{"id":117013,"date":"2025-05-17T05:56:09","date_gmt":"2025-05-17T05:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/117013\/"},"modified":"2025-05-17T05:56:09","modified_gmt":"2025-05-17T05:56:09","slug":"duesseldorf-awo-feiert-105-jaehriges-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/117013\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Awo feiert 105-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Slogan \u201eA WOnderful wir\u201c schm\u00fcckt nun auf Plakaten und Infoscreens die Stra\u00dfen D\u00fcsseldorfs. Diese neue Kampagne der Awo feiert das gelebte Miteinander der Arbeiterwohlfahrt \u2013 und das seit nun \u00fcber 100 Jahren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Awo feiert in diesem Jahr nicht nur Jubil\u00e4um, sondern auch ihre Mitglieder. \u201eUnsere Basis ist das Ehrenamt\u201c, erkl\u00e4rt Kreisvorsitzender Manfred Abels, \u201eOhne dieses d\u00fcrften wir uns rechtlich gesehen nicht Arbeiterwohlfahrtsverband nennen.\u201c Gegr\u00fcndet wurde die Awo unter anderem von vier Frauen, \u201eAuch das ist ein Grund, warum uns Gleichberechtigung so wichtig ist. Frauen haben die Gesellschaft immer nach vorne gebracht\u201c, sagt Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Marion Warden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seit ihrer Gr\u00fcndung im Jahr 1920 kann die Awo auf eine ereignisreiche Geschichte zur\u00fcckblicken. In ihren fr\u00fchen Jahren konnte sie mit der Gr\u00fcndung eines Waisenhauses und eines Kindergartens erste Erfolge verzeichnen. 1933 aber wurde sie, auch aufgrund der N\u00e4he zur SPD, von den Nationalsozialisten verboten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dies ist der Grund, warum die Awo heute nicht viele Dokumente der eigenen Historie aus der Zeit vor 1933 vorweisen kann. Die wenigen, die heute wieder im Besitz der Awo sind, wurden in der NS-Zeit von Mitgliedern der Awo in G\u00e4rten vergraben, auf Dachb\u00f6den versteckt. Viel davon ging durch Bombenanschl\u00e4ge verloren oder wurde vergessen. Doch hin und wieder gibt es diesbez\u00fcglich doch Grund zur Freude: \u201eWir haben vor einigen Jahren ein altes Fotoalbum auf dem Speicher des Lore-Agnes-Hauses gefunden\u201c, so Warden. \u201eDies war ein Goldfund f\u00fcr uns. Wir haben deswegen noch einige historische Fotos von ehemaligen Mitgliedern.\u201c Als das Ende des Nationalsozialismus eine Wiederbegr\u00fcndung in 1945 erm\u00f6glichte, war die heute noch bestehende N\u00e4he zu den Sozialdemokraten f\u00fcr den Wiederaufbau des Verbandes von Vorteil.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die 1970er- und 1980er-Jahre sind ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte der Awo. \u201eIn diesen Jahren wurden Studieng\u00e4nge wie Sozialp\u00e4dagogik f\u00f6rmlich aus dem Boden gestampft\u201c, so Mann, \u201eDie Jugend dieser Zeit strebte Freiheit und Mitbestimmung in der Gesellschaft und Schule an. Das zeigte sich auch bei einem Mitgliederzuwachs bei der Awo.\u201c Immer mehr Menschen kamen \u00fcber die Jahre auch durch den zweiten Bildungsweg dazu, mit dem Wunsch, etwas auf sozialer Ebene zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den Jahren seit der Gr\u00fcndung der Arbeiterwohlfahrt hat sich viel getan. Die volle Bandbreite ihrer heutigen Arbeit in D\u00fcsseldorf mag vielen gar nicht bewusst sein. Die Projekte der Awo bestehen, neben dem Betrieb von Seniorenheimen und Kitas, auch im Betrieb von Pflegeeinrichtungen f\u00fcr psychisch kranke Menschen, einer Schuldenberatung, Betreuung von Gefl\u00fcchteten, Beratung von Pflegeeltern und vielem mehr. In ihren Einrichtungen bildet die Awo aus, oft auch junge Menschen aus sozial benachteiligten Verh\u00e4ltnissen. In D\u00fcsseldorf verzeichnet die Awo aktuell 1100 Azubis.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber auch in der heutigen Zeit gibt es H\u00fcrden. Solch eine war etwa die Coronapandemie: Homeoffice-Regelungen, Sicherheitsabst\u00e4nde und sich stetig ver\u00e4ndernde Auflagen waren auch f\u00fcr die Awo eine Herausforderung, am meisten in den Pflegeeinrichtungen. \u201eAls der Impfstoff zuerst f\u00fcr die vulnerablen Gruppen, zum Beispiel Senioren, auf den Markt kam, hat das medizinische Personal in unseren Seniorenheimen bis in die Nacht geimpft. Aufgeh\u00f6rt wurde erst, bis kein Impfstoff mehr da war\u201c, so Warden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch die Jahre nach der Pandemie brachten Schwierigkeiten mit sich. Als sich die Energiekrise abzeichnete, rechnete der Verband vorsichtshalber mit 300 % bis 400 % Erh\u00f6hungen, was enorme Kostensteigerungen f\u00fcr diverse Einrichtungen bedeutet h\u00e4tte. Ganz so teuer wurde es zwar nicht, zu sp\u00fcren bekamen sie es trotzdem. Aber auch Planungsunsicherheiten durch neue Beschl\u00fcsse auf politischer Ebene und andere finanzielle H\u00fcrden erschweren oftmals das Alltagsgesch\u00e4ft. Und das Thema Fachkr\u00e4ftemangel, mit dem bei Weitem nicht nur die Awo zu k\u00e4mpfen hat, ist weiterhin aktuell.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gerade in der Pflege sind die Auswirkungen deutlich zu sp\u00fcren und die Awo hat mehrere Pflegeeinrichtungen in D\u00fcsseldorf. \u201eNicht genug Personal zu haben, bedeutet weniger Leute aufnehmen zu k\u00f6nnen. Und dann ist die Einrichtung irgendwann vielleicht nicht mehr wirtschaftlich\u201c, erkl\u00e4rt Abels. Deswegen ist jetzt ein Umdenken gefragt: Die Awo setzt nun mehr auf ambulantes, betreutes Wohnen. Gefl\u00fcchtete Menschen, die aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht sofort in die Pflege einsteigen k\u00f6nnen, fangen als Reinigungskraft an und arbeiten sich von dort hoch. \u201eSo navigieren wir mit den Gefl\u00fcchteten den deutschen Arbeitsmarkt und die damit verbundene B\u00fcrokratie. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen sehr wohl arbeiten wollen\u201c, so Warden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor allem aber m\u00f6chte die Awo ein attraktiver Arbeitgeber bleiben, bezahlt nach eigenen Angaben nach Tarif, vergleichbar mit dem \u00f6ffentlichen Dienst. Aber auch das Ehrenamt, das so tief in die Geschichte der Awo eingebettet ist, wird immer ein wichtiger Teil der Awo bleiben. Das soziale Miteinander bleibt die Kernidee, auf die die Kampagne aufbaut und mit der die Awo mehr Menschen, die sich sozial engagieren wollen, gewinnen m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Slogan \u201eA WOnderful wir\u201c schm\u00fcckt nun auf Plakaten und Infoscreens die Stra\u00dfen D\u00fcsseldorfs. 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