{"id":1165467,"date":"2026-07-14T07:27:32","date_gmt":"2026-07-14T07:27:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1165467\/"},"modified":"2026-07-14T07:27:32","modified_gmt":"2026-07-14T07:27:32","slug":"bielefeld-joellenbeck-streitet-ueber-schlachterei-beier-was-der-bebauungsplan-vorsieht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1165467\/","title":{"rendered":"Bielefeld-J\u00f6llenbeck streitet \u00fcber Schlachterei Beier \u2013 was der Bebauungsplan vorsieht"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Bielefeld. Seit mehr als vier Jahren sucht die Landschlachterei Beier ein Grundst\u00fcck f\u00fcr den J\u00f6llenbecker Familienbetrieb. Dort sollen Produktion, Schlachtung, Weiterverarbeitung und Handel geb\u00fcndelt werden. 2022 kam ein Areal zwischen Deliusstra\u00dfe und W\u00f6rheider Weg ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Das Vorhaben scheiterte. Anwohner f\u00fchlten sich \u00fcberrumpelt und lehnten die Pl\u00e4ne ab. Nun ist erneut eine Fl\u00e4che in der Diskussion \u2013 im Osten der Heidsieker Heide. Um das bestehende Gewerbegebiet weiter zu entwickeln, l\u00e4uft zurzeit ein Bebauungsplanverfahren. Dem Entwurfsbeschluss stimmten die Bezirkspolitiker im September 2025 zu.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Ob die Landschlachterei hier zum Zuge kommt oder nicht, ist jetzt noch nicht absehbar. Es gibt jedoch einen ersten Entwurf f\u00fcr die knapp neun Hektar gro\u00dfe Fl\u00e4che. Demnach w\u00fcrde mit Betriebsgeb\u00e4ude, Stellpl\u00e4tzen und Zufahrt maximal ein Hektar versiegelt. Der Rest bleibt als Gr\u00fcnland bestehen und dient dem Auslauf der Tiere nach dem Transport.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Best\u00e4tigung Ihrer Anmeldung.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht best\u00e4tigt.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Es ist einen Fehler aufgetreten\n        <\/p>\n<p>Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support<\/p>\n<p> Newsletter<\/p>\n<p> Wohnen &amp; Wohlf\u00fchlen<\/p>\n<p>Immo-News, Bautrends und Wohntipps aus Bielefeld.<\/p>\n<p>                Jetzt anmelden<\/p>\n<p>Gewerbegebiet seit den 1970er Jahren geplant<\/p>\n<p class=\"em_text\">Bezirksb\u00fcrgermeisterin Yvonne Kiel (CDU) erkl\u00e4rte in der vergangenen Bezirkssitzung: \u201eWir wissen noch gar nicht, was da hinkommt.\u201c Anwohner im rund 550 Meter entfernten Wohnpark am Schnatsweg glauben das nicht. Sie haben eine Initiative gegr\u00fcndet und Flugbl\u00e4tter verteilt: \u201eWir w\u00fcnschen uns mehr Transparenz. Es herrscht viel Unsicherheit.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Bef\u00fcrchtet werden L\u00e4rm, Gestank und der Wertverlust der Grundst\u00fccke, die sich in N\u00e4he einer Kita befinden. Ebenfalls glauben die Nachbarn, dass es zu einem Verkehrschaos kommen k\u00f6nnte und sich das Vorhaben negativ auf die Umwelt auswirkt. Neben der Fl\u00e4che, die bebaut werden soll, befindet sich ein Pattweg zur Heidsieker Heide. Vor dem Areal steht eine Baumreihe.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Gregor Moss, ehemaliger Baudezernent und bis Ende des Jahres Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE, berichtet, dass die WEGE das Unternehmen Beier seit einigen Jahren bei der Grundst\u00fcckssuche unterst\u00fctzt. Das sei nicht einfach: \u201eViele Menschen verzehren Fleisch, wollen aber mit der Produktion nichts zu tun haben.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Moss betont, dass es sich bei dem Bebauungsplan um einen \u00f6ffentlich-rechtlichen Angebotsplan handele. Niemand wisse zum jetzigen Zeitpunkt, was dort zugelassen werde. Ger\u00fcchte und Behauptungen \u00fcber die Ansiedlung eines Schlachtbetriebes w\u00fcrden \u201ejeder Grundlage entbehren.\u201c Seit den 1970er Jahren sei jedoch klar, dass an der Heidsieker Heide ein Gewerbegebiet entwickelt werden soll.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xelByaDl1aEVxOU1XVXRXazA4YVBHeDJ4MFBkV296S3FqeGFhQ25VVUNMeld5bk8ya0YwQlBvR2hUbHJNU3RtbkxpQUtsc1oreE5GbFdIZkFGL1JSTC9JQjI0T25YWHRudHFjdHpwU0RKSFk9\/260712-1727-913425684.