{"id":1164170,"date":"2026-07-13T18:47:38","date_gmt":"2026-07-13T18:47:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1164170\/"},"modified":"2026-07-13T18:47:38","modified_gmt":"2026-07-13T18:47:38","slug":"drei-jahre-verhandelt-schweiz-und-vereinigtes-koenigreich-einigen-sich-auf-handelsabkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1164170\/","title":{"rendered":"Drei Jahre verhandelt &#8211; Schweiz und Vereinigtes K\u00f6nigreich einigen sich auf Handelsabkommen"},"content":{"rendered":"<p>Drei Jahre verhandelt | 13. Juli 2026<\/p>\n<p>Guy Parmelin und sein britischer Amtskollege, Wirtschaftsminister Peter Kyle, haben nach dreij\u00e4hriger Verhandlungszeit ein neues Handelsabkommen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten K\u00f6nigreich definiert. Das neue Abkommen soll Admin-H\u00fcrden senken. Nun m\u00fcssen noch beide Landes-Parlamente Ja sagen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201nd55\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/gosimg10VW02c001d5808080b300001201nd55.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00IU0f000a008080800000001201nd55.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin (rechts) und sein britischer Amtskollege Peter Kyle waren nach der Einigung in Bern gut aufgelegt.\"\/><\/p>\n<p>Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin (rechts) und sein britischer Amtskollege Peter Kyle waren nach der Einigung in Bern gut aufgelegt.Fotos: Keystone<\/p>\n<p class=\"pg\">Nach drei Jahren haben die Schweiz und das Vereinigte K\u00f6nigreich ihre Verhandlungen \u00fcber ein erweitertes Freihandelsabkommen abgeschlossen. In diesem Rahmen einigten sie sich auf Bestimmungen zu Dienstleistungen, digitalem Handel und der Mobilit\u00e4t von Fachkr\u00e4ften.<\/p>\n<p class=\"pg\">Besonders davon profitieren sollen etwa Unternehmen in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Naturwissenschaften, wie Bundespr\u00e4sident Guy Parmelin und der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle am Montag vor den Medien in Bern ausf\u00fchrten. Ihnen zufolge wird das Abkommen administrative H\u00fcrden senken und den Marktzugang verbessern.<\/p>\n<p class=\"pg\">Weiter soll es f\u00fcr Gesch\u00e4ftsreisende und Fachkr\u00e4fte einfacher werden, grenz\u00fcberschreitend t\u00e4tig zu sein. Das Abkommen sieht unter anderem vor, dass f\u00fcr die Mobiltelefonie keine Roaming-Geb\u00fchren mehr anfallen, wie die britische Botschaft in Bern in einem Communiqu\u00e9 in Aussicht stellte. Dazu kommen verbesserte Rahmenbedingungen f\u00fcr Datenfl\u00fcsse und den Schutz des geistigen Eigentums.<\/p>\n<p>\u00abHistorischer Deal\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Das Vorhaben soll der strategischen und wirtschaftlichen Partnerschaft \u00abeine neue Dimension\u00bb verleihen, so Parmelin. Es sei nicht einfach gewesen, effektive Regelungen zu schaffen, ohne dabei bestehende Abkommen infrage zu stellen, sagte er mit Bezug auf die Europ\u00e4ische Union. In diesem Kontext h\u00e4tten die Diplomaten \u00abeine aussergew\u00f6hnliche Kreativit\u00e4t\u00bb bewiesen. Kyle sprach gar von einem \u00abhistorischen Deal\u00bb.<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Abschluss setze zugleich ein geopolitisches Signal, hiess es in der Mitteilung von Parmelins Wirtschaftsdepartement. Die beiden Wirtschaftsnationen unterstrichen damit ihre Bereitschaft, \u00abin einem von zunehmender Fragmentierung und handelspolitischer Unsicherheit gepr\u00e4gten Umfeld auf offene M\u00e4rkte, verl\u00e4ssliche Regeln und eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zu setzen.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201nd56\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/gosimg10VV02c001d5808080b300001201nd56.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00IX0f000a008080800000001201nd56.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Das neue Handelsabkommen soll vor allem f\u00fcr Unternehmen in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Naturwissenschaften den administrativen Aufwand senken.\"\/><\/p>\n<p>Das neue Handelsabkommen soll vor allem f\u00fcr Unternehmen in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Naturwissenschaften den administrativen Aufwand senken.<\/p>\n<p class=\"pg\">Das Freihandelsabkommen muss von den Parlamenten beider L\u00e4nder genehmigt werden, bevor es umgesetzt werden kann. Gemeinsames Ziel ist es gem\u00e4ss Parmelin, das Abkommen bis Ende dieses Jahres f\u00fcr die Unterschrift vorzubereiten. Im Anschluss folgen die jeweiligen innerstaatlichen Genehmigungsverfahren.<\/p>\n<p>Zehntgr\u00f6sster Handelspartner<\/p>\n<p class=\"pg\">Langfristig soll der Dienstleistungshandel durch das Abkommen laut britischen Angaben um j\u00e4hrlich 7,9 Milliarden Franken wachsen. Das entspricht einem Zuwachs um rund ein Viertel. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten K\u00f6nigreich (Grossbritannien und Nordirland) belief sich vergangenes Jahr auf rund 57,8 Milliarden Franken. Die Schweiz ist somit der zehntgr\u00f6sste Handelspartner des Vereinigten K\u00f6nigreichs.<\/p>\n<p class=\"pg\">Das bislang geltende Abkommen wurde 2019 abgeschlossen, unmittelbar vor dem Austritt des Vereinigten K\u00f6nigreichs aus der Europ\u00e4ischen Union \u2013 dem Brexit. Es zielte darauf ab, die vor dem Brexit geltenden, gegenseitigen Rechte und Pflichten zu sichern. Darin vorgesehen waren auch Gespr\u00e4che f\u00fcr eine Weiterentwicklung. Im Sommer 2020 f\u00fchrte der Bund eine \u00f6ffentliche Interessenerhebung durch. Die nun beendeten Verhandlungen liefen seit 2023.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber ein Netz von rund 40 Freihandelsabkommen. Die meisten davon wurden im Verbund mit der Europ\u00e4ischen Freihandelsassoziation Efta geschlossen. Mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich hat sie ein bilaterales Abkommen, so wie etwa mit China und Japan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drei Jahre verhandelt | 13. 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