{"id":116702,"date":"2025-05-17T02:55:12","date_gmt":"2025-05-17T02:55:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/116702\/"},"modified":"2025-05-17T02:55:12","modified_gmt":"2025-05-17T02:55:12","slug":"vw-aktionaere-aeussern-scharfe-kritik-und-fordern-reformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/116702\/","title":{"rendered":"VW-Aktion\u00e4re \u00e4u\u00dfern scharfe Kritik und fordern Reformen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.05.2025 16:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Auf der Hauptversammlung von VW sieht sich Konzernchef Blume mit Kritik an seiner Doppelrolle als Chef von VW und Porsche konfrontiert. Angesichts der Krise der Unternehmen sei dies nicht mehr tragbar, lautet der Vorwurf.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMangelnde Unabh\u00e4ngigkeit des Aufsichtsrats und die Doppelrolle von Konzernchef Oliver Blume: Bei der Hauptversammlung von Volkswagen haben Investoren ihrem \u00c4rger \u00fcber die Unternehmensf\u00fchrung von Europas gr\u00f6\u00dftem Autobauer Luft gemacht. &#8222;Statt die Kritik der Aktion\u00e4re Jahr f\u00fcr Jahr an sich abprallen zu lassen und auf Zeit zu spielen, sollten Sie diese eklatanten Governance-Defizite jetzt endlich adressieren und abstellen, bevor VW noch tiefer in die Krise schlittert&#8220;, sagte Janne Werning von der Fondsgesellschaft Union Investment.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo trete Volkswagen bei der schlechten Corporate Governance immer noch auf der Stelle. Auf Kritik st\u00f6\u00dft, dass Blume den Vorstandsvorsitz nicht nur bei Volkswagen, sondern auch beim Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche innehat. Das sei eine &#8222;einmalige Situation in der deutschen Unternehmenslandschaft&#8220; und schlicht &#8222;nicht tragbar&#8220;, kritisierte Hendrik Schmidt vom Fondsanbieter DWS.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Volkswagen hat mit Herrn Blume nur einen Teilzeit-CEO, dem die Probleme \u00fcber den Kopf wachsen&#8220;, sagte Werning. Christian Strenger, der jahrelang f\u00fcr die Bundesregierung in der Corporate Governance Kommission sa\u00df, sagte, die Doppelrolle sei permanent konfliktbelastet und habe sich zu einer &#8222;doppelten Saniererrolle zum Nachteil unserer Gesellschaft entwickelt&#8220;.<\/p>\n<p>    Blume: Doppelrolle ist Erfolgskonzept<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOliver Blume selbst erteilte den Forderungen, er solle die F\u00fchrung von Porsche abgeben, eine Absage und spricht bei der Doppelrolle von einem Erfolgsrezept. &#8222;Klar war von Anfang an, die Doppelrolle ist nicht auf die Ewigkeit angelegt&#8220;, sagte er auf der Hauptversammlung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBlume steht seit fast drei Jahren an der Spitze sowohl von Porsche als auch von Volkswagen und ist damit der einzige Manager, der zwei DAX-Konzerne f\u00fchrt. Entscheiden m\u00fcsse laut Blume am Ende der Aufsichtsrat. Dort sei man \u00fcberzeugt, dass &#8222;beide Unternehmen profitieren&#8220;, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter P\u00f6tsch. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, mit den j\u00fcngsten Umbesetzungen im Porsche-Vorstand k\u00f6nnte Blume seine Nachfolge in Stuttgart vorbereiten.<\/p>\n<p>    Unabh\u00e4ngigkeit des Aufsichtsrats angezweifelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch eine mangelnde Unabh\u00e4ngigkeit des Aufsichtsrats wurde bem\u00e4ngelt. P\u00f6tsch k\u00f6nne als Gro\u00dfaktion\u00e4rsvertreter nicht als unabh\u00e4ngig angesehen werden, sagte Werning. &#8222;Es verfestigt sich der Eindruck, dass bei Volkswagen Macht statt Markt dominiert&#8220;, sagte Henrik Schmidt von der Fondsgesellschaft DWS.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDamit stelle sich die Frage, ob der Aufsichtsrat seine Kontrollfunktion aus\u00fcbe. Die Eigent\u00fcmer dominierten nach Belieben; Kontrolle und Einflussnahme seien nicht voneinander getrennt. Er sprach dabei vor allem P\u00f6tsch, Hans Michel Piech und Wolfgang Porsche an, die als Vertreter der Eigent\u00fcmerfamilien eine wichtige Rolle einnehmen. &#8222;Das damit verbundene Bild mangelhafter externer Kontrolle ist ein dauerhaftes Kernproblem&#8220;, sagte Strenger. Diese verschrecke Investoren.