{"id":1168066,"date":"2026-07-15T08:55:20","date_gmt":"2026-07-15T08:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1168066\/"},"modified":"2026-07-15T08:55:20","modified_gmt":"2026-07-15T08:55:20","slug":"kabine-wie-ein-umgebautes-dixi-klo-in-notfallsituationen-helfen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1168066\/","title":{"rendered":"KABINE: Wie ein umgebautes Dixi-Klo in Notfallsituationen helfen kann"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/background\/CABIN-How-a-converted-Dixi-toilet-can-help-in-emergency-situations-11365293.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Wenn nach einer Katastrophe Arztpraxen und Krankenh\u00e4user nicht mehr erreichbar sind, k\u00f6nnte eine handels\u00fcbliche Toilettenkabine als telemedizinische Behandlungsstation aushelfen. Mit diesem ungew\u00f6hnlichen Konzept wollte ein Forschungskonsortium unter Beteiligung der Uniklinik RWTH Aachen die medizinische Versorgung im Katastrophenfall verbessern. Die mobile Einheit soll laut Uniklinik dort zum Einsatz kommen, wo \u201eArztpraxen, Krankenh\u00e4user oder Verkehrswege vor\u00fcbergehend nicht erreichbar oder \u00fcberlastet sind&#8220; oder die Infrastruktur ausgefallen ist. Nach ersten Erprobungen, unter anderem auf dem Musikfestival Parookaville, wurde der Prototyp weiterentwickelt. Im Juli wurde das Forschungsprojekt mit einer \u00f6ffentlichen Abschlussdemonstration auf dem Gel\u00e4nde des Technischen Hilfswerks in Aachen offiziell beendet.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/1\/3\/9\/8\/2\/csm_Follmann__Andreas_3024_Outlook_5f76326cd3-5bda270261ee35ed.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Andreas Follmann\" height=\"1110\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1110 \/ 1110; object-fit: cover;\" width=\"1110\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Dr. Andreas Follmann ist Katastrophenmediziner und Leiter des Projekts \u201eKABINE\u201c.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0RWTH Uniklinik Aachen)\n    <\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt Dr. Andreas Follmann von der Uniklinik RWTH Aachen, Mitglied des Projektkonsortiums, welche Erkenntnisse die Praxistests gebracht haben und warum die Kabine inzwischen rot statt grau ist.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Die Kabine sieht nicht mehr aus wie ein Dixi-Klo, sondern ist jetzt rot. Warum?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Andreas Follmann: Rot ist tats\u00e4chlich eine Signalfarbe, wenn es darum geht, gut aufzufallen. Gerade im Katastrophenfall ist das wichtig, weil dort h\u00e4ufig mehrere dieser Toiletten- oder Duschkabinen stehen. Das Ziel ist, dass man diejenige Kabine, die man f\u00fcr medizinische Zwecke aufsuchen muss, direkt findet. Au\u00dferdem gibt es Studien, die belegen, dass bei Rot und Orange am wenigsten Vandalismus zu bef\u00fcrchten ist. Das ist ein zus\u00e4tzlicher psychologischer Effekt.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Hat sich au\u00dfer der Farbe technisch etwas ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Technisch hat sich kaum was ge\u00e4ndert. Wir haben die alte Kabine in mehreren Studien getestet \u2013 unter anderem in einer Simulationsstudie, die man sich wie ein Krimi-Dinner vorstellen kann \u2013 und beim Musikfestival Parookaville. Das war f\u00fcr uns nat\u00fcrlich extrem spannend, weil es sich um echte Patienten mit echten Problemen handelte. Dort haben wir gemerkt, dass die von uns zuvor ausgew\u00e4hlte Technik daf\u00fcr sehr gut geeignet war.<\/p>\n<p>Am Anfang dachten wir, das sogenannte Dermatoskop w\u00fcrden wir am wenigsten brauchen. Tats\u00e4chlich gab es bei Parookaville aber extrem viele Hautver\u00e4nderungen. Es war hei\u00df und schw\u00fcl, entsprechend gab es viele Insektenstiche und Allergien. Viele hatten Probleme mit Grasmilben, bei denen man sich die Hautver\u00e4nderungen sehr genau ansehen musste, um dann gezielt zum Beispiel eine Salbe zu verschreiben.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zur Ausstattung geh\u00f6ren neben einem EKG und einer Untersuchungskamera, die mit verschiedenen Aufs\u00e4tzen etwa als Otoskop f\u00fcrs Ohr oder als Dermatoskop f\u00fcr die Haut genutzt werden kann, auch weiterhin laientaugliche, \u00fcber Bluetooth angebundene Medizinger\u00e4te.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Gab es trotzdem Anpassungen?