{"id":1172244,"date":"2026-07-17T01:24:17","date_gmt":"2026-07-17T01:24:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1172244\/"},"modified":"2026-07-17T01:24:17","modified_gmt":"2026-07-17T01:24:17","slug":"interesse-an-mode-sinkt-nachhaltigkeit-weniger-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1172244\/","title":{"rendered":"Interesse an Mode sinkt \u2013 Nachhaltigkeit weniger wichtig"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Das Interesse an Mode und Bekleidung hat in Deutschland deutlich nachgelassen &#8211; und auch Nachhaltigkeit spielt beim Kauf eine geringere Rolle. Das geht aus einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Modeverbands GermanFashion hervor. Die wichtigsten Ergebnisse:<\/p>\n<p>Frauen informieren sich \u00f6fter<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Innofact hat im April gut 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren repr\u00e4sentativ befragt. Das Ergebnis: 40 Prozent informieren sich nicht aktiv \u00fcber Mode und Bekleidung. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Befragung im Jahr 2022, als es 29 Prozent waren. 2020 und 2021 lag der Anteil \u00e4hnlich hoch.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMR0JuajlQTDA5Q2Z0UzFTM0lBVTFSYUppSk9LNkNIbHh4Y1hZSk5mSERIZkRubXhqNXpnck5uWEw2NTRaTXExdnJGQmxFL2l2YnhLcVFKaE5EQy94Z1dkckJGbHlaOG1xNXU4VnAwTU5Cb00\/260717-0303-urn-newsml-dpa-com-20090101-260717-935-1485329.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Die Modekette wird, neben Anbietern wie Zara und C&amp;A, von vielen Kunden in Deutschland bevorzugt angesteuert. (Archivbild)\" data-glightbox=\"type: image; description: Die Modekette wird, neben Anbietern wie Zara und C&amp;A, von vielen Kunden in Deutschland bevorzugt angesteuert. (Archivbild)  | \u00a9 Andreas Arnold\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260717-0303-urn-newsml-dpa-com-20090101-260717-935-1485329.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Die Modekette wird, neben Anbietern wie Zara und C&amp;A, von vielen Kunden in Deutschland bevorzugt angesteuert. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Arnold\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Die Modekette wird, neben Anbietern wie Zara und C&amp;A, von vielen Kunden in Deutschland bevorzugt angesteuert. (Archivbild)<br \/>\n                                    | \u00a9 Andreas Arnold\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Am h\u00e4ufigsten informieren sich Verbraucher in Bekleidungsgesch\u00e4ften. Der Anteil sank zwischen 2022 und 2026 jedoch von 38 auf 29 Prozent. Dahinter folgen Gespr\u00e4che mit Freunden und Bekannten (19 Prozent), Websites von Bekleidungsh\u00e4ndlern (18 Prozent), soziale Netzwerke wie Instagram (16 Prozent), Internet-Werbung und Hersteller-Websites (je 13 Prozent). In allen Kan\u00e4len sind die Werte r\u00fcckl\u00e4ufig, oft deutlich. Frauen informieren sich deutlich h\u00e4ufiger \u00fcber Mode und Bekleidung als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Viele sparen bei Mode<\/p>\n<p class=\"em_text\">Warum interessiert Mode weniger? \u201eDie Menschen in Deutschland wollen sparen, vor allem bei pers\u00f6nlichen Dingen wie Mode\u201d, sagt Theresa Schleicher, Handelsexpertin in dem Netzwerk \u201eThe Future Project\u201d. Grund seien die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Bei jungen Menschen flie\u00dfe das Geld eher in Finanzpl\u00e4ne als in eine Handtasche. Zudem pr\u00e4gten Billiganbieter und Ramschkultur die Erwartung, dass Kleidung nicht viel koste. \u201eWas weniger Wert hat, wird weniger ben\u00f6tigt und gewollt.\u201d<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis kommt auch eine im Juni ver\u00f6ffentlichte Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag des Preisvergleichsportals Idealo. 52 Prozent sparen bei Bekleidung und Accessoires \u2013 mehr als in anderen Bereichen wie Hobby- und Freizeitbedarf (42 Prozent), Elektronik (41 Prozent) sowie Wohn- und Haushaltsartikeln (36 Prozent). Geringer ist die Zur\u00fcckhaltung bei Gesundheit (16 Prozent), B\u00fcchern und Medien, Drogerie und Kosmetik (je 31 Prozent) und Lebensmitteln (32 Prozent). Mehr als 2.000 Menschen wurden dazu befragt.<\/p>\n<p>Station\u00e4re Anbieter weiterhin gefragt<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die meisten Kunden kaufen Kleidung \u00fcberwiegend und h\u00e4ufig in Filialen von Anbietern wie H&amp;M, Zara oder C&amp;A, wie die GermanFashion-Studie zeigt. Der Anteil liegt bei 37 Prozent und ist seit 2022 um acht Prozentpunkte gesunken. Auf den weiteren Pl\u00e4tzen stehen der \u00f6rtliche Fachhandel, Onlineplattformen wie Amazon, Temu oder Otto sowie Modeportale wie Zalando oder Shein (jeweils 34 Prozent).<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Ebenfalls von vielen genannt werden Ladengesch\u00e4fte gr\u00f6\u00dferer Bekleidungsketten wie Peek &amp; Cloppenburg (24 Prozent) sowie Gesch\u00e4fte von Herstellern wie Boss oder Adidas (22 Prozent). Es folgen Kaufh\u00e4user wie Galeria (18 Prozent), Textildiscounter wie Takko und Kik sowie der Versandhandel \u00fcber Kataloge (jeweils 17 Prozent). Im Vergleich zu 2022 ist das Einkaufsverhalten \u00fcber alle Kategorien hinweg deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig. Konsumenten nutzen im Schnitt 3,4 Kan\u00e4le, vor vier Jahren waren es noch 4,3.