{"id":1165525,"date":"2026-07-14T08:02:30","date_gmt":"2026-07-14T08:02:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1165525\/"},"modified":"2026-07-14T08:02:30","modified_gmt":"2026-07-14T08:02:30","slug":"hallo-leipzig-so-startet-dienstag-der-14-juli-2026-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1165525\/","title":{"rendered":"Hallo Leipzig: So startet Dienstag, der 14. Juli 2026 \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Wegen der Bauarbeiten auf Markkleebergs Hauptstra\u00dfe k\u00f6nnen ab heute zwei Haltestellen des Busverkehrs nicht mehr angefahren werden. Die Uni-Bibliothek muss zwei Stellen f\u00fcr einen Spezialauftrag besetzen, und in Plagwitz befasst sich eine Diskussionsrunde mit den Auswirkungen K\u00fcnstlicher Intelligenz. Doch zun\u00e4chst widmen wir uns einem betagten Jubilar, dessen Wesen einst hohe Wellen schlug.<\/p>\n<p>Happy Birthday, altes Haus!<\/p>\n<p>Und pl\u00f6tzlich wogten Wellen, wo eben noch Baustelle war: Heute vor 110 Jahren wurde das Leipziger Stadtbad feierlich er\u00f6ffnet und nahm einen Betrieb auf, der zu seiner Zeit ein Meilenstein war. Zuvor hatte Leipzig zwar bereits privat betriebene Hallenb\u00e4der wie das Sophienbad in der damaligen Dorotheenstra\u00dfe und das Dianabad in der Langen Stra\u00dfe, doch das einzige kommunale Bad befand sich im alten Jacobshospital in der Rosentalgasse und wurde 1906 geschlossen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/stadtbad\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Das Stadtbad<\/a> setzte mit seiner Ausstattung neue Ma\u00dfst\u00e4be. Frauen und M\u00e4nner nutzten getrennte Schwimmhallen, wobei die M\u00e4nnerschwimmhalle mit der ersten Wellenanlage Europas in einem Hallenbad ausgestattet war. Erg\u00e4nzt wurde das Angebot durch therapeutische Wannen- und Schwitzb\u00e4der sowie zwei getrennte Saunabereiche. Als architektonisches Glanzst\u00fcck galt die Damensauna im maurischen Stil mit reich verzierten S\u00e4ulen, B\u00f6gen und dekorativen Mosaiken.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/63387a1fd3764deba8daab8501d22c9f.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/07\/1\"\/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2F5YD644EJ5B57HM74IXCLALK4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-664210\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2F5YD644EJ5B57HM74IXCLALK4.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/a>M\u00e4chtig \u201egewelltig\u201c! Bis 1916 hatte man solch ein Hallenbad noch nicht gesehen. Foto: F\u00f6rderstiftung Stadtbad Leipzig<\/p>\n<p>Errichtet wurde das Geb\u00e4ude nach Pl\u00e4nen des Architekten Otto Wilhelm Scharenberg, w\u00e4hrend die Bauplastik auf Entw\u00fcrfen von Mathieu Molitor zur\u00fcckgeht. Nach dem <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/zweiter-weltkrieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Zweiten Weltkrieg<\/a> wurde das Bad wiederer\u00f6ffnet und in den 1980er-Jahren vor allem im Inneren umfassend restauriert. Dennoch f\u00fchrten erhebliche bauliche M\u00e4ngel zur Schlie\u00dfung im Juli 2004. Ein Jahr sp\u00e4ter beauftragte der Leipziger Stadtrat die Verwaltung mit dem Verkauf des Geb\u00e4udes \u2013 erfolglos.<\/p>\n<p>Mit Mitteln des Konjunkturpakets II des Bundes konnte zwischen 2010 und 2012 zumindest das Dach einschlie\u00dflich der Gew\u00f6lbedecken energetisch saniert werden. Um den weiteren Verfall des denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4udes aufzuhalten, gr\u00fcndeten die <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/wasserwerke\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wasserwerke Leipzig<\/a> 2006 eine F\u00f6rderstiftung, die sich bis heute f\u00fcr die Sanierung und Wiederbelebung des einstigen Bades engagiert. Inzwischen wird das Haus regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Veranstaltungen genutzt, darunter eine allj\u00e4hrliche Dinnershow zur Weihnachtszeit. So bleibt es trotz seiner Schlie\u00dfung als Schwimmbad ein fester Bestandteil des Leipziger Kulturlebens.