{"id":1166556,"date":"2026-07-14T18:04:17","date_gmt":"2026-07-14T18:04:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1166556\/"},"modified":"2026-07-14T18:04:17","modified_gmt":"2026-07-14T18:04:17","slug":"raumfahrt-deutschlands-weg-zum-mond-fuehrt-ueber-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1166556\/","title":{"rendered":"Raumfahrt: Deutschlands Weg zum Mond f\u00fchrt \u00fcber K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In K\u00f6ln gibt es ihn tats\u00e4chlich: den Mond auf Erden. Der Astronaut Matthias Maurer steht vor der Kraterlandschaft und kommt regelrecht ins Schw\u00e4rmen. \u201eWir haben Steine wie auf dem Mond. Wir haben Sand wie auf dem Mond\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eDas ist weltweit mit die beste Mondsimulationsanlage\u201c, zeigt er sich \u00fcberzeugt. \u201eWir sagen immer die Beste\u201c, korrigiert ihn <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/dorothee-baer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dorothee B\u00e4r<\/a> von der Seitenlinie. Die Forschungsministerin schaut sich die Anlage an. Ja, das sei \u201edefinitiv Weltstandard\u201c, gibt Maurer zu Protokoll. B\u00e4r lacht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor knapp zwei Jahren ist im Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/raumfahrt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Raumfahrt<\/a> (DLR) das Mondzentrum \u201eLuna\u201c entstanden. Es handelt sich um eine Trainingseinrichtung f\u00fcr astronautische und robotische Mondmissionen in realistischer Umgebung, samt Kratern und schwierigen Lichtverh\u00e4ltnissen. Alles wie auf dem Mond. Die Halle ist mit 900 Tonnen vulkanischem Stein gef\u00fcllt \u2013 er ist dem \u201eMondstaub\u201c, dem echten Regolith, sehr \u00e4hnlich. Das Projekt wurde von der DLR und der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation Esa realisiert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Rahmen ihrer Sommerreise hat Dorothee B\u00e4r, die auch Ministerin f\u00fcr Raumfahrt ist, unter anderem das DLR in K\u00f6ln besucht. F\u00fcr die CSU-Politikerin ist Raumfahrt einer der Schwerpunkte in ihrem Haus. Experten betonen, dass der Orbit in den kommenden Jahren immer wichtiger wird \u2013 und umk\u00e4mpfter. 12.000 Satelliten kreisen derzeit im All. In den n\u00e4chsten zehn Jahren d\u00fcrfte sich ihre Zahl vervielfachen. Moderne Gesellschaften sind auf sie angewiesen: Satelliten sind entscheidend f\u00fcr Kommunikation, f\u00fcr die Beobachtung von Wetter, f\u00fcr den Katastrophenschutz. Sicherheitsinteressen w\u00fcrden auch im All verteidigt, sagte Ministerin B\u00e4r zuletzt immer wieder. Noch aber herrscht im Orbit Unordnung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein nationales Weltraumgesetz soll k\u00fcnftig f\u00fcr mehr Klarheit sorgen. Es soll regeln, wie der sichere Betrieb von Satelliten im Orbit auch k\u00fcnftig gew\u00e4hrleistet werden kann. Schlie\u00dflich werden Fragen rund um das Thema Weltraumschrott und m\u00f6gliche Kollisionen bei der steigenden Zahl von Satelliten in den kommenden Jahren noch dr\u00e4ngender. Der Entwurf des Gesetzes ist in dieser Woche in die sogenannte Fr\u00fchkoordinierung innerhalb der Bundesregierung gegangen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Menge tut sich derweil in der Raumfahrt: Im kommenden Jahr sollen Astronauten mit der Mission Artemis 3 in der Erdumlaufbahn Andockman\u00f6ver mit Mondlandef\u00e4hren erproben. F\u00fcr 2028 sind mit Artemis 4 und Artemis 5 gleich zwei Mondmissionen geplant. Erstmals nach einem halben Jahrhundert sollen dann auch wieder Menschen auf dem Mond landen. Schon in diesem Fr\u00fchjahr fand die weltweit beachtete Mond-Umrundung von Artemis 2 statt. Mit Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, Missionsspezialistin Christina Koch und Missionsspezialistin Jeremy Hansen nahmen vier Astronauten an ihr teil. Das Besondere: Nie zuvor hatten Menschen die Erde so weit verlassen wie mit der Artemis-2-Mission.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Besatzung der Mission traf B\u00e4r im Rahmen ihrer Sommerreise am Dienstag bei <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/airbus\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Airbus<\/a>. Das Werk in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bremen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremen<\/a> hatte das europ\u00e4ische Servicemodul (ESM) f\u00fcr die Nasa-Mondmissionen gebaut und arbeitet gerade auch an den Modulen f\u00fcr die n\u00e4chsten Fahrten zum Mond. B\u00e4r lobte, die Astronauten w\u00e4ren ein Vorbild f\u00fcr nachfolgende Generationen. Und sie stellte ein goldenes Zeitalter der Weltraumforschung in Aussicht. Zugleich betonte B\u00e4r, dass ohne die Techniker und Ingenieure in Bremen die Mission nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Auch Bremens B\u00fcrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von einem guten Beispiel f\u00fcr den Erfolg von Teamleistungen \u2013 und warb f\u00fcr k\u00fcnftige Kooperationen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wichtige Erkenntnisse zum Weltraum werden gerade etwa in K\u00f6ln gesammelt. Beim DLR wird zurzeit etwa erforscht, welche Auswirkungen lange Aufenthalte im Weltraum auf den Menschen haben. Denn klar ist: Der Wettlauf ins All wird dazu f\u00fchren, dass Astronauten k\u00fcnftig l\u00e4ngere Zeit der Schwerelosigkeit ausgesetzt sein werden. Sie m\u00fcssen sich zugleich gut und sicher bewegen k\u00f6nnen. Studien am DLR erforschen auch, wie sich Astronauten mit kleinen \u00dcbungen fit halten k\u00f6nnen. Ziel ist es, herauszufinden, welche Gegenma\u00dfnahmen zu gesundheitlichen Risiken bei Schwerelosigkeit ergriffen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr einen deutschen Astronauten k\u00f6nnte der k\u00fcnstliche Mond in K\u00f6ln schon bald zur Generalprobe f\u00fcr den echten werden. Auf der n\u00e4chsten Mondmission k\u00f6nnten f\u00fcr Europa Matthias Maurer oder <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/alexander-gerst\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alexander Gerst<\/a> an Bord sein. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Sie soll von Esa-Chef Josef Aschbacher, getroffen werden. Sowohl Gerst als auch Maurer sind erfahrene Astronauten. Gerst flog 2014 und 2018 zur Internationalen Raumstation ISS, Maurer 2021.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der 56-j\u00e4hrige Maurer ist jedenfalls optimistisch, dass er Teil einer der Artemis-Mondmissionen der Nasa sein wird. \u201eIch denke, ich habe eine ganz gro\u00dfe Chance, zum Mond zu fliegen, vielleicht auch auf dem Mond zu landen, den Mond zu erkunden\u201c, sagte er. Das sei ein \u201eganz gro\u00dfer Traum\u201c von ihm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In K\u00f6ln gibt es ihn tats\u00e4chlich: den Mond auf Erden. 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