{"id":1167135,"date":"2026-07-14T23:49:12","date_gmt":"2026-07-14T23:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1167135\/"},"modified":"2026-07-14T23:49:12","modified_gmt":"2026-07-14T23:49:12","slug":"klimaschutz-in-stuttgart-ade-klimaneutralitaet-2035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1167135\/","title":{"rendered":"Klimaschutz in Stuttgart: Ade Klimaneutralit\u00e4t 2035"},"content":{"rendered":"<p>Nur ein einziger Lokalpolitiker lauschte an diesem hei\u00dfen Freitagnachmittag den Redebeitr\u00e4gen: der gr\u00fcne Stadtrat Marcel Roth. Wom\u00f6glich war er ganz froh, dass die Kritik von FFF nur die politischen Vertreter:innen des Bundes statt die der Kommune traf. Denn nicht nur das, was die Parlamentarier:innen in Berlin an diesem Tag beschlossen \u2013 Stichwort Heizungsgesetz \u2013, bietet Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr Kritik mit Blick auf die Folgen f\u00fcr den Klimaschutz.<\/p>\n<p>Wenige Stunden vor der FFF-Kundgebung sa\u00df Roth mit weiteren Ratskolleg:innen im st\u00e4dtischen Ausschuss f\u00fcr Klima und Umwelt. Erster Tagesordnungspunkt: &#8222;Bericht zur Gesamtst\u00e4dtischen Klimastrategie&#8220;. Martin K\u00f6rner, Leiter des Grundsatzreferats f\u00fcr Klimaschutz und einstiger Fraktionschef der SPD sowie Gegenkandidat des jetzigen Oberb\u00fcrgermeisters Frank Nopper (CDU), hatte die undankbare Aufgabe, den Ausschuss \u00fcber den aktuellen Stand beim Klimaschutz zu informieren.<\/p>\n<p>Es haperte bei der Organisation<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Vor vier Jahren hatte der Gemeinderat beschlossen, dass <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/592\/mit-gutem-beispiel-voranhumpeln-8342.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Stuttgart 2035 klimaneutral<\/a> sein soll. Grundlage war ein von der Beratungsfirma McKinsey erarbeiteter &#8222;Klima-Fahrplan&#8220;, der sich an dem Pariser Klimaabkommen orientierte, konkret: eine maximale Erderw\u00e4rmung von 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum Vorindustrieniveau. Das gesteckte Ziel war ambitioniert. McKinsey formulierte 13 Ma\u00dfnahmen, damit Stuttgart ab 2035 unterm Strich weniger Treibhausgase emittiert, als es speichern kann.<\/p>\n<p>Die Strategieberater hatten bereits <a href=\"https:\/\/www.stuttgart.de\/medien\/ibs\/2022-06-02-klima-fahrplan-published.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">in der Pr\u00e4sentation f\u00fcr den Gemeinderat<\/a>, aufgrund der sich die Stadt die Selbstverpflichtung auferlegte, geschrieben: &#8222;Um Klimaneutralit\u00e4t 2035 zu erreichen, ist eine geeignete Organisationsstruktur sicherzustellen.&#8220; Doch genau in dem Bereich bedurfte es offenbar im Rathaus Hilfe, und so wurde mit Drees und Sommer ein weiteres Beratungsunternehmen aus Stuttgart beauftragt. Die wiesen in ihrem Abschlussbericht, nur gut zwei Jahre nach dem Beschluss zur Klimaneutralit\u00e4t, auf einige Schwachstellen hin. So gebe es im Rathaus &#8222;pers\u00f6nliche Konflikte, die die Zusammenarbeit beeintr\u00e4chtigen&#8220;. F\u00fcr eine &#8222;erfolgreiche Umsetzung der Klimaneutralit\u00e4tsstrategie 2035 muss die bisherige Organisationsstruktur der Landeshauptstadt Stuttgart gezielt weiterentwickelt werden&#8220;, hie\u00df es <a href=\"https:\/\/allris.stuttgart.de\/vo020?0--anlagenHeaderPanel-attachmentsList-0-attachment-link&amp;VOLFDNR=1000892&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">im 92 Seiten umfassenden Papier<\/a>. Trotz beschlossenem Klima-Fahrplan schien die Landeshauptstadt schon damals auf Abwegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nur ein einziger Lokalpolitiker lauschte an diesem hei\u00dfen Freitagnachmittag den Redebeitr\u00e4gen: der gr\u00fcne Stadtrat Marcel Roth. 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