{"id":1173061,"date":"2026-07-17T09:41:18","date_gmt":"2026-07-17T09:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1173061\/"},"modified":"2026-07-17T09:41:18","modified_gmt":"2026-07-17T09:41:18","slug":"eu-verpflichtet-google-zu-mehr-offenheit-bei-ki-und-suche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1173061\/","title":{"rendered":"EU verpflichtet Google zu mehr Offenheit bei KI und Suche"},"content":{"rendered":"<p class=\"wkArticlehead__subheadline\">\n            Neue DMA-Vorgaben                    <\/p>\n<p class=\"wkArticlehead__intro\">\n            Die Europ\u00e4ische Kommission verpflichtet Google zu mehr Offenheit bei Android-KI und Suchdaten. Neue DMA-Vorgaben sollen den Wettbewerb st\u00e4rken.        <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission versch\u00e4rft den Druck auf Google: Mit zwei verbindlichen <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_26_1634\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Entscheidungen nach dem Digital Markets Act (DMA)<\/a> muss der Konzern Android f\u00fcr konkurrierende KI-Assistenten \u00f6ffnen und Suchdaten k\u00fcnftig auch anderen Anbietern zur Verf\u00fcgung stellen. Dabei handelt es nicht um neue Gesetze, vielmehr legt die EU konkret fest, wie Google bereits bestehende Verpflichtungen aus dem DMA umsetzen muss.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Kommission sollen die Ma\u00dfnahmen den Wettbewerb st\u00e4rken und Nutzern mehr Auswahl bei KI-Diensten und Suchmaschinen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Android soll f\u00fcr andere KI-Assistenten ge\u00f6ffnet werden<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt der neuen Vorgaben betrifft Android. Bislang genie\u00dft Googles KI-Assistent Gemini weitreichende Systemrechte, w\u00e4hrend konkurrierende Angebote nur eingeschr\u00e4nkt auf wichtige Funktionen zugreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig sollen Nutzer alternative KI-Assistenten \u00e4hnlich komfortabel wie Gemini nutzen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt unter anderem die Aktivierung per Sprachbefehl oder \u00fcber die Home-Taste. Au\u00dferdem sollen Drittanbieter-Apps nach Zustimmung der Nutzer Aufgaben direkt innerhalb des Systems \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, etwa Termine anlegen, Nachrichten verfassen oder Informationen aus mehreren Apps zusammenf\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach Angaben der EU wurden die Vorgaben so gestaltet, dass Datenschutz, Ger\u00e4tesicherheit und die Integrit\u00e4t des Betriebssystems gewahrt bleiben.<\/p>\n<p>Google muss Suchdaten mit Wettbewerbern teilen<\/p>\n<p>Die zweite Entscheidung betrifft Google Search. Nach Auffassung der Kommission k\u00f6nnen konkurrierende Suchmaschinen und KI-gest\u00fctzte Suchdienste nur dann effektiv mit Google konkurrieren, wenn sie Zugang zu vergleichbaren Suchdaten erhalten.<\/p>\n<p>Google wird deshalb verpflichtet, anonymisierte Suchdaten bereitzustellen, darunter auch Datens\u00e4tze, die das Unternehmen selbst zur Verbesserung seiner Suchdienste nutzt. Von der Regelung profitieren sollen ausdr\u00fccklich auch KI-Chatbots mit integrierter Websuche.<\/p>\n<p>Die EU betont, dass daf\u00fcr ein mehrstufiges Verfahren zur Anonymisierung vorgesehen ist. Gleichzeitig darf Google vor einer Datenweitergabe pr\u00fcfen, ob im Einzelfall erhebliche Risiken f\u00fcr Datenschutz oder Cybersicherheit bestehen. Dar\u00fcber hinaus legen die Entscheidungen transparente Regeln f\u00fcr den Datenzugang sowie die Berechnung m\u00f6glicher Nutzungsgeb\u00fchren fest.<\/p>\n<p>Umsetzung ab 2027<\/p>\n<p>Die Entscheidungen sind rechtlich bindend. Google muss die Weitergabe der Suchdaten ab Januar 2027 erm\u00f6glichen. Die \u00c4nderungen an Android sollen schrittweise eingef\u00fchrt werden und sp\u00e4testens ab Juli 2027 f\u00fcr Nutzer in der Europ\u00e4ischen Union verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Google hatte sich bereits im Vorfeld <a href=\"https:\/\/blog.google\/intl\/de-de\/feed\/dma-sicherheit-privatsphaere-nicht-untergraben\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">kritisch zu den geplanten Ma\u00dfnahmen ge\u00e4u\u00dfert<\/a>. Das Unternehmen warnt, dass ein weitergehender Zugriff konkurrierender KI-Assistenten auf Android sowie die verpflichtende Weitergabe von Suchdaten Risiken f\u00fcr Datenschutz, Sicherheit und Gesch\u00e4ftsgeheimnisse mit sich bringen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission h\u00e4lt dagegen, dass die Vorgaben sorgf\u00e4ltig ausgestaltet wurden und notwendig seien, um den Wettbewerb auf digitalen M\u00e4rkten zu st\u00e4rken. Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin Teresa Ribera erkl\u00e4rte, die Ma\u00dfnahmen sollten Nutzern mehr Auswahl erm\u00f6glichen und Innovation f\u00f6rdern. Henna Virkkunen, zust\u00e4ndig f\u00fcr Technologiesouver\u00e4nit\u00e4t, erwartet dadurch neue Alternativen zu Google Search und Googles eigenen KI-Diensten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue DMA-Vorgaben Die Europ\u00e4ische Kommission verpflichtet Google zu mehr Offenheit bei Android-KI und Suchdaten. 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