{"id":1163889,"date":"2026-07-13T16:08:22","date_gmt":"2026-07-13T16:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1163889\/"},"modified":"2026-07-13T16:08:22","modified_gmt":"2026-07-13T16:08:22","slug":"gewalt-im-krankenhaus-ministerin-bas-laesst-sich-in-duisburg-deeskalationstraining-zeigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1163889\/","title":{"rendered":"Gewalt im Krankenhaus: Ministerin Bas l\u00e4sst sich in Duisburg Deeskalationstraining zeigen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u00dcbergriffiges Verhalten und Gewalt gegen Rettungskr\u00e4fte oder Staatsdiener nimmt zu \u2013 <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/bundespolizei-bilanz-weniger-straftaten-mehr-gewalt_aid-151216801\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das best\u00e4tigte j\u00fcngst nicht nur die Bundespolizei<\/a>. Auch in Krankenh\u00e4usern und Notaufnahmen w\u00fcrden die Mitarbeiter immer wieder verbale und k\u00f6rperliche Angriffe erleben, berichtet Claudia Plohmann, Krankenschwester am <a href=\"https:\/\/www.bg-kliniken.de\/klinikum-duisburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">BG Klinikum in Duisburg<\/a>. Sie selbst hat vor Jahren einen heftigen verbalen Ausraster eines Angeh\u00f6rigen inklusive Beschimpfungen erlebt, f\u00fchlte sich \u00fcberfordert und war kurz davor, ihren Job aufzugeben, sagt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch es kam anders: Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ina Schwarze, die als Ergotherapeutin und Traumafachberaterin t\u00e4tig ist, hat sie sich zur Deeskalationstrainerin weiterbilden lassen. Rund 300 Mitarbeiter habe man seit 2019 bereits in internen Schulungen sensibilisiert, sagt Plohmann. Dort vermitteln die beiden Frauen etwa Kommunikationstechniken, die deeskalierend wirken \u2013 wie das Verbalisieren. \u201eIch wiederhole das, was mein Gegen\u00fcber mir gesagt hat, und halte ihm so den Spiegel vor\u201c, erkl\u00e4rt Plohmann. \u201eIch mache ihn zum Beispiel darauf aufmerksam, dass er schreit.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Denn die meisten Leute wollen einfach gesehen werden, erkl\u00e4rt sie. Neben Wartezeiten w\u00fcrden Angst, Verunsicherung und \u00dcberforderung, auch Missverst\u00e4ndnisse zwischen Arzt und Patient eine Rolle spielen, sagt Plohmann: \u201eDie Menschen sind im Krankenhaus aus ihrem Alltag gerissen. Sie erleben eine emotionale Ausnahmesituation. Wir leisten da ganz viel emotionale \u00dcbersetzungsarbeit.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein weiterer Bestandteil des Trainings sind Techniken, um k\u00f6rperliche \u00dcber- und Angriffe abzuwehren. Die \u201eStopp-Technik\u201c etwa, die Trainerin Schwarze zeigt: Sie macht einen Schritt zur\u00fcck, streckt die Hand Richtung Augen des Angreifers aus und ruft laut \u201eStopp!\u201c, \u201eHey!\u201c oder \u201eH\u00f6mma!\u201c. Diese Technik zeige selbst bei gro\u00df gewachsenen M\u00e4nnern eine deeskalierende Wirkung, sagt Schwarze.<\/p>\n<p>Bas wirbt f\u00fcr DGUV-Kampagne      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Techniken wie diese l\u00e4sst sich am Montagvormittag auch Bundesarbeitsministerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/baerbel-bas\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00e4rbel Bas<\/a> zeigen. Im Rahmen des Krankenhausbesuchs macht die SPD-Vorsitzende zudem Werbung f\u00fcr die Kampagne <a href=\"https:\/\/www.dguv.de\/gewalt-angehen\/index.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">#GewaltAngehen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)<\/a>. Sie sei wichtiger denn je, findet Bas. Es gebe zunehmend Angriffe auf Rettungspersonal, Menschen in Uniform oder Pflegekr\u00e4fte. \u201eDas treibt mich schon um\u201c, sagt die Ministerin. Die Menschen seien w\u00fctender und aggressiver geworden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bas betont auch, warum sie die Kampagne als Schirmherrin unterst\u00fctzt: \u201eMan kann nicht jede Einrichtung, auch kein Krankenhaus, als einen Hochsicherheitstrakt mit Mauern umziehen und alles abschotten.