<\/p>\n<p>Besichtigt werden kann das Stadtbad \u00fcbrigens an jedem ersten Sonntag des Monats um 11 Uhr im Rahmen einer einst\u00fcndigen F\u00fchrung, f\u00fcr die eine Anmeldung und ein g\u00fcltiges Ticket n\u00f6tig sind. Beides gibt es <a href=\"https:\/\/exclusiv-events-leipzig.eventim-inhouse.de\/webshop\/webticket\/eventlist?production=720\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">HIER online<\/a>.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise ist das Leipziger Stadtbad jedoch j\u00fcnger, als hier beschrieben. Wenn auch nur einen Tag. Verschiedene Quellen nennen den 14. Juli als Er\u00f6ffnungstag, andere den 15. Juli. Denkbar also, dass am 14. Juli gefeiert wurde \u2013 und dass am n\u00e4chsten Tag die ersten zahlenden Besucher in die Becken sprangen. Befragen kann man keinen der einst Anwesenden mehr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/72e42f2f-57e9-47dd-96b0-1f414ec0b6d7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-664177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/72e42f2f-57e9-47dd-96b0-1f414ec0b6d7.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\"  \/><\/a>Schlemmen statt Schwimmen. Das Haus wird heute f\u00fcr Veranstaltungen genutzt. Foto: Stadtbad Leipzig \/ Eventim<br \/>\nNeue Umleitung in Markkleeberg<\/p>\n<p>Wegen der Vollsperrung der Hauptstra\u00dfe beginnt heute\u00a0 eine neue Umleitungsphase im Regionalbusverkehr. Betroffen sind die Linien 100, 106 und 107. Bis voraussichtlich 24. Juli k\u00f6nnen die Haltestellen Markkleeberg Schulstra\u00dfe und Agra nicht bedient werden. Fahrg\u00e4ste sollten mehr Fahrzeit einplanen und sich vor Fahrtantritt \u00fcber die ge\u00e4nderten Linienf\u00fchrungen informieren.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon gelten in Markkleeberg weiterhin die bereits bestehenden Umleitungen infolge der Sperrung der Rathausstra\u00dfe. So verkehrt die Linie 100 seit M\u00e4rz auf ge\u00e4ndertem Linienweg; die Haltestellen Markkleeberg West-Wasserturmstra\u00dfe, Markkleeberg West und Markkleeberg Ring entfallen weiterhin. Ersatzweise k\u00f6nnen unter anderem die Haltestellen Seenallee und Schulstra\u00dfe genutzt werden.<\/p>\n<p>Aktuelle Informationen zu allen Baustellen und Umleitungen ver\u00f6ffentlicht Regionalbus Leipzig fortlaufend auf seiner Internetseite.<\/p>\n<p>Uni-Bibliothek hat zwei Stellen frei<\/p>\n<p>Print lebt \u2013 und will gelesen und verwaltet werden. Ist das gedruckte Wort schon hoch betagt, bedarf es auch gesonderter F\u00fcrsorge. Heute endet die Bewerbungsfrist f\u00fcr zwei Stellen als Bibliothekar*innen (m\/w\/d\/x) an der Universit\u00e4tsbibliothek Leipzig. Gesucht werden Fachkr\u00e4fte f\u00fcr ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rdertes Projekt zur Erschlie\u00dfung der \u00e4lteren Registratur der Bibliothek.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.service.bund.de\/IMPORTE\/Stellenangebote\/interamt\/2026\/06\/1459105.html?nn=371572&amp;utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Die Stellen sind in Vollzeit ausgeschrieben<\/a>, eine Besch\u00e4ftigung in Teilzeit ist jedoch m\u00f6glich. Die Arbeitsvertr\u00e4ge sind bis zum 30. September 2029 befristet, der Dienstbeginn ist f\u00fcr den 1. Oktober 2026 vorgesehen. Laut Ausschreibung besteht die Aussicht auf eine Verl\u00e4ngerung des Projekts um weitere drei Jahre. Bewerben k\u00f6nnen sich Absolventinnen und Absolventen eines Hochschulstudiums der Bibliotheks- oder Informationswissenschaft (Bachelor oder Diplom).<\/p>\n<p>Erwartet werden sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift auf mindestens C1-Niveau sowie eine sichere Kommunikationsf\u00e4higkeit. Von Vorteil sind Grundkenntnisse der Pal\u00e4ographie der Neuzeit, Erfahrungen bei der datenbankgest\u00fctzten Erschlie\u00dfung historischen Schriftguts sowie das Interesse an historischen Best\u00e4nden und wissenschaftlicher Dokumentation.