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Ja, an der Usability hat sich einiges ver\u00e4ndert. Das EKG war vorher eine kleine, scheckkartengro\u00dfe Box, auf die man zwei Finger legen musste. Mittlerweile gibt es Haltegriffe, an denen man sich einfach festhalten kann.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist der Toilettensitz jetzt Gott sei Dank nicht mehr drin. Wir hatten vorher den Tank genutzt, um Technik reinzubauen. Mittlerweile ist alles etwas kleiner geworden, und es gibt einen richtigen Stuhl darin, den man auch herausstellen kann \u2013 so haben auch Menschen mit einem kleinen Rollstuhl die M\u00f6glichkeit, sich dort reinzusetzen.<\/p>\n<p>Wir haben zudem Erwachsene mit Kindern hineingesetzt, um zu pr\u00fcfen, ob die Kameraposition auch f\u00fcr Kinder passt und ob die Begleitperson zumindest teilweise mit hineinkommt. Deshalb haben wir auch einen Stuhl genommen, der h\u00f6henverstellbar ist.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Welche Grenzen sind bei der Evaluierung deutlich geworden?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Generell ist der Betrieb noch nicht ganz klar. Wer bevorratet das System? Ist das die Hilfsorganisation oder ein Land oder eine Kommune? Zwischendurch muss vielleicht auch mal gereinigt oder desinfiziert werden. Deshalb ist unsere klare Empfehlung, die Kabinen an sogenannten Katastrophenschutz-Leuchtt\u00fcrmen aufzustellen. Das sind vorab festgelegte Standorte, meist bei der Freiwilligen Feuerwehr oder der Verwaltung, an denen Internet und Strom auch \u00fcber Notstromaggregate zur Verf\u00fcgung stehen sollen. Zwar ist die Kabine dank der Solarpaneele und der Satellitenkommunikation f\u00fcr eine gewisse Zeit autark. Trotzdem w\u00fcnschen wir uns nat\u00fcrlich, dass auch Personal bereitsteht, um Betreuung zur Verf\u00fcgung zu stellen und vielleicht auch mal Verbrauchsmaterial nachzuf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt ist die Logistik. Die Toilettenkabinen lassen sich laut Hersteller innerhalb von 30 Minuten aufbauen. Deshalb ist die Frage, ob k\u00fcnftig vielleicht nur noch die Technik eingelagert werden muss, weil die Kabinen ohnehin schnell lieferbar w\u00e4ren. Baut man die Technik zum Beispiel in eine Box, braucht man nat\u00fcrlich viel weniger Lagerkapazit\u00e4t und Wartungsaufwand. Das w\u00e4re dann ein modulares Konzept: Die Kabinen kommen separat, und die Box wird einfach an die Wand geh\u00e4ngt.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Die neue Kabine sieht nach der \u00dcberarbeitung recht massiv aus. Kann sie noch einfach transportiert werden?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Ja. Es ist eine ganz normale Toilettenkabine aus Kunststoff, die von uns lediglich innen ausgestattet wurde. Nur der Tank wurde entfernt, und es ist ein gerader Boden eingebaut. Die kann man mit zwei Personen problemlos versetzen. Zus\u00e4tzlich hat sie oben auch eine Kranhalterung. Wir haben sie inzwischen auch schon an einen Kran geh\u00e4ngt, zum Beispiel vom THW. Damit kann man sie sehr schnell positionieren.<\/p>\n<p>        Digital Health abonnierenDigital Health abonnieren<\/p>\n<p class=\"text-base\">Alle 14 Tage bieten wir Ihnen eine \u00dcbersicht der neuesten Entwicklungen in der Digitalisierung des Gesundheitswesens und beleuchten deren Auswirkungen. <\/p>\n<p>E-Mail-Adresse<\/p>\n<p id=\"input-email-help\" class=\"text-sm leading-5 text-gray-400 mb-0\">Ausf\u00fchrliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsm\u00f6glichkeiten erhalten Sie in unserer <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html#datenschutz-newsletter\" data-google-interstitial=\"false\" class=\"underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>.<\/p>\n<p>Es gibt bereits viele fertige Logistikkonzepte f\u00fcr diese Toilettenkabinen. Toilettenkabinen werden oft auch mit Sp\u00fclfl\u00fcssigkeit angeliefert und haben dann ein \u00e4hnliches Gewicht. Sie k\u00f6nnen zum Beispiel \u00fcber einen Tieflader mit Kran angeliefert und leicht versetzt werden.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Haben Sie versucht, die Kabine g\u00fcnstig zu entwickeln?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Ja. Unser Ziel war immer, sie so g\u00fcnstig wie m\u00f6glich zu machen. Wir wollten, dass sie unter 5000 Euro kostet.<\/p>\n<p>Die enthaltenen Ger\u00e4te sollen m\u00f6glichst einfach funktionieren. Au\u00dferdem sollen Teile, auch wenn die Kabine Schaden nimmt, wiederverwendet werden k\u00f6nnen. Es kann auch sein, dass die gesamte Kabine, ohne Inhalt, entsorgt werden oder ihrem urspr\u00fcnglichen Zweck zugef\u00fchrt werden muss. Denkbar w\u00e4re auch, dass sich das System ganz ohne die Kabine nutzen l\u00e4sst \u2013 also nur die Technik allein.