{"id":1164854,"date":"2026-07-14T01:28:29","date_gmt":"2026-07-14T01:28:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1164854\/"},"modified":"2026-07-14T01:28:29","modified_gmt":"2026-07-14T01:28:29","slug":"push-geburtenboom-in-der-serienwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1164854\/","title":{"rendered":"&#8222;Push&#8220;: Geburtenboom in der Serienwelt"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/szene-push-100.jpg\" alt=\"Szene aus der ZDF-Serie &quot;Push&quot;\" title=\"Szene aus der ZDF-Serie &quot;Push&quot; | ZDF\/Nico Roicke\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 13.07.2026 \u2022 19:18 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Serien wie &#8222;Push&#8220;, &#8222;The Pitt&#8220; und &#8222;Paradise&#8220; zeigen Geburten so realistisch wie nie &#8211; und treffen damit einen Nerv. Statt Hollywood-Blitzgeburten sind auch die schmerzvollen Seiten des Kinderkriegens zu sehen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Paula Lochte, BR Z\u00fcndfunk\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In &#8222;Push&#8220;\u201c wird nicht nur gepusht. Einatmen, ausatmen, top gestylt auf dem Krankenhausbett liegen und ein bisschen pressen? Hollywoodfilm-Geburt war gestern. In der Hebammenserie spritzen Blut, Schwei\u00df, Tr\u00e4nen &#8211; und Kacke. W\u00e4hrend eine Schwangere deshalb erschreckt die Augen aufrei\u00dft, beruhigt Hebammenstudentin Greta (Lydia Amasko) sie in der gerade gestarteten zweiten Staffel, das sei &#8222;total normal&#8220;. Der K\u00f6rper entleere sich w\u00e4hrend der Geburt oft von selbst, um Platz zu schaffen.<\/p>\n<p>    Mehr Realismus in Serien wie &#8222;Push&#8220; und &#8222;The Pitt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit diesem betont realistischen Blick auf die Realit\u00e4t liegt &#8222;Push&#8220; im Trend. So zeigt auch die HBO-Krankenhausserie &#8222;The Pitt&#8220;, wie sie die Notaufnahme in Pittsburgh nennen, eine Nachgeburt in Nahaufnahme. Und was dabei schiefgehen kann: Die Patientin hat Baby und Plazenta geboren, aber die Blutung stoppt nicht. Ihr Uterus muss massiert werden, damit er sich zusammenzieht und sie nicht verblutet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Frage, wie &#8222;The Pitt&#8220; es hinkriegt, dass in dieser Szene alles so echt aussieht, von der Babypuppe in der Vagina bis zur Plazenta, bewegt ganze Reddit-Foren. In Reaction-Videos erkl\u00e4ren zudem echte \u00c4rztinnen und Geburtshelfer, was sie anders gemacht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>    Geburtenboom: Auch im Sci-Fi-Epos &#8222;Paradise&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch nicht nur in Krankenhausserien boomen hyperrealistisch wirkende Geburten. Dieses Jahr ging das Sci-Fi-Epos &#8222;Paradise&#8220; auf Disney+ in die zweite Staffel. Die Serie spielt in der Zukunft. Eine moderne medizinische Versorgung ist dort nur wenigen verg\u00f6nnt: VIPs, die in einer unterirdischen Bunkerstadt leben. Alle anderen versuchen oben in einer von Naturkatastrophen verw\u00fcsteten Welt zu \u00fcberleben. Ein Kampf, den Schwangere nur verlieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Annie (Shailene Woodley) bringt in einem ehemaligen Diner ihre Tochter zur Welt. W\u00e4hrend das Baby zum ersten Mal schreit, wird der Atem der Mutter schw\u00e4cher. Sp\u00e4testens in diesem Moment f\u00e4llt einem auf, wie selten bisher erz\u00e4hlt wurde, dass eine Geburt nicht geschafft ist, wenn das Baby da ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es sei wichtig, dass man erst gratuliert, wenn Baby und Plazenta geboren sind, sagt auch Hebamme Anna (Anna Schudt) in der ZDF-Serie &#8222;Push&#8220;. Denn erst dann sei die Geburt vollst\u00e4ndig. Sie h\u00e4lt die Plazenta hoch, das Paar, das gerade zu Eltern geworden ist, blickt neugierig. &#8222;Das ist die Nabelschnur&#8220;, erkl\u00e4rt sie. &#8222;Und was hier runterh\u00e4ngt, und ein bisschen aussieht wie ein umgedrehter Regenschirm, das sind die Eih\u00e4ute.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Notaufnahme statt Krei\u00dfsaal &#8211; in &#8222;The Pitt&#8220; geht nicht jede Geburt glatt.