{"id":1172062,"date":"2026-07-16T23:32:20","date_gmt":"2026-07-16T23:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1172062\/"},"modified":"2026-07-16T23:32:20","modified_gmt":"2026-07-16T23:32:20","slug":"bayern-als-vorbild-fuer-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1172062\/","title":{"rendered":"Bayern als Vorbild f\u00fcr Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Innovationen statt B\u00fcrokratie sind in Europa, Deutschland und Bayern gefragt. Nur mit dem deutschen und bayerischen Erfindergeist k\u00f6nne der alte Kontinent wieder zu alter wirtschaftlicher St\u00e4rke zur\u00fcckfinden, betonte Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) als Festredner bei der 17. Bayerischen Wirtschaftsnacht, die die <a href=\"https:\/\/www.vbw-bayern.de\/vbw\/index.jsp\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)<\/a> ausrichtete. Rund 500 G\u00e4ste waren der Einladung auf die Alm an der Galopprennbahn in M\u00fcnchen-Riem gefolgt.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDie USA haben die gr\u00f6\u00dften \u00d6lreserven der Welt und China hat seltene Erden sowie andere wichtige Rohstoffe. Und was haben wir in Europa? Erfindergeist\u201c, verdeutlichte der Ministerpr\u00e4sident. Nur mit Innovationen sei Bayern wirtschaftlich so stark geworden, wie es jetzt ist. \u201eDas war unter Franz Josef Strau\u00df so, das war unter Edmund Stoiber mit der Hightech-Offensive Bayern so und das ist bei mir so mit der Hightech-Agenda\u201c, betonte S\u00f6der. Zu Beginn seiner Amtszeit habe er klargemacht, dass Innovationen und neue Technologien alles sind.<\/p>\n<p>12 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr<\/p>\n<p>\u201eViele haben mich damals ver\u00e4ppelt, weil ich auf Raumfahrttechnologie gesetzt habe. Aber ich habe Kurs gehalten\u201c, so der Ministerpr\u00e4sident. Und das hat sich ausgezahlt. Heute sorgen laut bayerischem Wirtschaftsministerium die Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche im Freistaat mit ihren etwa 38.000 Besch\u00e4ftigten f\u00fcr rund 12 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Die Industrie der Luft- und Raumfahrt spiele als Innovations- und Technologietreiber auch branchen\u00fcbergreifend eine entscheidende Rolle. Viele Auftr\u00e4ge der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation (ESA) gehen S\u00f6der zufolge nach Deutschland. Allein von 2015 bis 2024 gingen knapp 40 Prozent dieser deutschen Auftr\u00e4ge in den Freistaat. Jetzt gehe es darum, Programme zielgerichtet in die Umsetzung zu bringen und k\u00fcnftige Auftr\u00e4ge f\u00fcr bayerische Firmen zu sichern. F\u00fcr die Jahre 2026 bis 2028 hat die ESA laut Wirtschaftsministerium Deutschland rund 5,1 Milliarden Euro zugesagt. Davon d\u00fcrfte auch Bayern wieder stark profitieren.<\/p>\n<p>S\u00f6der machte aber auch deutlich, dass das Reformpaket der Bundesregierung endlich Schwung in die Baubranche bringen wird. Daf\u00fcr habe das Bundeskabinett das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen. \u201eEs kann nicht sein, dass jeder Lurch und jeder Salamander ein Vorhaben ausbremst.\u201c<\/p>\n<p>Reformpaket h\u00e4tte gr\u00f6\u00dfer ausfallen k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Mit Blick auf das Reformpaket der schwarz-roten Koalition sagte vbw-Pr\u00e4sident Wolfram Hatz, dass dieses h\u00e4tte ruhig gr\u00f6\u00dfer ausfallen d\u00fcrfen. \u201eEs l\u00f6st sicher nicht alle unsere Probleme. Aber: Es enth\u00e4lt zahlreiche gute Impulse gegen die Strukturkrise. Vor allem hat die Koalition mit diesem Paket die F\u00e4higkeit unter Beweis gestellt, sich zu einigen und zu handeln. Der l\u00e4hmende Stillstand der vergangenen Monate ist damit beendet\u201c, so Hatz.<\/p>\n<p>Besonders positiv bewertet die vbw die umfassenden b\u00fcrokratischen Entlastungen, die Erleichterungen im Arbeitsrecht sowie die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. \u201eRichtig ist auch der Beschluss, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission bei der Rente umzusetzen \u2013 auch wenn die Wirtschaft dabei Mehrbelastungen hinnehmen muss. Kritisch sehen wir hingegen die Anhebung der sogenannten Reichensteuer, denn sie belastet insbesondere Personengesellschaften zus\u00e4tzlich\u201c, betonte der vbw-Pr\u00e4sident. In der aktuellen Situation w\u00e4re ihm zufolge eine Entlastung der Unternehmen angezeigt gewesen.<\/p>\n<p>Arbeitskosten m\u00fcssen runter<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fehlten der vbw Ma\u00dfnahmen zur Senkung der Arbeitskosten. Dies sei ein entscheidender Aspekt, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Deutschlands zu st\u00e4rken. \u201eDie Bundesregierung darf jetzt nicht nachlassen\u201c, unterstrich Hatz in seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede. Er dankte dem Ministerpr\u00e4sidenten und den bayerischen Bundesministern f\u00fcr ihre Arbeit am Reformpaket.<\/p>\n<p>Hatz w\u00fcrdigte anschlie\u00dfend die Vorreiterstellung Bayerns: \u201eDer Freistaat tut mit der Bayern-Agenda 2030 alles in seiner Macht Stehende, um die Wirtschaft zu st\u00e4rken. Die 6 Milliarden Euro f\u00fcr die Hightech-Agenda sind die gr\u00f6\u00dfte Investition in Forschung und Technologie, die ein deutsches Bundesland je auf den Weg gebracht hat.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig habe die bayerische Staatsregierung auch den Mut zu unpopul\u00e4ren Einsparungen bewiesen und habe es so geschafft, einen Haushalt ohne neue Schulden aufzustellen. \u201eKurzum: Es w\u00e4re um Deutschland deutlich besser bestellt, wenn vieles bundesweit so liefe wie bei uns in Bayern\u201c, so Hatz.<br \/>(Ralph Schweinfurth)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Innovationen statt B\u00fcrokratie sind in Europa, Deutschland und Bayern gefragt. 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