{"id":1170507,"date":"2026-07-16T08:40:19","date_gmt":"2026-07-16T08:40:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1170507\/"},"modified":"2026-07-16T08:40:19","modified_gmt":"2026-07-16T08:40:19","slug":"kinderkrebs-zentrum-hamburg-neue-forschung-zu-gliom-stoffwechsel-kma-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1170507\/","title":{"rendered":"Kinderkrebs-Zentrum Hamburg: neue Forschung zu Gliom-Stoffwechsel \u2013 kma Online"},"content":{"rendered":"<p>Wie programmieren aggressive Hirntumoren bei Kindern ihren Stoffwechsel um, um zu wachsen und zu \u00fcberleben? Dieser Frage geht Dr. Sina Neyazi am Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg nach. Mit ihrer neuen Arbeitsgruppe zu p\u00e4diatrischen hochgradigen Gliomen will sie die metabolischen Schwachstellen dieser Tumoren finden und daraus gezieltere Therapieans\u00e4tze entwickeln. Die Arbeitsgruppe startete am 1. Juli.<\/p>\n<blockquote class=\"quote\">\n<p>Hirntumoren bei Kindern sind ein Bereich, in dem wir noch sehr viel erreichen m\u00fcssen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"blockquote-footer\">Dr. Sina Neyazi, Kinderkrebs-Zentrum Hamburg<\/p>\n<p>Hochgradige Gliome z\u00e4hlen zu den schwer behandelbaren Krebserkrankungen im Kindesalter. Trotz gro\u00dfer Fortschritte beim Verst\u00e4ndnis der molekularen Ver\u00e4nderungen dieser Tumoren gibt es bisher nur wenige wirksame Behandlungsoptionen. Viele klassische Therapien helfen bei diesen Hirntumoren nur begrenzt oder gar nicht. F\u00fcr betroffene Kinder und ihre Familien bedeutet die Diagnose deshalb eine enorme Belastung.<\/p>\n<p>Den Tumorzellen die Energie rauben<\/p>\n<p>\u201eHirntumoren bei Kindern sind ein Bereich, in dem wir noch sehr viel erreichen m\u00fcssen\u201c, sagt Neyazi. \u201eMein Ziel ist es, diese aggressiven Tumoren besser zu verstehen \u2013 und daraus Grundlagen f\u00fcr wirksamere und individuellere Therapien zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Krebszellen nutzen Stoffwechselwege h\u00e4ufig anders als gesunde Zellen, um sich die Energie f\u00fcr ihr schnelles Wachstum zu sichern. Neyazi will herausfinden, welche dieser ver\u00e4nderten Prozesse f\u00fcr das \u00dcberleben der Tumorzellen besonders wichtig sind und damit als neue Angriffspunkte f\u00fcr Behandlungen dienen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Landkarte, Genschere, bekannte Wirkstoffe<\/p>\n<p>Daf\u00fcr verfolgt die neue Arbeitsgruppe drei eng miteinander verbundene Ans\u00e4tze. Zun\u00e4chst will sie eine Art Stoffwechsel-Landkarte der Tumoren erstellen. Im zweiten Schritt nutzt das Team die sogenannte CRISPR-Technologie, mit der einzelne Gene gezielt ausgeschaltet werden k\u00f6nnen. Der dritte Baustein testet, ob bereits bekannte Wirkstoffe, etwa aus der Behandlung von Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch gegen Stoffwechselprozesse in Hirntumorzellen wirken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Vielversprechende Ans\u00e4tze sollen zun\u00e4chst im Labor an Zelllinien aus Tumorproben und sp\u00e4ter in pr\u00e4klinischen Modellen weiter untersucht werden. Auch der Einfluss bestimmter N\u00e4hrstoffe soll dabei gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>\u201eDie eine Therapie f\u00fcr alle wird es bei diesen Tumoren wahrscheinlich nicht geben\u201c, sagt Neyazi. \u201eDaf\u00fcr sind sie zu unterschiedlich und biologisch zu komplex. Aber wenn wir besser verstehen, welche Stoffwechselwege ein Tumor wirklich braucht, k\u00f6nnen wir k\u00fcnftig gezielter nach passenden Behandlungsstrategien suchen.