<\/p>\n<p>Die k\u00fcnftigen Besch\u00e4ftigten \u00fcbernehmen unter anderem die Katalogisierung der Altregistratur der Universit\u00e4tsbibliothek, erfassen Best\u00e4nde im Verbundkatalog Kalliope und erstellen wissenschaftlich fundierte Beschreibungen historischer Archiv- und Bibliotheksmaterialien. Bewerbungen k\u00f6nnen noch heute <a href=\"https:\/\/uni-leipzig.b-ite.careers\/de\/jobposting\/4ecee53a8c9b2e93f5e049f1173ec526f6b58e5d0\/apply\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">online \u00fcber die entsprechende Plattform<\/a> eingereicht werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/csm_2026_Albertina_UL_521da5a0a2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-646019\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/csm_2026_Albertina_UL_521da5a0a2.jpg\" alt=\"Das Treppenhaus der Albertina. Foto: Thomas Kademann (Universit\u00e4tsbibliothek Leipzig)\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/><\/a>Das Treppenhaus der 1409 gegr\u00fcndeten Albertina. Foto: Thomas Kademann (Universit\u00e4tsbibliothek Leipzig)<br \/>\nK\u00fcnstliche Intelligenz: Ausweg oder Albtraum<\/p>\n<p>Segen oder Fluch, Rettungshilfe oder beschleunigter Untergang? KI besch\u00e4ftigt zunehmend auch die menschliche Intelligenz \u2013 bereitet Kopfzerbrechen und wirft Fragen auf. Heute startet in der \u201eMeuterei\u201c (Zollschuppenstra\u00dfe 1) eine vierteilige Veranstaltungsreihe, die sich aus gesellschafts- und kapitalismuskritischer Perspektive mit K\u00fcnstlicher Intelligenz befasst.<\/p>\n<p>Zum Auftakt steht von 19 bis 22 Uhr die Diskussionsveranstaltung \u201eSurplus ex machina. KI und die Krise des Akkumulationsregimes\u201c auf dem Programm. Die Runde geht der Frage nach, welche Bedeutung K\u00fcnstliche Intelligenz angesichts aktueller \u00f6konomischer Krisen gewinnt. Ausgehend von gravierenden globalen Entwicklungen wie der Klimakrise, geopolitischen Konflikten und wirtschaftlichen Umbr\u00fcchen soll diskutiert werden, ob <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/kuenstliche-intelligenz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> als technologischer Ausweg gilt und welche Auswirkungen ihr Einsatz auf Produktivit\u00e4t, Arbeitswelt, Machtverh\u00e4ltnisse und kapitalistische Verwertung hat.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf der Reihe folgen am 28. Juli die Veranstaltung \u201eMarx und die Maschine\u201c, am 11. August \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz und Werttheorie\u201c sowie am 25. August \u201eDer \u201atechnologische Schleier\u2018. Anmerkungen zu einem Sprachbild bei Adorno\u201c.<\/p>\n<p>Die \u201eMeuterei\u201c in Leipzig versteht sich als selbstorganisiertes Wohnprojekt, das gemeinschaftliches und solidarisches Zusammenleben f\u00f6rdert. Nach eigenen Angaben leben dort rund 20 Menschen im Alter zwischen 6 und 40 Jahren in zwei H\u00e4usern im <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/plagwitz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Stadtteil Plagwitz<\/a>. Trotz unterschiedlicher Lebensentw\u00fcrfe verbinde die Bewohnerinnen und Bewohner das Ziel, gemeinschaftliches Wohnen zu gestalten und die Vorstellung einer befreiten Gesellschaft praktisch umzusetzen.<\/p>\n<p>Die Geb\u00e4ude wurden den Angaben zufolge mit umweltfreundlichen Baumaterialien umfassend und nachhaltig saniert.\u00a0 Zum Projekt geh\u00f6ren auch Werkst\u00e4tten f\u00fcr Holz, Metall und Fahrr\u00e4der sowie ein gro\u00dfer Garten. Die R\u00e4ume im Erdgeschoss stehen der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung und werden nach Angaben des Wohnprojekts von Menschen aus dem Stadtteil f\u00fcr unterschiedliche selbstorganisierte Angebote genutzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/84c0c511-a9fb-48fb-a5da-3ae4d2032168.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-664208\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/84c0c511-a9fb-48fb-a5da-3ae4d2032168.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\"  \/><\/a>Einst Fiktion, bestimmt KI heute schon einen Gro\u00dfteil unseres Alltags. Illustration: Brian Penny\/Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wegen der Bauarbeiten auf Markkleebergs Hauptstra\u00dfe k\u00f6nnen ab heute zwei Haltestellen des Busverkehrs nicht mehr angefahren werden. 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