\n                    <\/p>\n<p>    Sex nach der Geburt: Aufkl\u00e4ren und normalisieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aufkl\u00e4ren, normalisieren und vermitteln: Alles ist okay, solange es sich f\u00fcr dich richtig anf\u00fchlt. Darum geht es der Serie &#8222;Push&#8220;. Wie schon die erste Staffel zeigen auch die neuen zehn Folgen: Was Frauen rund um die Geburt erleben, ist ungeheuer vielf\u00e4ltig. Im R\u00fcckbildungskurs fragt beispielsweise eine, ob die anderen schon wieder Sex h\u00e4tten. Die Antworten reichen von nein bis ja, und von &#8222;sch\u00f6ner als bisher&#8220; bis &#8222;Vollkatastrophe&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die schmerzvollen Seiten nicht aussparen, das geh\u00f6rt ebenfalls zum Markenkern von &#8222;Push&#8220;. Die Serie zeigt bis zur Verzweiflung ersch\u00f6pfte Hebammen im Schichtdienst. Stellt die Frage, wo Gewalt im Krei\u00dfsaal beginnt. Verschweigt nicht, dass Geburten sowohl best\u00e4rkend als auch traumatisch sein k\u00f6nnen. Auch ungewollt Schwangere und jene, deren Kinderwunsch nicht in Erf\u00fcllung geht, zeigt die Serie.<\/p>\n<p>    Geburtenboom im Film &#8211; im wahren Leben eher nicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend auf der Leinwand Geburten boomen, ist die Geburtenrate in Deutschland auf einem historischen Tief, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/geburtenrate-sinkt-100.html\" title=\"Statistisches Bundesamt: Geburtenrate so niedrig wie zuletzt 1997\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr<\/a>. Schon ist im Feuilleton eine Debatte entbrannt, wer schuld ist. &#8222;Haben wir Eltern zu viel \u00fcbers Kinderkriegen gejammert?&#8220;, titelt zum Beispiel die &#8222;FAZ&#8220;. Der \u00f6sterreichische &#8222;Standard&#8220; fordert, dass zumindest die Privilegierten unter den Eltern mit dem Jammern aufh\u00f6ren sollen. Und die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; findet, wer \u00fcber Elternschaft spricht, als sei sie ein nerviger Job, brauche sich nicht zu wundern, dass V\u00e4ter lieber ins B\u00fcro fahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie soll es erst werden, wenn die Hollywood-Blitzgeburt endg\u00fcltig in der filmischen Mottenkiste verschwindet? Wollen die Kinder der Babyboomer \u00fcberhaupt noch geb\u00e4ren, nachdem sie Schmerzensschreie wie in &#8222;Push&#8220;, &#8222;The Pitt&#8220; oder &#8222;Paradise&#8220; geh\u00f6rt haben?<\/p>\n<p>    &#8222;Es braucht eine Revolution&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Eigentlich braucht es eine Revolution&#8220;, \u00fcberlegt Hebamme Anna in der Serie &#8222;Push&#8220;. Der Geburtshilfe fehlt Personal, sodass sie den geb\u00e4renden Frauen oft nicht gerecht werden. Eine Kollegin m\u00f6chte deshalb das Krankenhaus verlassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aufgeben kann aber nicht die L\u00f6sung sein, findet Anna. Sie alle h\u00e4tten ihren eigenen Radius, in dem sie etwas bewirken k\u00f6nnten: &#8222;Jeden Tag, bei jeder Frau, bei jeder Schwangerschaft, bei jeder Geburt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 13.07.2026 \u2022 19:18 Uhr Serien wie &#8222;Push&#8220;, &#8222;The Pitt&#8220; und &#8222;Paradise&#8220; zeigen Geburten so realistisch wie nie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1164855,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[155],"tags":[29,214,30523,30,87815,3676,1897,2241,215,1448],"class_list":["post-1164854","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unterhaltung","tag-deutschland","tag-entertainment","tag-geburten","tag-germany","tag-hebamme","tag-mediathek","tag-streaming","tag-trends","tag-unterhaltung","tag-zdf"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116915741048329384","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1164854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1164854"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1164854\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1164855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1164854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1164854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1164854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}