\u201c<\/p>\n<p>\t\t\t\tMehr zum Thema:<br \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.kma-online.de\/aktuelles\/medizin\/detail\/easygen-automatisierte-herstellung-von-car-t-zellen-im-krankenhaus-54461\" title=\"Lese mehr \u00fcber: Mega-B\u00fcndnis f\u00fcr personalisierte Krebstherapien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/csm_Genanalyse_fq_gopixa_stock.adobe.com_9970aebc9f.webp\" width=\"480\" height=\"270\" alt=\"Genanalyse\" title=\"Genanalyse\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.kma-online.de\/aktuelles\/klinik-news\/detail\/neues-netzwerk-fuer-onkologie-in-bayreuth-gestartet-54349\" title=\"Lese mehr \u00fcber: Neues Netzwerk f\u00fcr Onkologie in Bayreuth gestartet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/csm_Onkologie_fq_AdobeStock_Viacheslav_Iakobschuk_68e3054d4a.webp\" width=\"480\" height=\"270\" alt=\"Onkologie\" title=\"Onkologie\"\/><\/a><\/p>\n<p>Viacheslav Iakobchuk\/stock.adobe.com<\/p>\n<p>Forscherin mit Harvard-Erfahrung<\/p>\n<p>Sina Neyazi ist Kinder\u00e4rztin in der Facharztweiterbildung mit Schwerpunkt auf der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen. Ihre grundlagenwissenschaftliche Ausbildung vertiefte sie w\u00e4hrend eines dreij\u00e4hrigen Forschungsaufenthalts am Dana-Farber Cancer Institute der Harvard University in Boston.<\/p>\n<p>\u201eMit Dr. Neyazis Arbeitsgruppe st\u00e4rken wir gezielt die translationale Forschung zu p\u00e4diatrischen Hirntumoren. Die Frage, wie diese Tumoren ihren Stoffwechsel nutzen, ist wissenschaftlich hochrelevant \u2013 und bisher am Kinderkrebs-Zentrum Hamburg noch nicht systematisch bearbeitet worden. Ich freue mich sehr, dass wir diese L\u00fccke nun schlie\u00dfen&#8220;, sagt Prof. Ulrich Sch\u00fcller, wissenschaftlicher Leiter des Forschungsinstituts.<\/p>\n<p>\u00dcber das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg<\/p>\n<p>Das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg ist eine gemeinn\u00fctzige GmbH, alleiniger Gesellschafter ist die F\u00f6rdergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e. V. Neben Spenden bilden kompetitiv eingeworbene Drittmittel die wichtigste finanzielle Grundlage \u2013 allein in den vergangenen drei Jahren wurden nach eigenen Angaben \u00a027 Drittmittelprojekte eingeworben, unter anderem von der Europ\u00e4ischen Union, dem Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Krebshilfe.\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcber Kooperationsvertr\u00e4ge mit dem Universit\u00e4tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Leibniz-Institut f\u00fcr Virologie (LIV) ist das Institut in ein etabliertes Forschungsumfeld eingebunden. Die enge Zusammenarbeit mit der Klinik f\u00fcr P\u00e4diatrische H\u00e4matologie und Onkologie am UKE soll dazu beitragen, Erkenntnisse aus dem Labor schnell in die klinische Behandlung zu \u00fcbertragen und Fragen aus dem Klinikalltag direkt in neue Forschungsans\u00e4tze aufzunehmen.<\/p>\n<p>\n                    Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg\/ess\n                <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie programmieren aggressive Hirntumoren bei Kindern ihren Stoffwechsel um, um zu wachsen und zu \u00fcberleben? 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