{"id":1168204,"date":"2026-07-15T10:12:17","date_gmt":"2026-07-15T10:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1168204\/"},"modified":"2026-07-15T10:12:17","modified_gmt":"2026-07-15T10:12:17","slug":"angst-vor-chinas-zugriff-was-ist-aus-kuka-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1168204\/","title":{"rendered":"Angst vor Chinas Zugriff: Was ist aus Kuka geworden?"},"content":{"rendered":"<p>Angst vor Chinas ZugriffWas ist aus Kuka geworden?<\/p>\n<p>15.07.2026, 09:56 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:24 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/FILE-In-this-May-14-2015-photo-Kuka-robots-work-on-Tesla-Model-S-cars-in-the-Tesla-factory-in-Fremon.webp\" alt=\"FILE-In-this-May-14-2015-photo-Kuka-robots-work-on-Tesla-Model-S-cars-in-the-Tesla-factory-in-Fremont-Calif-California-revenues-have-been-below-expectations-for-four-consecutive-months-Democratic-Gov-Gavin-Newsom-has-said-state-officials-should-restrain-spending-Last-month-Newsom-blocked-a-tax-cut-for-manufacturers-citing-the-potential-shortfall\"\/>Nicht jede Bef\u00fcrchtung wird zur Realit\u00e4t. (Foto: AP)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Selten hat ein Firmenverkauf die Gem\u00fcter so erhitzt wie der von Kuka. Damals dominierten Warnungen und d\u00fcstere Prognosen. Zehn Jahre sp\u00e4ter f\u00e4llt die Bilanz anders aus.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es war eine spektakul\u00e4re Unternehmens\u00fcbernahme. Vor einem Jahrzehnt streckte ein chinesischer Investor seine F\u00fchler nach einem deutschen Vorzeigeunternehmen aus. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU hatte zuvor den Roboterbauer Kuka gerne als positives Beispiel der deutschen Hightech-Industrie unterst\u00fctzt. In Augsburg besuchte sie den Sitz des Unternehmens, auf der Hannover Messe lie\u00df Merkel sich zusammen mit US-Pr\u00e4sident Barack Obama die Roboter aus Schwaben vorf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dass dieses angesehene bayerische Traditionsunternehmen nun ausgerechnet von einem Konzern aus Fernost geschluckt werden sollte, sorgte im Jahr 2016 f\u00fcr heftige wirtschaftspolitische Diskussionen. Insbesondere die Tatsache, dass kein europ\u00e4ischer Investor ein Gegenangebot auf den Tisch legte, f\u00fchrte zu Kritik. Letztlich konnte der chinesische Hausger\u00e4tehersteller Midea dann Kuka relativ ungehindert kaufen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kuka war damals der prominenteste Fall einer \u00dcbernahme aus China. Auch viele andere deutsche Unternehmen wurden von chinesischen Investoren aufgekauft, darunter bekannte Namen wie die Steigenberger-Hotels oder der Spezialmaschinenbauer KraussMaffei. Aktuell pr\u00fcfen die Beh\u00f6rden die geplante \u00dcbernahme von Europas gr\u00f6\u00dftem Elektronikfachh\u00e4ndler MediaMarktSaturn durch den chinesischen E-Commerce-Konzern JD.com.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach zehn Jahren haben sich bei Kuka etwas die Wogen gegl\u00e4ttet. Der Augsburger Automatisierungsspezialist hat mehr mit der schwierigen Wirtschaftslage und vornehmlich der Krise in der Autoindustrie zu k\u00e4mpfen als mit den Eigent\u00fcmern in China. &#8222;Auch in herausfordernden Zeiten ist Midea als seri\u00f6ser und zuverl\u00e4ssiger Eigent\u00fcmer von Kuka aufgetreten&#8220;, fasst Tanja Gabler vom bayerischen Wirtschaftsministerium die bisherigen Erfahrungen zusammen.<\/p>\n<p>&#8222;Belastbare Perspektive&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Als im Fr\u00fchjahr 2016 Midea zur \u00dcbernahme ansetzte, war China l\u00e4ngst ein wichtiger Markt f\u00fcr den Roboterspezialisten. Midea hatte sich umgekehrt sukzessiv Aktien der Augsburger gekauft und kam bereits auf 13 Prozent der Anteile. Dann boten die Chinesen 115 Euro f\u00fcr alle weiteren Papiere &#8211; weit mehr als der damalige B\u00f6rsenwert, der Kurs schoss schlagartig in die H\u00f6he.