{"id":1171124,"date":"2026-07-16T14:32:19","date_gmt":"2026-07-16T14:32:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1171124\/"},"modified":"2026-07-16T14:32:19","modified_gmt":"2026-07-16T14:32:19","slug":"milliardensumme-uber-uebernimmt-lieferdienst-delivery-hero","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1171124\/","title":{"rendered":"Milliardensumme: Uber \u00fcbernimmt Lieferdienst Delivery Hero"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/delivery-hero-122.jpg\" alt=\"Delivery Hero Firmenzentrale, Berlin.\" title=\"Delivery Hero Firmenzentrale, Berlin. | picture alliance \/ NurPhoto\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.07.2026 \u2022 15:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Es ist eine der gr\u00f6\u00dften \u00dcbernahmen in der europ\u00e4ischen Lieferbranche: Der US-Konzern Uber kauft den deutschen Essenslieferdienst Delivery Hero. Es geht um fast 13 Milliarden Euro.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der US-Fahrdienst- und Lieferkonzern Uber und der deutsche Essenslieferdienst Delivery Hero haben sich auf eine \u00dcbernahme geeinigt. Das teilten beide Unternehmen mit. Dazu hat Uber den Aktion\u00e4ren des Berliner Unternehmens 41,50 Euro je Aktie angeboten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es geht damit um ein Transaktionsvolumen von rund 12,7 Milliarden Euro. Voraussetzung f\u00fcr die \u00dcbernahme war, dass Uber mindestens 50 Prozent plus eine Aktie von Delivery Hero \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>    Gro\u00dfaktion\u00e4r Prosus unterst\u00fctzt \u00dcbernahme<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Uber hatte sich bereits zuvor einen Anteil am deutschen Lieferdienst gesichert. Rund 25 Prozent der Aktien befinden sich nach Unternehmensangaben bereits in direktem Besitz des US-Konzerns. Weitere knapp zw\u00f6lf Prozent kontrolliert Uber \u00fcber Finanzinstrumente.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unterst\u00fctzung f\u00fcr die \u00dcbernahme kam vom Gro\u00dfaktion\u00e4r Prosus. Der niederl\u00e4ndische Technologieinvestor h\u00e4lt knapp 17 Prozent an Delivery Hero und hat zugesagt, seine Beteiligung an Uber abzugeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Delivery Hero hatte erst wenige Tage zuvor best\u00e4tigt, dass es Gespr\u00e4che \u00fcber eine m\u00f6gliche \u00dcbernahme durch Uber gibt. Nun liegt das offizielle Angebot vor.<\/p>\n<p>    Aktie drehte mittags ins Plus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An der B\u00f6rse wurden die Neuigkeiten zun\u00e4chst mit leichten Kursverlusten quittiert. Sp\u00e4ter drehte der Kurs in die Gewinnzone. Um die Mittagszeit lag er mit 1,2 Prozent im Plus bei 38,65 Euro. Damit blieb er jedoch noch klar unter dem Preis von 41,50 Euro, den Uber f\u00fcr jedes Papier bietet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das k\u00f6nnte daran liegen, dass sich der Vollzug des Deals auch wegen Kartellfragen noch etwas hinziehen d\u00fcrfte. Branchenexperte Giles Thorne vom Investmenthaus Jefferies sieht indes kaum Chancen, dass ein weiterer Bieter auftaucht, der den Preis nach oben treiben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Delivery Hero notiert im MDAX. Im April hatte das Papier noch weniger als 20 Euro gekostet.<\/p>\n<p>    Fusion zweier Lieferkonzerne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit der \u00dcbernahme r\u00fccken zwei gro\u00dfe Anbieter im internationalen Liefergesch\u00e4ft enger zusammen. Uber ist neben seinem Fahrdienstgesch\u00e4ft auch im Bereich Essenslieferungen aktiv. Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Gesch\u00e4fts an Just Eat Takeaway hierzulande operativ nicht mehr aktiv.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Unternehmen z\u00e4hlt allerdings wegen der starken Pr\u00e4senz in Asien, S\u00fcdeuropa, der Arabischen Halbinsel und Afrika zu den weltweit gr\u00f6\u00dften Essenslieferdiensten. Um Kartellprobleme zu vermeiden, gibt Delivery Hero sein Gesch\u00e4ft in 14 L\u00e4ndern f\u00fcr 1,4 Milliarden Euro an den New Yorker Finanzinvestor SSW Partners ab. Betroffen sind \u00d6sterreich, Chile, Zypern, die Tschechische Republik, Ecuador, Griechenland, Moldau, Norwegen, Polen, Portugal, Rum\u00e4nien, Spanien, Schweden und die T\u00fcrkei.