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">GermanFashion-Sprecherin Tanja Croonen sieht darin ebenfalls ein abnehmendes Interesse an Mode. Dennoch betont sie: Dass die Bekleidungsgesch\u00e4fte vor Ort die wichtigste Informationsquelle seien und die meisten Menschen dort bevorzugt kauften, sei eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr den station\u00e4ren Einzelhandel.<\/p>\n<p>Widerspruch zwischen Haltung und Handeln<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Laut Umfrage verliert Nachhaltigkeit beim Modekauf an Relevanz. Der Verzicht auf Ausbeutung von Menschen in Produktionsl\u00e4ndern ist 71 Prozent wichtig, 2022 waren es noch 77 Prozent. Eine nachhaltige und umweltfreundliche Herstellung wird von 60 Prozent genannt \u2013 11 Prozentpunkte weniger als vier Jahre zuvor. 42 Prozent ist die Verwendung eines Siegels f\u00fcr Nachhaltigkeit oder Biomaterialien wichtig, ein R\u00fcckgang um 10 Prozentpunkte. F\u00fcr Frauen sind diese Aspekte bedeutender als f\u00fcr M\u00e4nner.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Nur f\u00fcr 10 bis 28 Prozent der Mode-K\u00e4ufer spielen die Nachhaltigkeitskriterien der Untersuchung zufolge wirklich eine gro\u00dfe Rolle. Zwar geben viele an, dass ihnen verantwortungsvoller Konsum zumindest eher wichtig ist, das tats\u00e4chliche Kaufverhalten weicht davon aber teils deutlich ab. So hat nur knapp jeder F\u00fcnfte, dem ein Siegel wichtig ist, mehr als 10 Prozent nachhaltige oder \u00f6kologische Kleidung im Schrank.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Nachhaltigkeit sei dort relevant, wo sich mit Verantwortung Geld sparen lasse, sagt Handelsexpertin Schleicher \u2013 wie beim Elektroauto oder der Solaranlage. \u201eBei Kleidung fehlt der Eigennutz.\u201d Nachhaltige Mode koste mehr, die Wirkung sei f\u00fcr viele weniger ersichtlich. F\u00fcr die meisten sei es das Nachhaltigste, weniger zu kaufen.<\/p>\n<p>Was Kunden besonders wichtig ist<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Gute Passform, Bequemlichkeit und Komfort, ein gutes Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis und hohe Qualit\u00e4t sind f\u00fcr Verbraucher die wichtigsten Auswahlkriterien beim Kleidungskauf. Die Ergebnisse fallen \u00e4hnlich aus wie 2022. Deutlich r\u00fcckl\u00e4ufige Werte gibt es bei markenbezogenen Aspekten \u2013 wie dem Ruf der Marke, Design, Herkunft und Exklusivit\u00e4t.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">F\u00fcr glaubw\u00fcrdig halten die Befragten Marken vor allem dann, wenn sie verl\u00e4sslich hohe Qualit\u00e4t bieten. Croonen erkennt darin auch ein Signal gegen Ultra Fast Fashion. Verbrauchern m\u00fcsse jedoch klar sein, dass Qualit\u00e4t \u2013 im Sinne von Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Produktsicherheit \u2013 ihren Preis hat.<\/p>\n<p>Wie haben sich die Preise entwickelt?<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Zwar haben sich auch viele Mode-Artikel verteuert, aber weniger stark als andere Produkte. Ein Herrenhemd kostete laut Statistischem Bundesamt im Juni im Schnitt knapp 15 Prozent mehr als 2020, Kinderschuhe knapp 12 Prozent. Ein Damenshirt war gut 6 Prozent teurer, Jacken oder M\u00e4ntel f\u00fcr S\u00e4uglinge oder Kleinkinder 4 Prozent. Insgesamt legten die Verbraucherpreise seit 2020 um durchschnittlich mehr als 24 Prozent zu, bei Nahrungsmitteln um 37 Prozent. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Interesse an Mode und Bekleidung hat in Deutschland deutlich nachgelassen &#8211; und auch Nachhaltigkeit spielt beim Kauf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1172245,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[19712,18109,29,1072,30743,193331,30,137780,245525,152,245526,1420,38083,168325,350,4507,1209,245527,625],"class_list":["post-1172244","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-bekleidung","tag-ca","tag-deutschland","tag-einzelhandel","tag-elektronik","tag-germanfashion","tag-germany","tag-idealo-de","tag-innofact","tag-instagram","tag-kaufverhalten","tag-koeln","tag-konsumgueter","tag-meta_dpa_wirtschaft","tag-mode","tag-nachhaltigkeit","tag-nordrhein-westfalen","tag-theresa-schleicher","tag-verbraucher"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116932712036349167","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1172244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1172244"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1172244\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1172245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1172244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1172244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1172244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}