{"id":1168030,"date":"2026-07-15T08:35:15","date_gmt":"2026-07-15T08:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1168030\/"},"modified":"2026-07-15T08:35:15","modified_gmt":"2026-07-15T08:35:15","slug":"streitpunkt-tempelhofer-feld-cdu-kandidat-evers-will-sich-nach-berlin-wahl-ueber-volksentscheid-hinwegsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1168030\/","title":{"rendered":"Streitpunkt Tempelhofer Feld: CDU-Kandidat Evers will sich nach Berlin-Wahl \u00fcber Volksentscheid hinwegsetzen"},"content":{"rendered":"<p>Es ist einer der Streitpunkte der Berliner Landespolitik: Sollen Wohnungen auf oder am Rand des Tempelhofer Feldes gebaut werden? Der Spitzenkandidat der CDU legt sich nun fest.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat bei einem wichtigen Streitpunkt Position bezogen: Er will die Randbebauung des Tempelhofer Feldes ohne neuen Volksentscheid oder B\u00fcrgerbefragung durchsetzen. Durch seine fr\u00fche Festlegung bei der in Berlin kontrovers diskutierten Frage will der CDU-Politiker auch Klarheit schaffen. \u201eDiese Wahl ist f\u00fcr mich auch eine Abstimmung \u00fcber eine Randbebauung am Tempelhofer Feld\u201c, sagte der kommissarische CDU-Landesvorsitzende <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/evers-fur-wohnungen-auf-tempelhofer-feld-berlins-cdu-spitzenkandidat-will-randbebauung-ohne-volksbefragung-durchsetzen-15838645.html\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/evers-fur-wohnungen-auf-tempelhofer-feld-berlins-cdu-spitzenkandidat-will-randbebauung-ohne-volksbefragung-durchsetzen-15838645.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">dem \u201eTagesspiegel\u201c.<\/a> Eine Volksbefragung zu dem Thema sei in Berlin nach geltendem Recht aktuell nicht m\u00f6glich, erl\u00e4uterte er weiter. Gew\u00e4hlt wird in Berlin am 20. September 2026.<\/p>\n<p>Die schwarz-rote Koalition hatte sich bislang darauf verst\u00e4ndigt, zur Frage der Randbebauung extra eine Volksbefragung von oben einf\u00fchren zu wollen. Davon r\u00fcckt Evers nun ab. 2014 hatte ein Volksentscheid ergeben, dass der ehemalige Flughafen in Tempelhof nicht bebaut werden darf.<\/p>\n<p>\u201eDer Volksentscheid liegt zw\u00f6lf Jahre zur\u00fcck, damals war die Not lange nicht so gro\u00df wie heute. Das kann ich doch nicht ignorieren. Au\u00dferdem stehen wir kurz vor einer Wahl. Eine gr\u00f6\u00dfere Volksentscheidung gibt es nicht\u201c, sagte Evers. Es sei der Inbegriff von Demokratie, \u201ewenn man vor einer Wahl klar sagt, was man zu tun beabsichtigt, und das nach einer Wahl auch umsetzt\u201c. Sollten die W\u00e4hler der CDU das Vertrauen aussprechen, werde er daf\u00fcr eintreten, dass das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes ge\u00e4ndert wird.<\/p>\n<p>Um das Tempelhofer Feld wird seit vielen Jahren gestritten. Das ehemalige Flughafengel\u00e4nde umfasst rund 355 Hektar und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften innerst\u00e4dtischen Freifl\u00e4chen Europas. Bef\u00fcrworter einer Bebauung \u2013 darunter CDU und SPD \u2013 verweisen auf den Wohnungsmangel und schlagen Neubauten am Rand des Feldes vor. B\u00fcrgerinitiativen wie \u201e100 % Tempelhofer Feld\u201c, Umweltverb\u00e4nde und viele Anwohner lehnen jedoch jede Bebauung ab und pochen auf den Volksentscheid sowie den Schutz der Freifl\u00e4chen.<\/p>\n<p>50.000 Menschen k\u00f6nnten dort ein neues Zuhause bekommen<\/p>\n<p>Generell verteidigte Evers die Bebauungspl\u00e4ne. \u201eDie Zeit dr\u00e4ngt, die Wohnungsnot ist da \u2013 und wir haben dringend ein Problem zu l\u00f6sen, unter dem ganz Berlin zu leiden hat\u201c, sagte er. \u201eWenn wir die Wohnungskrise in der Stadt l\u00f6sen wollen, dann m\u00fcssen wir noch mutiger sein.\u201c <\/p>\n<p>F\u00fcr den CDU-Politiker ist die Randbebauung des Tempelhofer Feldes mit Wohnh\u00e4usern demnach auch eine Frage der Gerechtigkeit. Es sei den Menschen nicht zu erkl\u00e4ren, dass im Ostteil der Stadt gr\u00fcne Innenh\u00f6fe bebaut werden, \u201eaber ein so gigantisches Wohnungsbaupotenzial mitten in der Stadt\u201c nicht genutzt werde. \u201e50.000 Menschen k\u00f6nnten am Tempelhofer Rand ein neues Zuhause bekommen, ohne dass wir das 200 Hektar gro\u00dfe gr\u00fcne Herz der Fl\u00e4che antasten m\u00fcssten\u201c, sagte Evers.<\/p>\n<p>Die Kritik von Gr\u00fcnen und SPD an den Bebauungspl\u00e4nen wies der CDU-Politiker zur\u00fcck. Vielmehr sieht er sich auch durch Umfragen best\u00e4tigt, wonach selbst eine Mehrheit der Gr\u00fcnen-W\u00e4hler die Randbebauung unterst\u00fctzte. \u201eDie Menschen sp\u00fcren doch, dass die Wohnungsnot ein Problem ist, das uns alle betrifft\u201c, sagte Evers. \u201eIch finde, sie d\u00fcrfen daf\u00fcr auch mutige L\u00f6sungen von der Politik erwarten. Dieser Verantwortung sollten auch SPD und Gr\u00fcne sich stellen.\u201c<\/p>\n<p>Die bisherige Regierungszeit des schwarz-roten Senats wertet Evers, der Finanz- und Kultursenator ist, als Erfolg. \u201eIch werde die Erfolge der CDU-gef\u00fchrten Regierung nicht verstecken\u201c, sagte er. Die B\u00fcrger\u00e4mter funktionierten wieder, die Polizei habe wieder R\u00fcckhalt, Berlin sei Aufsteigerland im Bildungsvergleich, das Bauen sei vereinfacht worden. \u201eAber das kann nur ein Anfang sein. Es gibt noch viel zu tun\u201c, sagte Evers.<\/p>\n<p>krott mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist einer der Streitpunkte der Berliner Landespolitik: Sollen Wohnungen auf oder am Rand des Tempelhofer Feldes gebaut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1168031,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,85223,79768,30,97373,1940,1938,110,244108,45,182861,6799,2192],"class_list":["post-1168030","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-deutschland","tag-evers","tag-gentrifizierung-ks","tag-germany","tag-landtagswahlen-ks","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news-aus-berlin","tag-newsteam","tag-stefan-cdu","tag-texttospeech","tag-volksabstimmung-ks","tag-wahlkampf","tag-wohnungsbau"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116923080859123306","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1168030","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1168030"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1168030\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1168031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1168030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1168030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1168030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}