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Das Konzept lie\u00dfe sich doch auch au\u00dferhalb des Katastrophenschutzes einsetzen?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Ja, deshalb glaube ich auch an diesen modularen Ansatz mit einer Box. Die kann ich nat\u00fcrlich genauso in eine Apotheke h\u00e4ngen. Es kann ja auch mal sein, dass zum Beispiel in einem Gemeindehaus noch ein Raum zur Verf\u00fcgung steht. Dann brauche ich vielleicht die Kabine gar nicht. Dann w\u00fcrde ich diese Box einfach in einen Raum h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die Toilettenkabine ist f\u00fcr uns insofern praktisch, da sie kosteng\u00fcnstig ist und weit unter 1000 Euro kostet. Sie kann sogar per Boot transportiert werden, weil sie schwimmf\u00e4hig ist, oder alternativ auf einem Tieflader. Mit diesem Kranhaken kann man sie theoretisch sogar an einen Helikopter h\u00e4ngen, um sie in ein Dorf zu fliegen, das etwa durch einen Br\u00fcckeneinsturz von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten ist.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Wie geht es nach dem Forschungsprojekt weiter?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt gef\u00f6rdert. Das Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist als assoziierter Partner beteiligt, ebenso das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. Das Forschungsprojekt wurde inzwischen <a href=\"https:\/\/www.ukaachen.de\/en\/clinics-institutes\/medical-technology-section\/all-news\/news\/forschungsprojekt-kabine-erfolgreich-abgeschlossen-mobile-telemedizin-fuer-krisensituationen-live-demonstriert\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erfolgreich abgeschlossen und live demonstriert<\/a>.<\/p>\n<p>Das DRK ist tats\u00e4chlich sehr daran interessiert, mit uns weiterzudenken, welche Ebene f\u00fcr die Bevorratung zust\u00e4ndig sein sollte. Sollte jedes Bundesland zehn Kabinen haben oder jede Kommune, jeder Katastrophenschutz-Leuchtturm eine? Das betrifft auch das Thema Wartung. Die Medizinger\u00e4te sind mit Sicherheit in f\u00fcnf Jahren \u00fcberholt und m\u00fcssen erneuert werden.<\/p>\n<p>Es bringt nichts, wenn das Ergebnis, wie so oft bei Forschungsprojekten, am Ende nur in irgendeiner Schublade landet. Man muss im Endeffekt genau diesen Zwischenschritt schaffen: Dass jemand sagt, wir brauchen jetzt 20 St\u00fcck davon, und ein Unternehmen bereit ist, sie zu verkaufen.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Gibt es bereits weitere Einsatzideen?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Eine gro\u00dfe \u00dcberlegung ist, ob man das System nicht auch f\u00fcr Routinezwecke einbinden kann. Wir denken da zum Beispiel an Sanit\u00e4tswachdienste auf Gro\u00dfveranstaltungen oder daran, im Rahmen der Fl\u00fcchtlingsversorgung medizinische Hilfe auch im fremdsprachigen Bereich zu gew\u00e4hrleisten. Bis hin zu der \u00dcberlegung, ob man eine solche Kabine dort aufstellen k\u00f6nnte, wenn in einem Dorf pl\u00f6tzlich kein Hausarzt mehr verf\u00fcgbar ist \u2013 um zumindest stundenweise an manchen Tagen eine haus\u00e4rztliche Grundversorgung durch einen anderen Arzt zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Welche Software kommt zum Einsatz?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Als Basis f\u00fcr die Software nutzen wir \u201eTeleDoc\u201c, eine zertifizierte Videosprechstunde der Docs in Clouds TeleCare GmbH. Die medizinischen Ger\u00e4te sind alle in die Software integriert und \u00fcbertragen ihre Daten per Bluetooth. Im Use Case Parookaville und bei den Simulationsstudien war das sehr stabil. Es ist alles kabelgebunden oder per Bluetooth angeschlossen.<\/p>\n<p>Das Ganze funktioniert als Webplattform. Ich kann es quasi \u00fcberall auf der Welt nutzen und der Arzt kann sich dank Satellitenkommunikation aus der Ferne zuschalten. Zus\u00e4tzlich habe ich die M\u00f6glichkeit, extern auch LAN anzuschlie\u00dfen \u2013 steht die Kabine beispielsweise an einem Katastrophenschutz-Leuchtturm, kann ich gegebenenfalls das lokale Internet nutzen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/mailto:mack@heise.de\" title=\"Marie-Claire Koch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mack<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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