\u201c Deshalb seien vorbeugende Ma\u00dfnahmen, wie es sie etwa am BG Klinikum in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duisburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Duisburg<\/a> gibt, besonders sinnvoll, sagt die Arbeitsministerin. Nach der Sommerpause m\u00f6chte sie sich zudem f\u00fcr eine bessere Strafverfolgung einsetzen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Idee, die Klinikmitarbeiter mit Bodycams auszustatten, st\u00f6\u00dft bei Plohmann auf Kritik: \u201eManche Leute werden erst recht \u00fcbergriffig, wenn sie merken, dass sie gefilmt werden. Denn die Konflikt- und Gewaltbereitschaft ist heute gr\u00f6\u00dfer\u201c, beobachtet Plohmann. Vor diesem Hintergrund arbeite man daran, die Schulungen im BG Klinikum bald f\u00fcr alle Mitarbeiter verpflichtend zu machen, sagt sie.<\/p>\n<p>Notaufnahme baulich angepasst      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch auf baulicher Ebene habe das Klinikum bereits Ma\u00dfnahmen ergriffen, um Mitarbeiter zu sch\u00fctzen. In der Notaufnahme wurde Panzerglas eingebaut, Kameras filmen den Eingangsbereich, es gibt dort eine Schleuse f\u00fcr Patienten und Besucher. Zus\u00e4tzlich haben alle Telefone der Mitarbeiter Notrufkn\u00f6pfe, und die R\u00e4ume weisen je zwei T\u00fcren auf, damit im Notfall immer ein Ausweg frei ist. \u201eDeeskalation ist f\u00fcr uns weit mehr als eine Methode. Sie ist eine Haltung\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Brigitte G\u00f6tz-Paul. Seit 2018 arbeite man systematisch daran, das Haus baulich wie organisatorisch so zu ver\u00e4ndern, dass Mitarbeitende besser gesch\u00fctzt sind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So schlimm wie in anderen Kliniken, die zum Beispiel mit Sicherheitsdiensten arbeiten m\u00fcssen, sei die Situation in Duisburg-Buchholz zwar nicht. \u201eDoch wenn Gewalt passiert, ist das ganze Team betroffen\u201c, sagt Stefan Boltz von der DGUV. Und das f\u00fchre schnell zu \u2013 teils sehr langen \u2013 Arbeitsausf\u00e4llen. Daher sei die Kampagne f\u00fcr die Versicherung auch kein Kostenfaktor, sondern eine sinnvolle Investition in den Arbeitsschutz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcbergriffiges Verhalten und Gewalt gegen Rettungskr\u00e4fte oder Staatsdiener nimmt zu \u2013 das best\u00e4tigte j\u00fcngst nicht nur die Bundespolizei.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1163890,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1838],"tags":[244059,244058,157223,71391,32036,8057,128346,3364,29,3715,30,1000,244056,36005,13305,3263,244057,110904,25462,7593,244055,20000,6400,1209,244054,435,165472],"class_list":["post-1163889","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duisburg","tag-20klinikum","tag-2fklinikum","tag-arbeite","tag-arbeitsministerin","tag-baerbel-bas","tag-besuch","tag-bundesarbeitsministerin","tag-de","tag-deutschland","tag-duisburg","tag-germany","tag-gewalt","tag-gewaltangehen","tag-kampagne","tag-klinikum","tag-krankenhaus","tag-krankenhausbesuchs","tag-krankenhaeusern","tag-krankenhauspersonal","tag-massnahmen","tag-mehrtaegigen","tag-ministerin","tag-mitarbeiter","tag-nordrhein-westfalen","tag-plohmann","tag-praevention","tag-praeventionskampagne"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116913537459782474","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1163889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1163889"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1163889\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1163890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1163889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1163889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1163889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}