<\/p>\n<p>    Aktie schw\u00e4chelt seit l\u00e4ngerem<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritik am Aufsichtsrat bei Volkswagen ist nicht neu und wird seit Jahren regelm\u00e4\u00dfig bei den Hauptversammlungen laut. In der Vergangenheit hatte VW-Gro\u00dfaktion\u00e4r und Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche den Vorwurf zur\u00fcckgewiesen, dass der starke Einfluss der Familien den Aktienkurs zur\u00fcckh\u00e4lt. Die Gro\u00dfaktion\u00e4re seien nicht der Grund f\u00fcr die schlechte Bewertung der Aktie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVolkswagen befindet sich mehrheitlich im Besitz der Porsche SE, die den Gr\u00fcnderfamilien Piech und Porsche geh\u00f6rt. Ein F\u00fcnftel der VW-Aktien liegt beim Land Niedersachsen, der drittgr\u00f6\u00dfte Eigent\u00fcmer ist mit 17 Prozent der Golfstaat Katar. Die VW-Aktie entwickelt sich schon seit Jahren schw\u00e4cher als der Gesamtmarkt. So verloren die Papiere im vergangenen Jahr rund 20 Prozent, w\u00e4hrend der europ\u00e4ische Auto-Index lediglich zw\u00f6lf Prozent nachgaben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVolkswagen-Chef Blume hat sich unzufrieden mit der Aktienkursentwicklung von Europas gr\u00f6\u00dftem Autobauer gezeigt. Das gelte insbesondere f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024, sagte Blume. Volkswagen habe bei der Neuausrichtung des Konzerns gro\u00dfe Fortschritte gemacht. Andererseits bewerte der Kapitalmarkt die ausgewiesene Performance und preise die aktuelle Risikolage ein.<\/p>\n<p>    VW will 2025 trotz Gegenwind wachsen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Blick auf die Lage des Konzerns sprach Blume von weiter herausfordernden Rahmenbedingungen. &#8222;Aktuell erleben wir eine Welt in rasantem Wandel.&#8220; Dem wolle sich der Konzern &#8222;mit voller Kraft&#8220; stellen und 2025 weiter Fahrt aufnehmen. Daf\u00fcr habe der Konzern mit den aufgelegten Sparprogrammen inklusive Stellenabbau bei VW, Audi und Porsche die Basis geschaffen. &#8222;Aber der gr\u00f6\u00dfte Teil der Umsetzung liegt noch vor uns.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEuropas gr\u00f6\u00dfter Autobauer hatte sich Ende 2024 nach langem Ringen mit der IG Metall auf harte Einschnitte bei der Kernmarke VW geeinigt. \u00c4hnliche Programme legten danach die T\u00f6chter Audi und Porsche auf. Mehr als 40.000 Stellen sollen konzernweit wegfallen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls gro\u00dfe Unsicherheit kommen nun aber die Z\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump hinzu, die das US-Gesch\u00e4ft belasten. VW arbeite daher an einem Ma\u00dfnahmeplan f\u00fcr Nordamerika, sagte Blume. Und bereits ab diesem Jahr w\u00fcrden US-T\u00f6chter von den Diversit\u00e4tszielen des Konzerns ausgenommen, f\u00fcgte Rechtsvorstand Manfred D\u00f6ss hinzu. Trump fordert ein Ende solcher Programme zur F\u00f6rderung benachteiligter Personengruppen.<\/p>\n<p>    Aktion\u00e4re nur per Video zugeschaltet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie im Vorjahr fand das Aktion\u00e4rstreffen rein virtuell statt, bei dem sich Aktion\u00e4re per Video zuschalten konnten. Bei den Anteilseignern stie\u00df das auf scharfe Kritik. &#8222;Mit dem heutigen virtuellen Hauptversammlungsformat muten Sie Ihren Aktion\u00e4rinnen und Aktion\u00e4ren eindeutig zu viel zu und ziehen sich in den bequemen Elfenbeinturm zur\u00fcck&#8220;, kritisierte Deka-Vertreter Speich. Und das &#8222;gerade wenn es schwierig wird&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMehrere Aktion\u00e4re beantragten, rein digitale Treffen k\u00fcnftig per Satzungs\u00e4nderung zu verbieten. Gro\u00dfe Chancen werden dem nicht einger\u00e4umt. Denn die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse bei Volkswagen sind klar verteilt: Die Stimmrechte liegen zu rund 90 Prozent bei den Hauptaktion\u00e4ren. Die Vorzugsaktion\u00e4re &#8211; und damit der \u00fcberwiegende Teil der Kleinanleger &#8211; haben auf der Hauptversammlung zwar Frage- und Rederecht, d\u00fcrfen aber nicht abstimmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuletzt hatte Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer seine Anteilseigner vor zwei Jahren in Pr\u00e4senz empfangen, war dann aber zum virtuellen Format zur\u00fcckgekehrt. Offiziell begr\u00fcndet VW das mit Kostengr\u00fcnden. Ob die Versammlung 2026 wieder in Pr\u00e4senz abgehalten werde, lie\u00df Rechtsvorstand D\u00f6ss offen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.05.2025 16:59 Uhr Auf der Hauptversammlung von VW sieht sich Konzernchef Blume mit Kritik an seiner Doppelrolle&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":116703,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,27743,13,14,15,31305,14056,12,603],"class_list":{"0":"post-116702","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hauptversammlung","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-oliver-blume","18":"tag-porsche","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-vw"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114520924136622232","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116702"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116702\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116703"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}