<\/p>\n<p>    Keine \u00c4nderungen bei Belegschaft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Uber verpflichtet sich im Zuge des Kaufs dazu, den Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin beizubehalten und bis mindestens 2029 keine \u00c4nderungen an der Belegschaft in der Bundeshauptstadt vorzunehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der US-Konzern habe \u00fcberdies zugesagt, sich zu bem\u00fchen, bis 2031 zwei Milliarden Dollar in Deutschland zu investieren &#8211; mit Fokus auf den &#8222;Ausbau seiner lokalen Unternehmensbelegschaft, das Wachstum seines landesweiten Gesch\u00e4fts sowie auf die Einf\u00fchrung von Angeboten im Bereich autonomes Fahren und Partnerschaften mit der deutschen Automobilindustrie&#8220;.<\/p>\n<p>    Uber lobt Team von Delivery Hero<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Das talentierte Team von Delivery Hero hat ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut &#8211; mit beliebten lokalen Marken und f\u00fchrenden Positionen in einigen der weltweit am schnellsten wachsenden Lieferm\u00e4rkten&#8220;, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Delivery Heros Aufsichtsratschefin Kristin Skogen Lund r\u00e4umte ein, dass der Berliner Konzern in seinem Gesch\u00e4ft zu k\u00e4mpfen hatte. &#8222;Das Liefergesch\u00e4ft ist hochkompetitiv und in hohem Ma\u00dfe von Skaleneffekten abh\u00e4ngig&#8220;, sagte sie. &#8222;Der Zusammenschluss mit einem starken Partner ist jetzt der richtige Schritt, um die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit und F\u00e4higkeit zur Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr alle Stakeholder von Delivery Hero bestm\u00f6glich zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>    F\u00fcr Lieferdienste ist es schwierig<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Delivery Hero hat jahrelang unter dem Strich fast durchweg rote Zahlen geschrieben. Einen \u00dcberschuss fuhr der Konzern nur im Jahr 2019 ein. Da hatte er sein Deutschlandgesch\u00e4ft mit den Marken Foodora, Lieferheld und Pizza.de an den Rivalen Takeaway.com (heute Just Eat Takeaway) verkauft und damit einen hohen Sondergewinn eingestrichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Stefan Ri\u00dfe von der Verm\u00f6gensverwaltung Acatis sagte: &#8222;Das kann sich jeder ausrechnen, dass das schwer ist, damit Geld zu verdienen. Essenslieferung f\u00fcr 20 Euro und davon muss das Restaurant bezahlt werden, der Fahrer bezahlt werden und der Aktion\u00e4r von Delivery Hero muss auch noch was \u00fcbrig behalten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus Sicht von Uber sei der Deal interessant, weil Uber damit in M\u00e4rkte komme, in denen das Unternehmen noch nicht stark vertreten ist. So k\u00f6nnten die Taxi-Fahrer von Uber in einer Leerlauf-Phase mit wenig Kundschaft Essen ausliefern. &#8222;Und Uber kann Synergien nutzen, die Delivery Hero eben nicht hat&#8220;, so Ri\u00dfe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.07.2026 \u2022 15:03 Uhr Es ist eine der gr\u00f6\u00dften \u00dcbernahmen in der europ\u00e4ischen Lieferbranche: Der US-Konzern Uber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1171125,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,94778,29,30,66045,171,174,245324,2910,173,172],"class_list":["post-1171124","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-delivery-hero","tag-deutschland","tag-germany","tag-lieferdienste","tag-markets","tag-maerkte","tag-uber-eats","tag-uebernahme","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116930148580776049","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1171124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1171124"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1171124\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1171125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1171124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1171124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1171124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}