{"id":1174764,"date":"2026-07-18T02:41:30","date_gmt":"2026-07-18T02:41:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1174764\/"},"modified":"2026-07-18T02:41:30","modified_gmt":"2026-07-18T02:41:30","slug":"bundesnetzagentur-macht-weg-fuer-konkurrenz-auf-der-schiene-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1174764\/","title":{"rendered":"Bundesnetzagentur macht Weg f\u00fcr Konkurrenz auf der Schiene frei"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/italo-106.jpg\" alt=\"Ein Italo Hochgeschwindigkeitszug im Bahnhof in Florenz, Italien.\" title=\"Ein Italo Hochgeschwindigkeitszug im Bahnhof in Florenz, Italien. | picture alliance \/ ZUMAPRESS.com\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.07.2026 \u2022 14:53 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die Bundesnetzagentur best\u00e4tigt trotz Kritik mehrerer L\u00e4nder ihre Pl\u00e4ne: Die Deutsche Bahn muss auf stark genutzten Strecken Platz f\u00fcr Konkurrenten schaffen. Das macht den Weg f\u00fcr das italienische Bahnunternehmen Italo frei.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Deutsche Bahn bekommt im Fernverkehr k\u00fcnftig mehr Konkurrenzdruck. Die Bundesnetzagentur hat ihre Entscheidung f\u00fcr einen besseren Zugang von Wettbewerbern zum deutschen Schienennetz best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Mehr Wettbewerb hat das Potenzial, bessere Angebote \u200cf\u00fcr die Fahrg\u00e4ste zu \u200bschaffen&#8220;, sagte Beh\u00f6rdenchef Klaus M\u00fcller. Die endg\u00fcltige Entscheidung k\u00f6nne Bewegung in den Fernverkehr bringen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Konkret geht es um die Vergabe knapper Zugtrassen auf besonders stark genutzten Strecken. Die Infrastrukturtochter der Bahn, DB InfraGO, darf dort k\u00fcnftig nicht mehr die gesamte verf\u00fcgbare Kapazit\u00e4t an ein einzelnes Unternehmen vergeben.<\/p>\n<p>    Neue Regeln sollen Konkurrenz erm\u00f6glichen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Je nach Strecke sollen h\u00f6chstens 60 bis 75 Prozent der Kapazit\u00e4ten bei einem Anbieter liegen. Ziel der Regelung ist vor allem, die starke Stellung der Deutschen Bahn im Fernverkehr aufzubrechen. Das Unternehmen kommt dort derzeit auf einen Marktanteil von rund 95 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die sogenannte Wettbewerberklausel soll sicherstellen, dass auf wichtigen Fernverkehrsstrecken mindestens ein weiterer Anbieter zum Zug kommen kann. Den genauen Anteil der f\u00fcr Wettbewerber freizuhaltenden Kapazit\u00e4ten muss DB InfraGO im Rahmen der j\u00e4hrlichen Fahrplanerstellung festlegen.<\/p>\n<p>    Deutsche Bahn k\u00fcndigt Pr\u00fcfung an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir werden den Beschluss der Bundesnetzagentur ausf\u00fchrlich pr\u00fcfen und bewerten&#8220;, teilte die Bahn dazu mit. Aus einer Stellungnahme der InfraGo f\u00fcr die zust\u00e4ndige Beschlusskammer der Bundesnetzagentur geht derweil hervor, dass das Unternehmen die Entscheidung f\u00fcr rechtlich fragw\u00fcrdig h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Stellungnahme wirft die InfraGo der Beh\u00f6rde &#8222;durchgehende Verfahrens- und Aufkl\u00e4rungsfehler&#8220; vor. Es fehle die tatbestandliche Grundlage f\u00fcr ein regulatorisches Eingreifen. Schlie\u00dflich sei die Vergabe von Trassenkapazit\u00e4ten durch die InfraGo an Wettbewerber bisher rechtlich nicht beanstandet worden.