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Ralf Beier (l.) und Mike Bartels stehen im vorderen Bereich des Baugebietes in N\u00e4he der J\u00f6llenbecker Stra\u00dfe. Hier k\u00f6nnte der fleischverarbeitende Betrieb entstehen.\" data-glightbox=\"type: image; description: Ralf Beier (l.) und Mike Bartels stehen im vorderen Bereich des Baugebietes in N\u00e4he der J\u00f6llenbecker Stra\u00dfe. Hier k\u00f6nnte der fleischverarbeitende Betrieb entstehen.  | \u00a9 systemarchiver \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260712-1727-913425684.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Ralf Beier (l.) und Mike Bartels stehen im vorderen Bereich des Baugebietes in N\u00e4he der J\u00f6llenbecker Stra\u00dfe. Hier k\u00f6nnte der fleischverarbeitende Betrieb entstehen. - \u00a9 systemarchiver\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Ralf Beier (l.) und Mike Bartels stehen im vorderen Bereich des Baugebietes in N\u00e4he der J\u00f6llenbecker Stra\u00dfe. Hier k\u00f6nnte der fleischverarbeitende Betrieb entstehen.<br \/>\n                                    | \u00a9 systemarchiver<\/p>\n<p id=\"absatz8\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/23350506_Diese-Bielefelder-Traditionsschlachterei-wagt-den-Neuanfang-v1.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diese Bielefelder Traditionsschlachterei wagt den Neuanfang<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Interessenten k\u00f6nnten sich bewerben. Den Zuschlag erteile am Ende die st\u00e4dtische Beteiligungsgesellschaft BBVG. \u201eOb der Familienbetrieb Beier sein Vorhaben realisieren kann, steht noch nicht fest\u201c, sagt der WEGE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Letztlich gehe es auch um hohe Investitionskosten. Deshalb werde \u00fcber ein Genossenschaftsmodell nachgedacht, an dem sich Gesch\u00e4ftspartner wie beispielsweise Landwirte beteiligen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ausbildungsbetrieb mit 30 Mitarbeitern<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">\u201eWir arbeiten mit rund 30 Betrieben zusammen\u201c, sagt Seniorchef Ralf Beier. Damit leiste das Unternehmen einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die regionale Versorgung der Stadt. Zum Ausbildungsbetrieb w\u00fcrden rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geh\u00f6ren. Verarbeitet w\u00fcrden nur kleine Fleischmengen. Gro\u00dfe Lastwagen, in denen die Schweine und Rinder transportiert werden, w\u00fcrden nicht verwendet. \u201eDas sind Bullis mit Anh\u00e4nger\u201c, sagt Mike Bartels. Der fr\u00fchere Bezirksb\u00fcrgermeister (SPD) unterst\u00fctzt das Projekt von Beginn an:<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">\u201eHier will sich eine Landschlachterei neu erfinden.\u201c Bereits im Januar 2024 hat es in J\u00f6llenbeck einen gemeinsamen Antrag von CDU. SPD, Gr\u00fcnen, FDP und Linke gegeben. Darin fordern die Bezirkspolitiker den Stadtentwicklungsausschuss (StEA) des Rates auf, sich f\u00fcr den Fortbestand der Fleischerei Beier einzusetzen. In den vergangenen Jahren h\u00e4tten in Bielefeld zahlreiche Betriebe im Fleischerhandwerk ihre T\u00e4tigkeit eingestellt. Dieser Trend durchkreuze das Bem\u00fchen, bei der Produktion von Lebensmitteln wieder vermehrt eine regionale Wertsch\u00f6pfungskette zu etablieren.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xYUV3RjhqNXBML3ptOUhaNEhqVHdjL0kwMmVpVC82ZHZNMTlyeUxQVnV5a3pvS2kvWEt2bzkxakZSbm55V3lQN1Yxb3pPUStQeENtWUQ0ZEhxemhsVlE9PQ\/260712-1727-913861121.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Der Entwurf zeigt, wo ein Geb\u00e4ude f\u00fcr die Landschlachterei gebaut werden k\u00f6nnte.\" data-glightbox=\"type: image; description: Der Entwurf zeigt, wo ein Geb\u00e4ude f\u00fcr die Landschlachterei gebaut werden k\u00f6nnte.  | \u00a9 J\u00fcrgen Schulthei\u00df \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260712-1727-913861121.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Der Entwurf zeigt, wo ein Geb\u00e4ude f\u00fcr die Landschlachterei gebaut werden k\u00f6nnte. - \u00a9 J\u00fcrgen Schulthei\u00df\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Der Entwurf zeigt, wo ein Geb\u00e4ude f\u00fcr die Landschlachterei gebaut werden k\u00f6nnte.