{"id":1165468,"date":"2026-07-14T07:29:16","date_gmt":"2026-07-14T07:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1165468\/"},"modified":"2026-07-14T07:29:16","modified_gmt":"2026-07-14T07:29:16","slug":"regionalpakt-der-wupper-kommunen-hochwasser-kennt-keine-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1165468\/","title":{"rendered":"Regionalpakt der Wupper-Kommunen: Hochwasser kennt keine Grenzen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcnf Jahre nach der Flutkatastrophe arbeiten Kommunen, Beh\u00f6rden und der Wupperverband an einer neuen Vereinbarung f\u00fcr das gesamte Einzugsgebiet der Wupper.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seit einem Workshop zum Auftakt Ende Mai wird der sogenannte \u201eRegionalpakt Hochwasserschutz Wupper\u201c erstellt. Ziel ist es, Hochwasserschutz nicht mehr nur kommunal, sondern f\u00fcr das 800 Quadratkilometer gro\u00dfe Gebiet der Wupper zu organisieren. Wenn beispielsweise oberhalb Wuppertals zus\u00e4tzliche R\u00fcckhalter\u00e4ume geschaffen werden, kann das auch die Hochwassergefahr in betroffenen Stadtteilen wie Kohlfurth oder Beyenburg reduzieren.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Beteiligt sind neben dem NRW-Umweltministerium und dem Wupperverband die Bezirksregierungen, die 22 St\u00e4dte und Gemeinden im Wuppergebiet (einschlie\u00dflich der Nebenfl\u00fcsse), die Kreise sowie Vertreter von Landwirtschaft, Wirtschaft und Umweltverb\u00e4nden. Zum Auftakt kamen rund 50 Akteure zusammen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Warum braucht es \u00fcberhaupt einen neuen Pakt?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Wupperverband verf\u00fcgt bereits \u00fcber ein Zukunftsprogramm zum Hochwasserschutz. Nach Angaben des Verbandes umfasst es 200 Ma\u00dfnahmen. Der Regionalpakt soll dar\u00fcber hinausgehen. Hintergrund ist, dass Hochwasser nicht an Stadt- oder Kreisgrenzen haltmacht. Viele Projekte scheitern oder verz\u00f6gern sich jedoch durch Zust\u00e4ndigkeiten oder langwierige Genehmigungen. Der Pakt soll eine gemeinsame Strategie schaffen und Verfahren beschleunigen. Er ist die regionale Umsetzung des NRW-Hochwasserschutzpakts, der im Februar geschlossen wurde. Land und Wasserverb\u00e4nde betrachten die Hochwasservorsorge inzwischen als Daueraufgabe.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Gibt es schon konkrete Ma\u00dfnahmen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Pakt befindet sich in der Erarbeitungsphase und soll erst Anfang 2027 unterzeichnet werden. Allerdings ist bereits klar, in welche Richtung die Ma\u00dfnahmen gehen: So sollen R\u00fcckhaltebecken gebaut oder erweitert werden, Fl\u00fcsse mehr Raum erhalten, es geht aber auch um Auen und Deiche sowie generell schnellere Vorg\u00e4nge.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Was hat der Wupperverband denn schon gemacht, damit das nicht nochmal passiert?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Von den 200 Ma\u00dfnahmen waren Anfang des Jahres 21 abgeschlossen und 46 in Bearbeitung. Viele davon sind Studien, Messnetze, Fr\u00fchwarnsysteme, Pegel oder Sanierungen bestehender Anlagen. Flussabschnitte, etwa im Bereich Laaken, wurden ausgedehnt und naturnaher gestaltet \u2013 mit mehr R\u00fcckhalter\u00e4umen bei Hochwasser. Zudem wurde die Steuerung einiger Talsperren angepasst; in den Sommermonaten werden zus\u00e4tzliche Reserven freigehalten, um Starkregen besser puffern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die wirklich sichtbaren Schutzbauwerke befinden sich noch in Planung. F\u00fcr Beyenburg wird seit 2022 eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr eine Hochwasserschutzanlage durchgef\u00fchrt; gebaut wurden und werden auch neue R\u00fcckhaltebecken, das am Bornberg wurde 2024 fertiggestellt. Das hei\u00dft: Die Warn- und Vorhersagesysteme sind heute deutlich besser als 2021, ein erhebliches Risiko f\u00fcr \u00dcberflutungen besteht aber weiterhin.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Was hat Wuppertal konkret davon?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Wuppertal ist der Regionalpakt besonders relevant, weil die Stadt sowohl von der Wupper als auch von zahlreichen Nebengew\u00e4ssern gepr\u00e4gt wird. Zu den Risikogew\u00e4ssern geh\u00f6ren hier Morsbach, Eschbach und Mirker Bach, aber auch der Herbringhauser Bach und der Nebenk\u00e4mper Siefen in Langerfeld-Beyenburg, im weiteren Verlauf die Schwelme, hinzu kommt die Dh\u00fcnn.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Profitieren k\u00f6nnten insbesondere die Ortsteile Kohlfurth, wo die Wupper in einem engen Tal verl\u00e4uft, Beyenburg mit dem Beyenburger Stausee sowie Abschnitte in der Talachse, die bei Extremereignissen von steigenden Wasserst\u00e4nden betroffen sind. Dies gilt zum Beispiel in Elberfeld f\u00fcr den Bereich Kluse, Islandufer und Ohligsm\u00fchle, f\u00fcr Unterbarmen im Umfeld des Opernhauses, in Barmen zwischen dem Alten Markt und Wupperfeld sowie in Oberbarmen im Umfeld des Bahnhofs.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Talachse ist extrem dicht bebaut, weshalb die Wupper an vielen Stellen praktisch keinen Raum hat, sich auszubreiten. Ob sich Ma\u00dfnahmen daher auch auf die Verkehrsinfrastruktur ausweiten k\u00f6nnten, ist ungewiss. Einer der Schwerpunkte des Wupperverbands ist daher, das Wasser vor der Stadt zur\u00fcckzuhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcnf Jahre nach der Flutkatastrophe arbeiten Kommunen, Beh\u00f6rden und der Wupperverband an einer neuen Vereinbarung f\u00fcr das gesamte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1165469,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[17440,24128,3364,29,33993,30,5669,19693,215919,244298,244299,18285,1236,70562,7593,1209,94019,228485,4106,225736,75833,23428,42136,46212,4418,19813,46216],"class_list":["post-1165468","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-hochwasserschutz","tag-beyenburg","tag-de","tag-deutschland","tag-gebiet","tag-germany","tag-hochwasser","tag-hochwassergefahr","tag-hochwasserschutzanlage","tag-hochwasserschutzpakts","tag-hochwasservorsorge","tag-kohlfurth","tag-kommunen","tag-langerfeld-beyenburg","tag-massnahmen","tag-nordrhein-westfalen","tag-pakt","tag-regionalpakt","tag-wasser","tag-wasserstaenden","tag-wasserverbaende","tag-wupper","tag-wupperfeld","tag-wuppergebiet","tag-wuppertal","tag-wupperverband","tag-wupperverbands"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1165468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1165468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1165468\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1165469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1165468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1165468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1165468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}