<\/p>\n<p>    Soll ab Fahrplan 2028 gelten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wirksam werden soll die Regelung bei der Erstellung des Netzfahrplans f\u00fcr 2028, die im Jahr 2027 stattfindet. Die Bundesnetzagentur r\u00e4umt ein, dass die Entscheidung einen grundlegenden Wandel im Schienenpersonenfernverkehr ausl\u00f6sen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hintergrund sind unter anderem die Pl\u00e4ne des italienischen Hochgeschwindigkeitsanbieters Italo. Das Unternehmen will ab 2028 mit eigenen Z\u00fcgen in Deutschland starten und der Deutschen Bahn auf attraktiven Fernverkehrsstrecken Konkurrenz machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Daf\u00fcr plant Italo nach eigenen Angaben Investitionen in Milliardenh\u00f6he und ben\u00f6tigt langfristige Planungssicherheit beim Zugang zum Schienennetz.<\/p>\n<p>    L\u00e4nder warnen vor Nachteilen f\u00fcr die Fl\u00e4che<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehrere Bundesl\u00e4nder hatten versucht, die Entscheidung der Netzagentur noch zu beeinflussen. Sie bef\u00fcrchten, dass ein st\u00e4rkerer Wettbewerb vor allem die lukrativen Verbindungen zwischen gro\u00dfen St\u00e4dten attraktiver machen k\u00f6nnte &#8211; w\u00e4hrend schw\u00e4cher ausgelastete Strecken unter Druck geraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) warnte davor, dass sowohl Nah- als auch Fernverkehr in der Fl\u00e4che Nachteile haben k\u00f6nnten. Brandenburg und Hamburg \u00e4u\u00dferten \u00e4hnliche Bedenken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Brandenburg argumentierte, dass Einnahmen aus stark nachgefragten Verbindungen bislang dazu beitragen w\u00fcrden, weniger rentable Angebote mitzufinanzieren. Hamburg bef\u00fcrchtet, dass Haltestellen oder einzelne Verbindungen wegfallen k\u00f6nnten. Dadurch k\u00f6nnte der Nahverkehr zus\u00e4tzlich belastet werden &#8211; insbesondere zu Sto\u00dfzeiten.<\/p>\n<p>    Wettbewerb oder Rosinenpickerei?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Monopolkommission <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wettbewerb-fernverkehr-monopolkommission-100.html\" title=\"Wettbewerb im Fernverkehr: Monopolkommission st\u00e4rkt Italo-Pl\u00e4ne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hatte die Pl\u00e4ne der Bundesnetzagentur grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzt<\/a>. Das Beratungsgremium sieht in besseren Zugangsm\u00f6glichkeiten zu den Trassen eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass neue Anbieter \u00fcberhaupt in den Markt eintreten k\u00f6nnen. Gleichzeitig verwies die Kommission auf offene Fragen bei der konkreten Verteilung der Kapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bef\u00fcrworter der Reform erwarten, dass mehr Konkurrenz zu niedrigeren Preisen, mehr Verbindungen und besseren Angeboten f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr die Deutsche Bahn bedeutet die Entscheidung einen Einschnitt in einem bislang weitgehend von ihr dominierten Markt. Ob und wie stark sich der Fernverkehr tats\u00e4chlich ver\u00e4ndert, h\u00e4ngt nun davon ab, welche Angebote neue Anbieter auf die Schiene bringen &#8211; und wie sich die Nachfrage der Fahrg\u00e4ste entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.07.2026 \u2022 14:53 Uhr Die Bundesnetzagentur best\u00e4tigt trotz Kritik mehrerer L\u00e4nder ihre Pl\u00e4ne: Die Deutsche Bahn muss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1174765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[1517,2030,3600,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":["post-1174764","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-bundesnetzagentur","tag-deutsche-bahn","tag-fernverkehr","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116938677118861614","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1174764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1174764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1174764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1174765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1174764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1174764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1174764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}