<br \/>\n                                    | \u00a9 J\u00fcrgen Schulthei\u00df<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Dies biete die Gew\u00e4hr f\u00fcr eine unmittelbare R\u00fcckkopplung zwischen Erzeuger und Konsument. Die deutlich k\u00fcrzeren Transportwege w\u00fcrden der Umwelt und dem Tierwohl dienen. Im Juni 2025 gab es einen weiteren gemeinsamen Antrag aus der Bezirksvertretung. Darin setzen sich die Politiker erneut daf\u00fcr ein, bis zu acht Hektar des neu zu planenden Gewerbegebietes an den Handwerksbetrieb Beier zu verkaufen.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xRDhlVms3Mk03Y3o2VzVYUUVVNzVjVTdlYVR3eGpjaFpyNWhpYTR3K2t1STVMUDExdzFNOERsbUVTMHIrdWdKeWN6N3BDOGd0YWIxNExNbTgwazVvOWpxcVVMdFc4ZFZWTTFpeHNWdGd5Slk9\/260712-1727-912249803.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Anwohner am Schnatsweg wollen keinen Schlachbetrieb in ihrer N\u00e4he haben. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, ist jedoch unklar.\" data-glightbox=\"type: image; description: Anwohner am Schnatsweg wollen keinen Schlachbetrieb in ihrer N\u00e4he haben. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, ist jedoch unklar.  | \u00a9 Sylvia Tetmeyer \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260712-1727-912249803.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Anwohner am Schnatsweg wollen keinen Schlachbetrieb in ihrer N\u00e4he haben. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, ist jedoch unklar. - \u00a9 Sylvia Tetmeyer\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Anwohner am Schnatsweg wollen keinen Schlachbetrieb in ihrer N\u00e4he haben. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, ist jedoch unklar.<br \/>\n                                    | \u00a9 Sylvia Tetmeyer<\/p>\n<p>Ladengesch\u00e4ft bleibt erhalten<\/p>\n<p class=\"em_text\">Bei einer Umsetzung des Konzeptes eines modernen fleischverarbeitenden Betriebes werde lediglich ein kleiner Teil der gesamten Fl\u00e4che bebaut. Der \u00fcberwiegende Teil werde als Gr\u00fcnland erhalten. Gregor Moss erkl\u00e4rt, dass nun erst einmal die zust\u00e4ndigen \u00c4mter am Verfahren beteiligt werden, auch die Naturschutzverb\u00e4nde. Anwohner w\u00fcrden ebenfalls noch Gelegenheit erhalten, sich zum Bebauungsplan zu \u00e4u\u00dfern. Konkrete Planungen k\u00f6nnten erst beginnen, wenn es einen Satzungsbeschluss gebe.<\/p>\n<p id=\"absatz14\"><b class=\"bold\">Auch interessant: <\/b><a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/zwischen_weser_und_rhein\/24277473_Wurst-Schnitzel-und-Co.-Hier-gibt-es-noch-Handwerksfleischereien-in-OWL.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wurst Schnitzel und Co. Hier gibt es noch Handwerksfleischereien in OWL<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Darin werde genau geregelt, welches Gewerbe an welcher Stelle des Grundst\u00fcckes realisiert werden k\u00f6nne. \u201eBeier geht dabei auch in ein wirtschaftliches Risiko\u201c, sagt Mike Bartels. Ob und welche Art von F\u00f6rdermitteln flie\u00dfen k\u00f6nnten, kann der WEGE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer nicht sagen. Was die Kunden freuen d\u00fcrfte: Das Ladengesch\u00e4ft der Landschlachterei an der Vilsendorfer Stra\u00dfe ist nicht gef\u00e4hrdet. Der Pachtvertrag mit Hausbesitzer J\u00fcrgen Br\u00fcnger (83) l\u00e4uft unbefristet. Das best\u00e4tigt auf NW-Nachfrage Ehefrau Inge Br\u00fcnger (81).<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Auch Ger\u00fcchten, dass das Haus abgerissen werden k\u00f6nnte, erteilt sie eine Absage: \u201eSolange wir leben, bleibt das Haus stehen.\u201c Zwei Mieter der rund 70 Quadratmeter gro\u00dfen Wohnung seien verstorben. Um neu zu vermieten, m\u00fcssten am Haus, das 1970 aufgestockt worden sei, einige Umbauarbeiten gemacht werden. \u201eDas machen wir nicht mehr\u201c, betont Inge Br\u00fcnger. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld. 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