{"id":1176212,"date":"2026-07-18T17:10:21","date_gmt":"2026-07-18T17:10:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1176212\/"},"modified":"2026-07-18T17:10:21","modified_gmt":"2026-07-18T17:10:21","slug":"neuartige-medikamente-so-wollen-forscher-diabetiker-vor-herzinfarkten-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1176212\/","title":{"rendered":"Neuartige Medikamente &#8211; So wollen Forscher Diabetiker vor Herzinfarkten sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Neuartige Medikamente | 18. Juli 2026<\/p>\n<p>Z\u00fcrcher Forschende k\u00f6nnen sch\u00e4dliches Fett um Blutgef\u00e4sse quasi umprogrammieren. Ein neuer Ansatz mit sogenannten epigenetischen Medikamenten soll Menschen mit Adipositas und Diabetes vor Herzinfarkten und Schlaganf\u00e4llen sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201ndjn\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/gosimg10zS02c001ab808080b300001201ndjn.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00SU0d7c082c8080800000001201ndjn.jpg\" style=\"width:704px;height:427px;\" alt=\"Das Risiko auf einen Herzinfarkt liegt bei Menschen mit Diabetes zwei bis vier mal h\u00f6her.\"\/><\/p>\n<p>Das Risiko auf einen Herzinfarkt liegt bei Menschen mit Diabetes zwei bis vier mal h\u00f6her.Foto: Keystone<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Medikamente korrigieren die chemischen Schalter in der Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt, wie die Universit\u00e4t Z\u00fcrich (UZH) am Donnerstag mitteilte. \u00abAnstatt ausschliesslich nach erfolgter Sch\u00e4digung Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin oder Blutzucker zu behandeln, zielen epigenetische Therapien darauf ab, das Gewebe umzuprogrammieren, das den Schaden ausl\u00f6st\u00bb, wird Studienleiter Francesco Paneni zitiert.<\/p>\n<p class=\"pg\">Das Fettgewebe, das Blutgef\u00e4sse direkt umgibt, spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr die Gef\u00e4ssgesundheit. Es tauscht chemische Signale mit der Gef\u00e4sswand aus. Bei Menschen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes ver\u00e4ndert sich diese Kommunikation jedoch. Das Fettgewebe wird entz\u00fcndungsf\u00f6rdernd und sch\u00fcttet Molek\u00fcle aus, welche die Gef\u00e4sse steifer machen. Langfristig k\u00f6nnen diese Ver\u00e4nderungen zu Herzinfarkten oder Schlaganf\u00e4llen f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Forschenden der UZH, des Universit\u00e4tsspitals Z\u00fcrich und der Universit\u00e4t Pisa in Italien wollten diese St\u00f6rung am Ursprung korrigieren.<\/p>\n<p>Genprogramm neu eingestellt<\/p>\n<p class=\"pg\">Ihr Ansatz zielte auf die sogenannten epigenetischen Regulatoren ab. Das sind chemische Markierungen auf den Proteinen, welche die DNA umh\u00fcllen und das Ablesen der Gene steuern. \u00abAnstatt jeweils auf nur ein Molek\u00fcl sp\u00e4t in der Krankheitsentwicklung abzuzielen, wollten wir das gesamte Genaktivit\u00e4tsprogramm des Fettgewebes neu einstellen\u00bb, sagte Studienleiter Francesco Paneni laut Mitteilung.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Behandlung mit den epigenetischen Medikamenten zeigte in Tests mit M\u00e4usen und mit menschlichem Gewebe Wirkung. Die Gef\u00e4sse, die von dem umprogrammierten Fettgewebe umgeben waren, entspannten sich leichter und wiesen weniger Anzeichen von Sch\u00e4den auf.<\/p>\n<p class=\"pg\">Als zentralen Vermittler identifizierte das Team das Enzym Hexokinase 2, das am Zuckerstoffwechsel beteiligt ist. Eine \u00dcberaktivit\u00e4t dieses Enzyms im Fettgewebe f\u00fchrt zu mehr Fettspeicherung, Entz\u00fcndungssignalen und gef\u00e4sssch\u00e4digenden Substanzen. Eine Reduktion der Enzymaktivit\u00e4t normalisierte die Gef\u00e4ssreaktionen wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neuartige Medikamente | 18. Juli 2026 Z\u00fcrcher Forschende k\u00f6nnen sch\u00e4dliches Fett um Blutgef\u00e4sse quasi umprogrammieren. 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