{"id":116510,"date":"2025-05-17T01:03:17","date_gmt":"2025-05-17T01:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/116510\/"},"modified":"2025-05-17T01:03:17","modified_gmt":"2025-05-17T01:03:17","slug":"asylbewerber-in-bayern-30-prozent-mehr-freiwillige-ausreisen-seit-einfuehrung-der-bezahlkarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/116510\/","title":{"rendered":"Asylbewerber in Bayern: 30 Prozent mehr freiwillige Ausreisen seit Einf\u00fchrung der Bezahlkarte"},"content":{"rendered":"<p>Seit Ende Juni vergangenes Jahres erhalten in Bayern lebende Asylbewerber eine Bezahlkarte. Sie soll die \u00dcberweisung von Geld ins Ausland erschweren und Pull-Faktoren begrenzen. Anscheinend mit Erfolg, wie das Innenministerium mitteilt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Seit der fl\u00e4chendeckenden Einf\u00fchrung der Bezahlkarte f\u00fcr Asylbewerber in Bayern ist die Zahl der freiwilligen Ausreisen massiv angestiegen. Die Zahl habe sich im Zeitraum Juli 2024 bis Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 30 Prozent erh\u00f6ht, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in M\u00fcnchen mit. In absoluten Zahlen bedeute dies ein Anstieg von 5.984 (Juli bis Dezember 2023) auf 7.778 Ausreisen (Juli bis Dezember 2024).<\/p>\n<p>Die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus252008396\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus252008396&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einf\u00fchrung der Bezahlkarte<\/a> war im M\u00e4rz 2024 gestartet und Ende Juni 2024 vollst\u00e4ndig abgeschlossen. Von der Karte, die aussieht wie eine EC- oder Debitkarte, waren Ende M\u00e4rz 2025 mehr als 70.000 Exemplare im Einsatz. Inwiefern die Einf\u00fchrung der Karte tats\u00e4chlich die Ausreisebereitschaft erh\u00f6ht hat, ist abseits des Verweises auf die Ausreisezahl nicht statistisch nachweisbar.<\/p>\n<p>CSU und Staatsregierung hatten bei der Einf\u00fchrung erkl\u00e4rt, dass ein Teil der Asylbewerber das ihnen in Deutschland ausgeh\u00e4ndigte Geld ins Ausland transferiere, entweder zur Unterst\u00fctzung von Familien zu Hause oder sogar zur Bezahlung von illegalen Menschenh\u00e4ndlern, also Schleusern. Sachleistungen seien deshalb besser als Geldleistungen. Grunds\u00e4tzlich folgte die Einf\u00fchrung der Annahme, dass damit ein Anreiz f\u00fcr Migranten wegfalle, \u00fcberhaupt nach Deutschland zu kommen \u2013 solche Anreize werden auch Pull-Faktoren genannt. <\/p>\n<p>Ziel der Union ist es, das System der Bezahlkarte in ganz Deutschland zum Einsatz zu bringen. Bei einigen Bundesl\u00e4ndern zieht sich das aber noch hin.<\/p>\n<p>Fl\u00fcchtlingsrat verurteilt Bezahlkarte als G\u00e4ngelei<\/p>\n<p>Lobbygruppen wie der bayerische Fl\u00fcchtlingsrat halten die Bezahlkarte f\u00fcr G\u00e4ngelei. Der Fl\u00fcchtlingsrat bezeichnet sie als \u201eDiskriminierungskarte\u201c. Die Argumente f\u00fcr die Einf\u00fchrung \u2013 einen angeblichen Missbrauch von Sozialleistungen zu verhindern und Schleuserkriminalit\u00e4t zu bek\u00e4mpfen \u2013 seien nicht haltbar. Hetze gegen Migranten sei damit salonf\u00e4higer geworden. Zudem sei es mit 50 Euro Bargeld pro Monat schwierig, auf Flohm\u00e4rkten einzukaufen.<\/p>\n<p>Initiativen wie der M\u00fcnchner Fl\u00fcchtlingsrat organisierten auch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus255042732\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus255042732&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sogenannte Tauschb\u00f6rsen<\/a>, bei denen die Asylbewerber mit der Karte Geschenkgutscheine zum Beispiel in Drogerien kauften. Anschlie\u00dfend kauften Aktivisten den Asylbewerbern diese Gutscheine gegen Bargeld ab. In Regensburg <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus254678250\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus254678250&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unterst\u00fctzen auch Gr\u00fcne und Linke<\/a> die Umgehung der Bezahlkarte.<\/p>\n<p>dpa\/luz\/sebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Ende Juni vergangenes Jahres erhalten in Bayern lebende Asylbewerber eine Bezahlkarte. 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