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Aktion\u00e4re hatten bis 15. Juli Zeit, das Angebot anzunehmen. Viele kleine und insbesondere auch gro\u00dfe Anteilseigner wie der Voith-Konzern aus Baden-W\u00fcrttemberg nahmen das Geld gerne, Midea hatte am Ende der regul\u00e4ren Angebotsfrist 86 Prozent der Anteile. In der vorgeschriebenen Nachfrist \u00fcbertrugen weitere zun\u00e4chst unentschlossene Aktion\u00e4re ihre Papiere an Midea, das dadurch Anfang August 2016 knapp 95 Prozent an Kuka hielt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der damalige Kuka-Chef Till Reuter, der den Roboterbauer in den Jahren zuvor aus den roten Zahlen gef\u00fchrt hatte, sah weiter starkes Wachstum f\u00fcr sein Unternehmen. Letztlich verwirklichte sich Reuters Prognose nicht ganz. Im \u00dcbernahmejahr 2016 hatte Kuka einen Umsatz von knapp 3 und einen Auftragseingang von 3,4 Milliarden Euro, zuletzt meldete das Unternehmen 2025 einen Umsatz von 3,9 und einen Auftragszuwachs von 4,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg in der Zeit von etwa 13.200 auf 14.500.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Am Stammsitz in Augsburg ist etwa ein F\u00fcnftel der Belegschaft besch\u00e4ftigt. Hier ging es zuletzt aber auch um Stellenabbau. Etwa 500 Vollzeitstellen will das Unternehmen streichen, auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen soll aber verzichtet werden. Der Augsburger IG-Metall-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Kuka-Aufsichtsratsmitglied Matti Riedlinger sagt, die Gewerkschaft und der Betriebsrat h\u00e4tten als Gegenleistung zu Gehaltseinbu\u00dfen eine Besch\u00e4ftigungssicherung bis 2029 sowie Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro durchgesetzt. So gebe es nun &#8222;eine belastbare Perspektive f\u00fcr den Hauptsitz in Augsburg&#8220;.<\/p>\n<p>Wachstum in Asien <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Insgesamt betrachtet Riedlinger die bisherige Zeit von Midea bei Kuka differenziert: &#8222;Die bef\u00fcrchtete Zerschlagung von Kuka oder eine Verlagerung des gesamten Unternehmens nach China ist in den letzten zehn Jahren nicht eingetreten.&#8220; Gleichzeitig zeige das Beispiel, wie wichtig es sei, die industriellen Schl\u00fcsseltechnologien Deutschlands und Europas strategisch abzusichern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der heutige Kuka-Vorstandschef Christoph Schell betrachtet die Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts hingegen durchweg positiv. Das Unternehmen habe sich von einem klassischen Anlagen- und Maschinenbauer zu einem umfassenden Automatisierungsanbieter weiterentwickelt, sagt er. &#8222;Kuka ist heute erfolgreich breit aufgestellt, mit je einem Drittel Gesch\u00e4ft in Europa, Amerika und Asien.&#8220; In China, dem gr\u00f6\u00dften Robotermarkt der Erde, z\u00e4hle Kuka bei der Robotik zu den drei wichtigsten Anbietern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schell verweist darauf, dass sich der Markt seit der Midea-\u00dcbernahme stark ver\u00e4ndert habe. W\u00e4hrend in Asien die Nachfrage wachse, trete Europa auf der Stelle. Er betont auch die Probleme der Automobilwirtschaft, historisch f\u00fcr Kuka der wichtigste Abnehmer.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schell meint, die Branche sei heute mehr als die Schwerlastroboter in den Fabriken. Roboter seien in OP-S\u00e4len, bei der Verarbeitung von Lebensmitteln oder auch Filmdrehs im Einsatz. Kuka selbst wachse stark bei der Automatisierung von Logistik-Lagern oder Klinikapotheken. K\u00fcnftig k\u00f6nne es Kuka-Systeme vielleicht auch einmal im privaten Bereich, etwa als Pflegeroboter, geben. &#8222;Da sind wir in viele Richtungen offen&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Ulf Vogler, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angst vor Chinas ZugriffWas ist aus Kuka geworden? 15.07.2026, 09:56 Uhr Artikel anh\u00f6ren(06:24 min) Nicht jede Bef\u00fcrchtung wird&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1168205,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,30354,137470,171,174,18670,173,172,55],"class_list":["post-1168204","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-industriepolitik","tag-kuka","tag-markets","tag-maerkte","tag-uebernahmen-und-fusionen","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116923462407035464","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1168204","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1168204"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1168204\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1168205"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1168204"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1168204"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1168204"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}